Faronics informiert über neue Windows-8-Funktionen Reset und Refresh – Tipps für Administratoren

Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Das Softwareunternehmen Faronics hat zum Start von Windows 8 dessen Funktionen „Reset“ und „Refresh“ – zwei neue Optionen für die Nothilfe bei langsamen und fehlerhaft laufenden Rechnern – unter die Lupe genommen.

Privatanwender können sich über „Reset“ und „Refresh“ in Windows 8 freuen, Unternehmen sollten den zeitaufwendigen Prozess besser vermeiden.
Privatanwender können sich über „Reset“ und „Refresh“ in Windows 8 freuen, Unternehmen sollten den zeitaufwendigen Prozess besser vermeiden.
(Bild: Microsoft)

Ein bei Anwendern und IT-Profis gleichermaßen verhasster Effekt ist das „Verrotten“ von Windows. Der Begriff „windows rot“ ist im englischsprachigen Raum eine übliche Bezeichnung für die kontinuierliche Entwicklung, mit der ein Windows-Rechner durch die Installation immer weiterer Programme langsamer wird.

Typisches Gegenmittel: die regelmäßige Neuinstallation des Betriebssystems. Doch dieser Vorgang ist zeitaufwendig und kann daher weder im privaten noch professionellen Einsatz die richtige Vorgehensweise sein.

Windows 8 bietet zwei neue Optionen für die Nothilfe bei langsamen und fehlerhaft laufenden Rechnern an: „Reset“ und „Refresh“. Faronics, Hersteller von Software für die Vereinfachung, Sicherung und Verwaltung von Mehrbenutzer-Computerumgebungen, hat Informationen zu diesen beiden Funktionen zusammengestellt.

„Viele Windows-Nutzer und Administratoren kennen das – nach einer gewissen Betriebszeit und vor allem mit zunehmender Zahl installierter Applikationen ist es notwendig, Windows neu aufzuspielen“, kommentiert Heman Mehta, Produktmanager bei Faronics. „Mit den beiden neuen Optionen Reset und Refresh hat Microsoft diesen Vorgang wesentlich vereinfacht. Dennoch bleibt es ein zeitfressender Prozess, auf den man gerade im professionellen Einsatz lieber verzichten würde.“

Reset – Alles auf Anfang

Bei früheren Versionen von Windows gingen im Zuge der Neuinstallation Programme und persönliche Daten verloren. Nach dem Aufspielen eines „frischen“ Windows kam dann der aufwendige Prozess, Systemeinstellungen wieder herzustellen und Daten neu aufzuspielen – ein Vorgang, der meist deutlich zeitaufwendiger war als die Installation selbst.

Mit der Reset-Option kann die Neuinstallation nun beschleunigt werden. Reset versetzt den Computer in den Zustand, in dem er sich nach der letzten Installation von Windows 8 befand. Persönliche Daten und Programme gehen dabei verloren und müssen wie bisher neu installiert und wieder eingespielt werden.

Wesentlicher Vorteil: Ein Reset selbst geht deutlich schneller als die Neuinstallation. Administratoren müssen dennoch einige Zeit dafür einplanen, den Rechner wieder in den gewünschten Zustand zu versetzen – mindestens ist das Einspielen eines Images erforderlich, eventuell jedoch auch eine manuelle Konfiguration.

Refresh – Windows macht sich frisch

Interessanter für den regelmäßigen Einsatz erscheint hier die Refresh-Option. Ganz so leicht wie der Name „Auffrischung“ suggeriert geht es jedoch auch hier nicht zu. Zwar bleiben persönliche Daten und einige Einstellungen erhalten, es gehen jedoch alle klassischen Windows-Programme verloren.

Nur die neuen Apps aus dem Windows-Store bleiben automatisch erhalten. Der Grund: Viele Windows-Programme nehmen Einträge in der Registry vor oder legen dll-Dateien an, die eine typische Fehlerursache in Systemen darstellen. Daher ist es notwendig, diese sicherheitshalber zu entfernen, damit auch beeinträchtigte Systeme wieder lauffähig werden.

Interessant ist hier die Option, ein Referenzbild einer fertigen Installation zu erstellen, um Windows so in einen bereits nutzungsfähigen Zustand zu versetzen. Für Heimanwender ist das sicherlich eine angenehme Vorgehensweise, auch wenn Backups und Co. natürlich dennoch notwendig sind.

Problematisch ist jedoch die Tatsache, dass der Umfang eines Refreshs noch nicht endgültig feststeht – genauso wenig, wie der genaue technische Ablauf. IT-Administratoren werden um ein umfassendes Backup nicht herumkommen. Wenn jedoch nach einem Refresh erst wieder ein Image eingespielt werden muss, ist diese Option im professionellen Einsatz nicht viel weniger umständlich als ein Reset.

Die Funktionen im Überblick:

Reset

  • Das gesamte System wird in den Zustand versetzt, in dem es sich nach der letzten Installation von Windows 8 befand.
  • Alle Systemeinstellungen werden zurückgesetzt.
  • Alle persönlichen Daten und Programme werden gelöscht.

Refresh

  • Grundlegende Systemeinstellungen werden zurückgesetzt.
  • Programme, die nicht aus dem Windows-Store geladen wurden, werden gelöscht (eine Liste der gelöschten Programme wird auf dem Desktop abgelegt).
  • Persönliche Daten und personalisierte Einstellungen wie Desktop-Hintergrund o.Ä. bleiben erhalten.
  • Apps aus dem Windows-Store bleiben erhalten.

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