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Glasfaserverbindung zwischen Japan und Kalifornien ist 9.500 Kilometer lang Pacific Crossing und Infinera testen erfolgreich 100-GBit/s-Unterseekabel

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Die Unternehmen Pacific Crossing und Infinera haben nach eigenen Angaben ein Unterseeglasfaserkabel mit 100 GBit/s erfolgreich getestet. Das Experiment fand auf einer Länge von insgesamt 9.500 Kilometern im Glasfasernetzwerk PC-1 von Pacific Crossing statt, das sich zwischen Kalifornien und Japan erstreckt. Wie die beteiligten Firmen melden, war dies der erste und längste Test mit 100 GBit/s, der jemals mit kohärenter Detektion unter dem Pazifik durchgeführt worden ist.

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Pacific Crossing betreibt zwischen den USA und Japan den Unterwasser-Glasfaser-Netzwerkring PC-1. Bild: Pacific Crossing
Pacific Crossing betreibt zwischen den USA und Japan den Unterwasser-Glasfaser-Netzwerkring PC-1. Bild: Pacific Crossing
( Archiv: Vogel Business Media )

Der 100-Gigabit-Ethernet (GbE)-Test war die erste Übertragung eines 100-GbE-Client-Services über den Pazifik, die mit optischen Channels von Infinera mit einer Kapazität von 40 GBit/s und Flexcoherent-Übertragung umgesetzt wurde. Verwirklicht wurde dies mit Infineras 40-GBit/s-Line-Modulen und 100-GbE-Client-Interfaces. Im Rahmen des Experiments kam auch erstmals ein optischer Channel mit 100 GBit/s zum Einsatz, der Binary Phase Shift Keying (BPSK) sowie Soft Decision Forward Error Correction (SD FEC) verwendet und in der DTN-X-Plattform von Infinera genutzt wird. Die Flexcoherent-Technologie soll Service-Provider dabei unterstützen, die Übertragungsperformance zu optimieren.

Infinera hat erst vor Kurzem weitere Features in sein Digital Transport Network (DTN) integriert und die Verfügbarkeit der DTN-X-Plattform bekannt gegeben, die sowohl auf Super Channel basierende photonisch integrierte Schaltkreise (PICs) als auch die Übermittlung mittels Flexcoherent-Technologie beinhaltet. Damit sei es möglich, der gestiegenen Nachfrage nach hohen Breitbandkapazitäten in der Asien-Pazifik-Region nachzukommen. Einer Untersuchung zufolge, die auf der von dem Marktforschungsunternehmen Miniwatts Marketing Group betriebenen Website Internet World Stats veröffentlicht worden ist, ist die Anzahl der Internetnutzer innerhalb von 2000 bis 2011 von 114 auf 922 Mio. gestiegen. Da davon auszugehen sei, dass dieser Trend auch weiterhin anhalten werde, steige der Bedarf an Unterseenetzwerken, die diese enorme Kapazität bereitstellen können.

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