Buglas-Infothek zum Thema „öffentliche WLANs“

Public WLANs bieten Potenziale für City- und Regio-Carrier

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Andreas Donner

Bei der „Infothek“ handelt es sich um eine Reihe von Informationsveranstaltungen für Mitgliedsunternehmen des Buglas.
Bei der „Infothek“ handelt es sich um eine Reihe von Informationsveranstaltungen für Mitgliedsunternehmen des Buglas. (Bild: Buglas)

Die Buglas-Infothek widmete sich den Potenzialen öffentlicher WLANs in den Bereichen Marketing und Kundenbindung sowie der Eröffnung neuer Erlösquellen, informierte Netzbetreiber über den rechtlichen Rahmen und die technischen Möglichkeiten und stellte in der Praxis erprobte Geschäftsmodelle vor.

Im Rahmen seiner Infothek-Veranstaltungsreihe informierte der Bundesverband Glasfaseranschluss (Buglas) seine Mitgliedsunternehmen über den rechtlichen Rahmen für den Betrieb öffentlicher WLANs, den aktuellen Stand der Technologie und erfolgreich in die Praxis umgesetzte Geschäftsmodelle, bei denen gesicherte Verbindungen, flache Log-in-Prozesse, eine zahlenmäßige Device-Begrenzung und ein Seamless Handover zwischen den Sendestationen entscheidend zum Erfolg beigetragen hätten. Außerdem seien diese Geschäftsmodelle offen für Kooperationspartner.

Marc-Oliver Hoormann, Jurist bei KPMG, referierte zu „Pflichten des TK-Netzbetreibers nach deutschem sowie EU-Recht gegenüber Kunden und Behörden bei Errichtung eines WLAN“. Nach seiner Einschätzung wirken sich aktuell bestehende Haftungsrisiken wie etwa die Störerhaftung und regulatorische Anforderungen wie Meldepflichten, Daten- und Kundenschutzvorgaben bremsend bei der Verbreitung von öffentlichen WLANs aus.

Christian von Hößlin von Ruckus Wireless erläuterte die Möglichkeiten, die WLANs für die Entlastung der LTE-Netze bieten und führte aus, dass WLAN-Netze die Breitbandversorgung pro Quadratmeter zu niedrigeren Kosten ermöglichten als der Mobilfunkstandard LTE. Von Hößlin plädierte für die Monetarisierung von WLAN-Netzen. Etabliert sei das hierzulande vor allem in Hotels.

Hartmut Menzel von The Cloud Networks Germany wies darauf hin, dass Applikationen der Treiber für das stetig steigende Bedürfnis nach mobiler Datennutzung sei. Laut einer aktuellen Studie der Universität Bonn schauten junge Menschen zwischen 17 und 23 Jahren bei 16 Stunden Wachzeit im Schnitt alle siebeneinhalb Minuten auf ihr Smartphone.

Ivan Andric von Netcologne berichtete in seinem Praxisvortrag „hotspot.koeln“ über die Planung, Umsetzung und den Betrieb des öffentlichen WLANs in Köln. Dabei wies Andric besonders auf die Notwendigkeit einer symmetrischen Anbindung der Access Points hin: In öffentlichen drahtlosen Netzen sei die Upload-Rate extrem hoch, vor allem durch das Hochladen von Bildern wie den sogenannten Selfies.

Oliver Weiß von Wilhelm.tel zog eine positive Zwischenbilanz nach einem Jahr erfolgreichen Betriebs des flächendeckenden WLANs in Norderstedt. Das Unternehmen hat Norderstedt mit 450 Access Points vernetzt und baut sein WLAN-Netz weiter aus. Weiß berichtete davon, dass im Privatkundenbereich die Kundenbindung durch das WLAN-Angebot weiter habe erhöht werden können, im Geschäftskundenbereich gebe es durch WLAN als zusätzliches Vermarktungsargument messbar größere Vertriebserfolge.

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