Frühes Evolutionsstadium erschwert endgültige Prognosen Ovum untersucht 37 SDN-Anbieter

Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Software-Defined Networking (SDN) ist ein Grundpfeiler für dynamische Anwendungen und Dienste der Zukunft, glauben die Analysten von Ovum. Offen lassen die Marktforscher allerdings, welche Architektur sich letztendlich durchsetzen wird.

Ovum plant bereits weitere Erhebungen zu SDN in Carrier-Netzen und Rechenzentren.
Ovum plant bereits weitere Erhebungen zu SDN in Carrier-Netzen und Rechenzentren.
(Bild: Ovum)

Mit dem jetzt fertig gestellten Bericht "Software-Defined Networking: Vendors and Product Landscape" versucht Ovum-Analyst David Krozier den aktuellen SDN-Markt zu umreißen. Der Experte hat hierfür die Lösungen von 37 Herstellern begutachtet, wagt aber dennoch keine endgültige Prognose.

Klar scheint immerhin, dass traditionelle Netzarchitekturen kaum noch mit immer dynamischeren Diensten und Anwendungen mithalten können. Doch genau mit derlei Angeboten wollen Netzwerkausstatter und -betreiber künftig neue Einnahmequellen erschließen. Flexible, skalierbare und intelligente Infrastrukturen der Zukunft werden daher auf SDN setzen.

David Krozier, seines Zeichens Principal Analyst bei Ovums Network Infrastructure Team, meint: "SDN gibt uns die Möglichkeit, Netzwerk-Architekturen von Grund auf zu überprüfen und Virtualisierung und wirklich innovative Lösungen einzuführen." Die klassischen Tiers Access, Aggregation und Core werden dabei flacheren Hierarchien weichen. Des Weiteren sollen sich Netzwerke umfassender als bisher programmieren lassen: Verbindungen werden flexibel an die Anforderungen der jeweils genutzten Anwendungen angepasst. Schließlich wird reine Software auch die Aufgaben von Netzwerkappliances übernehmen.

Wie die groben Prognosen konkret umgesetzt werden, lässt Ovum derweil noch offen und verweist auf das noch sehr frühe Stadium der SDN-Evolution. So sei nicht absehbar, welche Ansätze oder Architekturen sich auf lange Sicht durchsetzen werden. Stattdessen müssten sich Kunden und Anbieter noch auf eine gemeinsame Sichtweise des Ansatzes einigen. Ovum will weiter am Thema bleiben. Bereits geplante Fortsetzungen des jetzigen Reports sollen sich etwa mit SDN in Carrier-Netzen beschäftigen. Zudem wolle man untersuchen, welche Auswirkungen SDN auf Rechenzentren und das Angebot von Service Providern habe.

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