Client-Anwendungen für IBM Notes modernisieren und mobilisieren

Per Multi-Layer-Ansatz zur passenden Web-App

| Autor / Redakteur: Stefan Sucker / Andreas Donner

Modernisierungen und Mobilisierungen von Notes-Client-Applikationen sind kostspielig, umständlich und schwer kalkulierbar – aber notwendig!
Modernisierungen und Mobilisierungen von Notes-Client-Applikationen sind kostspielig, umständlich und schwer kalkulierbar – aber notwendig! (Bild: We4IT)

Mobilität, Plattformunabhängigkeit, geringe Wartungskosten – Die Vorteile browserbasierter Anwendungen sind vielzählig. Bei der Umstellung von Client-Applikationen zu modernen Web-Anwendungen stehen Unternehmen allerdings vor besonderen Herausforderungen.

Was passiert mit den seit Jahren eingeführten und etablierten Notes-Anwendungen? Wie können diese kostengünstig modernisiert und auch auf mobilen Endgeräten genutzt werden? Wie viel Zeit nimmt eine solche Erneuerung in Anspruch? Und wie werden die Applikationen webfähig und auch mobil abrufbar, ohne dass das Tagesgeschäft und die Arbeitsprozesse darunter leiden?

Modernisierungen von Notes-Client-Applikationen sind kostspielig, umständlich und schwer kalkulierbar, Neuentwicklungen der Anwendungen umfangreich und anspruchsvoll. Während sich die Modernisierung von 95 Prozent der Applikationen häufig recht einfach gestaltet, ist die Erneuerung der restlichen fünf Prozent aufgrund der Komplexität und der benötigten Entwicklungszeit oftmals sogar kosten- und zeitintensiver.

Unternehmen, die ihr Applikationsumfeld modernisieren und von den Möglichkeiten eines mobileren Arbeitsplatzes profitieren wollen, sollten sich daher intensiv beraten lassen. Sonst droht hier eine Kostenfalle. Hauptaugenmerk dabei: Welche Kosten entstehen für die Modernisierung sämtlicher Applikationen? Wie sieht der zeitliche Rahmen aus und mit welchen Ausfallzeiten muss das Unternehmen gegebenenfalls rechnen?

Zudem sollten Unternehmen über den Tellerrand schauen. Reicht eine Modernisierung von Client-Anwendungen alleine aus? Deckt diese nur einen kurzfristigen Bedarf? Sollen die Notes-Applikationen auch auf mobilen Endgeräten zur Verfügung stehen? Und wie sieht es mit der Einbettung in eine Social Business Umgebung aus?

Modernisierung: Welche Prozesse sind involviert?

Eine detaillierte Analyse der Notes-Applikationslandschaft sorgt für Transparenz und ermöglicht es, Zeit- und Kosten-Faktoren präzise abzuschätzen. Dabei gilt es zu klären, wie viele User die einzelnen Anwendungen überhaupt nutzen oder welche Prozesse berücksichtigt werden müssen. Erst dann lässt sich der Umfang des Modernisierungs-Prozesses genau einschätzen. Auch der Bedarf der benötigten Applikationen kann dann kundenindividuell erörtert und den Unternehmensanforderungen angepasst werden.

Konfigurieren statt programmieren

Größtes Hindernis bei der Modernisierung stellt die Neuentwicklung der Notes-Anwendungen dar. Um den Modernisierungs-Ablauf effizienter zu gestalten, verfolgt We4IT daher einen Multi-Layer-Ansatz. Bestehende Notes-Anwendungen werden dabei in den Browser portiert und diese erscheinen in einem neuen, modernen Web-2.0-Gewand. Anstatt Veränderungen an den bereits existierenden Applikationen und der Notes-Datenbank vorzunehmen, können Anwender mit dem Application-Framework Aveedo einfach eine neue Darstellungsschicht konfigurieren. Das spart aufwendige Entwicklungszeit und minimiert Sicherheitsrisiken.

Vorteil des Multi-Layer-Ansatzes: Während die Anwender vom Notes-Client zum Browser migriert werden, können Nutzer beider Clients auf das neue XPages-Frontend zugreifen. Je nach Unternehmensentscheidung ist auch die darunterliegende Notes-Datenbank für User parallel zur Entwicklung der Aveedo XPages-Darstellungsschicht zugänglich. Nach Fertigstellung und Testphase werden die Nutzer einfach auf die neue Einstiegsdatenbank oder URL umgestellt. Die Daten speichern Unternehmen in der alten NSF-Datei.

Client-Anwendungen mobilisieren

Häufig reicht eine Modernisierung von Client-Anwendungen allerdings nicht aus. Je nach Unternehmensanforderungen und Einsatzgebiet der jeweiligen Mitarbeiter ist mehr als nur die Verfügbarkeit von Notes-Daten über den Browser notwendig. Vielfach benötigen Nutzer einen Zugriff über mobile Endgeräte auf unterschiedlichste Notes-Anwendungen und auch auf unternehmenskritische Daten.

In diesem Fall ist es sinnvoll, gemeinsam mit dem User Interface ein mobiles Browser Interface für den Standard Browser und den Notes-Client zu entwerfen. Um dies zu erreichen, bietet es sich an, einfach zwei Layouts für dasselbe Objekt zu kreieren. Die Business Logik und die Datenstruktur bleiben bei diesem Prozess unberührt. Sobald ein User sich mit der Applikation verbindet, wird ihm automatisch das passende Layout zum jeweiligen Device präsentiert.

Vor allem bei sensiblen Daten sollten Unternehmen ein großes Augenmerk auf das Thema Sicherheit legen. Viele Unternehmen setzen beispielsweise auf Bring your own Device (BYOD). Das birgt entsprechend Risiken. Somit sollten die Konfigurationen als auch die unternehmenskritischen Daten daher hinter der Firewall geschützt verwaltet werden. Die Kompatibilität des Betriebssystems spielt keine Rolle – ob Android, iOS, Windows Phone, Blackberry oder webOS.

Out-of-the-Box-Applikationen

Neben den Themen Modernisierung und Mobilisierung bietet das Application Framework weitere Anwendungsmöglichkeiten von Client-Anwendungen. So steht Unternehmen beispielsweise ein großes Portfolio an Out-of-the-Box-Applikationen zur Auswahl. Diese liefern eine schnelle Basis für die Einführung von neuen Anwendungen und können im nächsten Schritt individuell auf die unternehmensspezifischen Anforderungen angepasst werden. Eine Workflow-Komponente unterstützt die Umsetzung eigener Prozesse. Entwicklungswerkzeuge wie der Domino Designer sind nicht mehr notwendig.

Um den Austausch von Mitarbeitern, Geschäftspartnern und Kunden weiter zu fördern, wird der Funktionsumfang des Application Frameworks kontinuierlich erweitert. Die Integration von Anwendungen in Social Business Plattformen, wie IBM Connections steht bereits in den Startlöchern.

Stefan Sucker
Stefan Sucker (Bild: We4IT)

Über unterschiedliche Kommunikationstools und mobile Endgeräte profitieren Unternehmen von einem globalen Wissenstransfer und neuen Geschäftspotenzialen. Von jedem Ort über jedes Endgerät können Mitarbeiter so auf jede IBM Domino-Anwendung und sämtliche Unternehmensdaten zu jederzeit zugreifen.

Über den Autor

Stefan Sucker ist Geschäftsführer der We4IT GmbH in Bremen.

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