Erste Deployments möglicherweise schon vor 2019

Qualcomm sieht 5G in greifbarer Nähe

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Andreas Donner

Multi-mode Devices werden gleichzeitig 4G, Wi-Fi und 5G nutzen können.
Multi-mode Devices werden gleichzeitig 4G, Wi-Fi und 5G nutzen können. (Bild: Qualcomm)

5G könnte näher sein, als man vielleicht denkt – sagt Qualcomms CEO Steve Mollenkopf. Als Vorreiter habe das Unternehmen bereits heute entsprechende Technologien auf dem Markt sowie Ende-zu-Ende-Prototypen und Testumgebungen entwickelt.

Mit einer gehörigen Portion Optimismus schaut Steve Mollenkopf in die Zukunft. In einem jetzt verbreiteten Statement spricht der Qualcomm-CEO zwar von einer komplexen Aufgabe, 5G Realität werden zu lassen. Andererseits seien erste Deployments aber bereits 2019 oder gar früher zu erwarten.

Auf dem Weg zum finalen Standard gelte es, verschiedene Hürden zu meistern. So müsse die 5G-Plattform beispielsweise flexibel genug sein, um Spektrum und Bandbreite an jeder beliebige Anwendung anpassen und zukünftigen Gerätetypen effizientes Multiplexing bieten zu können.

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Darüber hinaus müsse das verfügbare Spektrum über eine große Anzahl regulatorischer Vorgaben und Bänder hinweg voll ausgereizt werden: Beginnend bei den Low-Bands unterhalb ein GHz (IoT), über die Mid-Bands zwischen einem und sechs GHz (Breitbandanwendungen) bis hin zu den darüber liegenden High-Bands (Millitmeter-Wave für extremes Breitband über kurze Strecken). Auch neue Geräte müssten darauf abgestimmt werden, gleichzeitig im lizenzierten und geteilten Spektrum zu funken. Gefragt seien ebenfalls neue Modi der Vernetzung, wie Device-to-Device.

Als innovatives Unternehmen wolle Qualcomm bei der Entwicklung und Umsetzung eine federführende Rolle übernehmen, wie bereits bei LTE und Wi-Fi – zwei Technologien auf denen der kommende Mobilfunkstandard aufbauen werde. 5G versteht der Hersteller nicht als einzelne Komponente, sondern als „durchdachte Kombination zahlreicher verschiedener technischer Neuerungen und Errungenschaften, wie etwa High-Bandwidth-Low-Latency-Designs, Spektrum-Sharing, erweiterte Antennen- und Channel-Kodierung oder Massive MIMO.“

Bereits seit Jahren arbeite man an entsprechenden Bausteinen und habe bereits einige 5G-Technologien auf den Markt gebracht. Zu jenen zählten: LTE Unlicensed, Gigabit Class LTE, LTE IoT, WiGig 802.11ad und Millimeter-Wave-Radios. Zudem verweist Mollenkopf auf Ende-zu-Ende-Prototypen und Testumgebungen für 5G, darunter eine 5G-Sub-6GHz-Testplattform. Schließlich trage das Unternehmen auch zu den Standardisierungsbemühungen des 3rd Generation Partnership Projects (3GPP) bei.

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