Endteilnehmergerät für wirtschaftliches Breitband-Ethernet

Patton liefert EFM-Modem für Betreiber und Unternehmen

16.12.2009 | Redakteur: Ulrike Ostler

Das EFM-Gerät Rocketlink 3202 ist eine so genannte Network Termination Unit (NTU), die nx64-Raten mit bis zu 22.8 Megabit pro Sekunde liefert
Das EFM-Gerät Rocketlink 3202 ist eine so genannte Network Termination Unit (NTU), die nx64-Raten mit bis zu 22.8 Megabit pro Sekunde liefert

Die Patton Electronics Company aus Gaithersburg, Maryland, liefert nun das EFM-Modem (EFM = Ethernet-in-the-First-Mile) Rocketlink, Modell „3202 G.SHDSL“ an Netzbetreiber, Service-Provider und Unternehmen aus. Allerdings haben viele Organisationen das System bei dem Anbieter von VoIP-, Netzzugangs-, Konnektivitäts- und Videoüberwachungsprodukten schon im September bestellt.

Mit Hilfe von „Rocketlink“ sollen staatliche Stellen, Schulen und andere Organisationen schnell und kostengünstig Breitband-Ethernet-Dienste in Betrieb nehmen können. Denn durch die Nutzung verdrillter Leitungspaare für den Breitband-Netzzugang auf der ersten Meile, erübrigt Pattons EFM-Netzabschlusseinheit Probleme und Aufwendungen, die mit der Installation von Glasfaserkabeln einhergehen.

Dank des Einsatzes von Ethernet-over-SHDSL (EoSHDSL) kann das Rocketlink 3202 bei einer symmetrischen Nx64-Datenrate von bis zu 22,8 Megabit pro Sekunde Verbindungen auf bis zu 2,6 Kilometer ausdehnen. Im Gerät kommt dabei EFM-Bonding zum Einsatz, bei dem bis zu vier Kupferleitungen, also acht Drähte, zu einem einzigen Kommunikationskanal zusammengefasst werden.

Pattons Modell 3202 G.SHDSL (auch unter der Bezeichnung 2Base-TL bekannt) entspricht den Normen ITU-T G.991.2 und IEEE 802.3ah und bietet laut Hersteller die Zuverlässigkeit einer Ethernet-Verbindung „bei unerreichter Datenrate und Reichweite“.

Modem und Switch

Das Gerät umfasst einen Fast-Ethernet-Switch mit vier Anschlüssen und bietet Merkmale wie QoS, CoS und VLAN (802.1q). Damit unterstützt das Rocketlink 3202 vier Ebenen der Verkehrsprioritäten, Datenflusskontrolle und Datenratenkontrolle.

Johnnie Grant, Produktmanager EFM bei Patton erläutert die Einsatzmöglichkeiten des Produkts: „Pattons G.SHDSL EFM-Modem ist ein idealer Lückenfüller.“ Der Betreiber könnten es einsetzen, um sein Dienstangebot auszubauen. EFM ermögliche darüber hinaus die Standardisierung und das Eindringen von Ethernet in die Zugangsnetzwerke. Unter Umständen könne EFM sogar nicht-native Transportverfahren wie Ethernet über ATM verdrängen.

Heute seien Netzbetreiber daran interessiert, Geschäftskunden an ihre Metro-Netze anzuschließen. EFM könne diese Migration vereinfachen, indem es die Nachteile anderer Netzwerk-Protokolle aufhebe.

Unterschiedliche Adressaten

So sei ADSL2 ist eine kostengünstige Technologie mit großer Reichweite. Allerdings ist die Technik asymmetrisch. VDSL2 hingegen sei zwar unglaublich schnell, habe aber eine begrenzte Reichweite, insbesondere bei symmetrischer Konfiguration.

Die Folge: „Serviceprovider mögen das 3202-Modem“, erklärte Grant, „weil sie Kunden, die mit älteren G.SHDSL-Anlagen nicht zu versorgen waren, jetzt hochwertige, schnelle und symmetrische Datendienste anbieten können.“ Zudem ließen sich bisherige Investitionen schützen. Denn mit dem EFM-Modem von Patton könnten der Betreiber ihre vorhandene Infrastruktur weiterhin nutzen, und trotzdem neue, ertragreiche Dienste zu übermitteln.

Doch die Nachfrage ereile Patton nicht nur von den klassischen Providern. „Wir bekommen Anfragen von Kunden aus allen möglichen Bereichen“, so Grant. „Es gehe auch um Übertragungsanlagen, etwa in Schulen und Unternehmen, die ihr LAN erweitern wollen, bis hin zu bisher störanfälligen Anwendungen in Eisenbahnabteilen.

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