Glasfasersystem für Rechenzentren und SAN-Umgebungen

Plug-&-Play-Glasfasergehäuse mit hoher Packungsdichte

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Andreas Donner

Das Lightstack-Glasfasergehäuse kann in einer Höheneinheit bis zu 144 Fasern bei LC-Anschlüssen und bis zu 864 Fasern bei MTP-Anschlüssen aufnehmen.
Das Lightstack-Glasfasergehäuse kann in einer Höheneinheit bis zu 144 Fasern bei LC-Anschlüssen und bis zu 864 Fasern bei MTP-Anschlüssen aufnehmen. (Bild: Siemon)

Das Lightstack-Glasfasergehäuse von Siemon kann 144 LC-Glasfasern bzw. 864 MTP-Glasfasern in einer Höheneinheit aufnehmen. Das für Rechenzentren und SAN-Umgebungen entwickelte Glasfasersystem soll eine schnelle, nahtlose Migration auf 40- und 100-Gigabit-Applikationen ermöglichen.

Durch die horizontale Kabelführung können sowohl herkömmliche als auch Unitube-Patchkabel in dem zum Patent angemeldeten Gehäuse abgelegt werden. Die aufschwenkbaren Kabelführungsclips ermöglichen den Zugriff, drehbar gelagerte Kabelbefestigungspunkte auf der Rückseite des Gehäuses sollen für die Einhaltung des notwendigen Biegeradius sorgen.

Das Bodenblech an der Rückseite des Lightstack-Gehäuses lässt sich nach innen schieben, um auf die Anschlüsse der übereinander angeordneten Gehäuse zugreifen zu können. In vorgezogener Position dient es zur Kabelunterteilung zwischen den Gehäusen. Die Plug-&-Play-Module lassen sich von der Front- oder der Rückseite des Gehäuses einsetzen und herausnehmen. Die auf der Innenseite mit der Beschriftung versehene magnetische Schutzklappe soll das Einklemmen der Kabel verhindern.

Die Dämpfung der Lightstack-LC-auf-MTP-Module beträgt Siemon zufolge 0,35 dB. Sie sind mit OM4-Multimode-Fasern und mit Singlemode-Fasern erhältlich und laut Hersteller sofort einsatzfähig für 40- und 100-Gigabit-Anwendungen.

Die Dämpfung der MTP-Kupplungen des Lightstack-Systems beträgt laut Hersteller 0,2 dB. Die Kupplungen sind als 2-, 4- und 6-Port-Version sowie als „Key-up zu Key-up“ und „Key-up zu Key-down“ erhältlich und entsprechen Siemon zufolge allen Polaritätsmethoden. Beim Lightstack-System können auch 12-Faser-LC-Kupplungsplatten für gegenwärtige 10-Gigabit-Ethernet- oder Fibre-Channel-SAN-Anwendungen verwendet werden.

Für Backbone-Verbindungen ist das Lightstack-Glasfasersystem mit herkömmlichen und mit MTP-Trunkkabeln aus biegeunempfindlichen OM3- und OM4-Multimode-Fasern oder Singlemode-Fasern erhältlich. Siemons LC-Bladepatch-Patchkabel mit Push-Pull-Knickschutzdesign sollen als Ergänzung für das Lightstack-System und den Zugriff bei extrem hoher Packungsdichte noch weiter verbessern können. Siemon zufolge eignen sie sich sowohl für die Verbindungen von Interconnects bzw. Crossconnects zu aktiven Komponenten als auch für SAN-Anwendungen. Als Hybridversion für Lightstack wird das LC-Bladepatch-auf-MTP Trunkkabel angeboten.

Sowohl die LC-Bladepatch-Patchkabel als auch die Trunkkabel bestehen aus Unitube-Kabeln. Durch ihren geringeren Durchmesser verringert sich die Kabeldichte. Das wirkt sich günstig auf Luftstrom und Energieeffizienz aus und vereinfacht die Kabelführung insgesamt. Die dämpfungsarmen 12-fasrigen hybriden LC-Bladepatch-auf-MTP Trunkkabel sind als Multimode- und Singlemode-Version in verschiedenen Längenabstufungen erhältlich und zum Anschluss an aktive Komponenten von Herstellern wie Cisco Nexus, Cisco MDS und Brocade geeignet.

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