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Dell-Betriebssystem für Open Networking OS10 entkoppelt Hard- und Software

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Dell kündigt ein offenes und modulares Netzwerkbetriebssystem an: OS10 basiert auf einem unmodifizierten Linux, sei besonders portabel und böte eine leistungsfähige Entwicklungsumgebung.

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Die bislang lediglich angekündigten Applikationsmodule für OS10 sollen klassische Funktionen von Netzwerkbetriebssystemen nachbilden.
Die bislang lediglich angekündigten Applikationsmodule für OS10 sollen klassische Funktionen von Netzwerkbetriebssystemen nachbilden.
(Bild: Dell)

Neue Maßstäbe beim Open Networking will Dell mit dem jetzt vorgestellten Betriebssystem OS10 setzen. Nachdem der Hersteller verschiedene Switches bereits vor einiger Zeit für Betriebssysteme Dritter geöffnet hatte, verfolgt er nun auch beim Betriebssystem einen modularen Ansatz.

Das kostenlose OS10-Basismodul beschreibt Dell als unmodifiziertes Linux, das das Switch Abstraction Interface (SAI) des Open Compute Project nutzt. Über die Schnittstelle kann die Software auf Hardware verschiedener Hersteller zugreifen.

Auf dem OS10-Basismodul setzen Applikationsmodule auf. Dell selbst will in dieser Form die bekannten, umfangreichen Funktionalitäten bisheriger Netzwerkbetriebssysteme ausliefern. Zusätzlich könnten Anwender aber auch Applikationen Dritter nutzen, beispielsweise Lösungen für IP-, Fabric- oder Security-Services.

Mit dem offenen Ansatz will Dell bisherige Silos im Rechenzentrum aufbrechen. Netzwerkinfrastrukturen sollen sich demnach einheitlich und effizient verwalten oder programmieren lassen. DevOps-Communities erhalten eine konsistente und gemeinsame Entwicklungsumgebung für Server-, Storage- und Netzwerkelemente.

Das Basismodul von Dell Networking OS10 soll im März 2016 verfügbar sein, von Dell entwickelte Applikationsmodule werden im weiteren Jahresverlauf in den Betatest gehen.

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