Collaboration kommt jetzt von Cisco – nicht von Lotus oder Microsoft

Quad ist Cisco-Collaboration und Lebenseinstellung

16.07.2010 | Redakteur: Ulrike Ostler

Auch das Cisco-Quad soll abheben und sich auf vier Räder stützen: Content- und Dokumenten-Management, Unified Communications, Anbindung an Fremd-Systeme wie SAP und Social Networking, Bild: Christoph Grimlowski/Wikipedia
Auch das Cisco-Quad soll abheben und sich auf vier Räder stützen: Content- und Dokumenten-Management, Unified Communications, Anbindung an Fremd-Systeme wie SAP und Social Networking, Bild: Christoph Grimlowski/Wikipedia

Man kann, kann aber auch darauf verzichten: Collaboration-Tools anderer Hersteller wie IBM und Microsoft in „Quad“ einbinden. Denn Quad ist die umfassende Collaboration-Plattform von Cisco Systems. Die Adressaten sind Großunternehmen ab 1.000 Mitarbeitern, die verteilt und doch in Teams arbeiten. Quad integriert Content- und Dokumenten-Management, Unified Communications, Business-Systeme wie SAP und Social Networking.

Eigentlich wurde Quad schon im November 2009 angekündigt. Doch die Cisco-eigene Collaboration-Plattform kennt kaum jemand. Das liegt unter anderem daran, dass der erste Kunde der Konzern selbst ist.

Derzeit findet der Roll-out für die 70.000 Arbeitsplätze statt. Doch bis jeder produktiv damit arbeitet, dürften noch sechs Quartale vergehen, schätzt Carsten Heidbrink, Architektur-Verantwortlicher Collaboration bei Cisco.

Das Ziel der Einführung ist ehrgeizig: Cisco will erfahren und zeigen, wie effizient global verteilte Teams kollegial zusammenarbeiten können. Sie sollen nicht nur ihr Wissen austauschen, sondern sich auch kennen und, zumindest virtuell, treffen.

Cisco stellt Collaboration auf vier Räder

In Quad stecken fast vier Jahre Entwicklung. Schon das zeige, so Heidbrink, dass es sich nicht um Spielerei handle, sondern um Technik, die das Arbeitsleben nachhaltig verändern könne.

Als Markt sieht Heidbrink große Unternehmen ab 1.000 Mitarbeitern, die in Teams arbeiten, deren Mitglieder irgendwo in der Welt beheimatet oder unterwegs sind. Die erste Fassung der Collaboration-Plattform ist englischsprachig. Doch ab diesem Herbst für Länder angepasst, die außerhalb des englischsprachigen Sprachraum liegen.

Viele der Komponenten gibt es schon, etwa für das Dokumenten-Management und -Sharing von Documentum/EMC und Microsoft mit Sharepoint. Die Plattform sei offen für die Integration dieser Anwendungen. Team-Dokumente werden allerdings mit Meta-Informationen versehen, so dass eine Suchfunktionen sie präsentieren kann, wie eine Suchmaschine wie Bing oder Google – mit Überschrift und kleinem Vortext. Erleichtert wird das durch den Einbau einer semantischen Suche.

weiter mit: Komponenten von anderen oder alles Cisco?

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