Leistung von Business-Apps entscheidend

Opferbereit für optimale Anwendungs-Performance

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Andreas Donner

Mancher deutsche Entscheidungsträger würde laut Riverbed-Studie für die optimale Leistung der Geschäftsanwendungen seine Mittagspause opfern.
Mancher deutsche Entscheidungsträger würde laut Riverbed-Studie für die optimale Leistung der Geschäftsanwendungen seine Mittagspause opfern. (Bild: Denis Junker – Fotolia.com)

Einer Riverbed-Studie zufolge sehen 93 Prozent der Geschäftsführer die Anwendungs-Per­for­mance als kritisch für den Un­ter­neh­mens­er­folg an. Wenn sich damit An­wen­dungs­pro­ble­me ver­mei­den ließen, würden 32 Prozent der deutschen Geschäftsführer sogar auf die Mittagspause verzichten.

Nach Angaben von Riverbed haben 99 Prozent der Studienteilnehmer eingeräumt, dass sich Anwendungsprobleme bereits negativ auf ihre Arbeit ausgewirkt haben – bei 61 Prozent sogar mindestens einmal pro Woche. Solche Ausfälle sorgten in Unternehmen für unterschiedliche Probleme, von Umsatzeinbußen bis hin zu unzufriedenen Mitarbeitern. Die Studie von Riverbed mache deutlich, dass Geschäftsführer ganz klar gewillt seien, diese Probleme zu lösen – tatsächlich würden viele von ihnen aber auch zu den IT-Problemen beitragen: 29 Prozent der Geschäftsführer seien bereits auf nicht von IT-Administratoren genehmigte Anwendungen ausgewichen – und hätten so durch Schatten-IT für noch mehr Komplexität gesorgt. Viele der Befragten hätten außerdem langsame oder nicht funktionierende Anwendungen bereits als Ausrede für verpasste Deadlines benutzt (37 Prozent) bzw. als Grund, das Büro früher zu verlassen (34 Prozent), sich bei Kollegen zu beschweren (25 Prozent) oder die Mittagspause zu verlängern (24 Prozent).

Auswirkungen auf Unternehmen und Mitarbeiter

An den Ergebnissen der Riverbed-Studie lasse sich ablesen, welche Vor- und Nachteile Geschäftsführer durch optimale bzw. schlechte Leistung der Geschäftsanwendungen sehen. Wenn alle Anwendungen funktionieren, komme es für Unternehmen zu verbesserter Mitarbeiterproduktivität (53 Prozent), Kostenersparnis (49 Prozent), Zeitersparnis (47 Prozent), höherer Kundenzufriedenheit (30 Prozent), schnellerer Bereitstellung von Produkten (30 Prozent) und höherer Arbeitsmoral (29 Prozent). Bei Problemen seien Vertragsverzögerungen (48 Prozent), unzufriedene Kunden (42 Prozent), verlorene Kunden (41 Prozent), negative Auswirkungen auf die Unternehmensmarke (31 Prozent) und geringere Arbeitsmoral (31 Prozent) die Folgen. Zudem würden wichtige Deadlines (35 Prozent) verpasst.

70 Prozent der Geschäftsführer gaben an, dass sie bei Problemen mit den Anwendungen im Dunkeln stehen – eine Kommunikation zwischen Führungsebene und IT-Teams finde offensichtlich zu selten statt.

Probleme durch komplexe IT-Umgebungen

Weltweit seien sich die befragten Geschäftsführer einig, dass die Leistung des Unternehmens maßgeblich von den eingesetzten Anwendungen abhängt. Trotzdem leideten neun von zehn Unternehmen regelmäßig unter den Auswirkungen von Anwendungsproblemen. Ein Grund dafür sei die hybride IT – also wenn Anwendungen sowohl vor Ort als auch in der Cloud gespeichert sind oder als SaaS (Software-as-a-Service) zur Verfügung stehen. Die Verlagerung von Anwendungen und Diensten in die Cloud bringe zwar Agilität und Kostenvorteile für Unternehmen, allerdings auch ein hohes Maß an Komplexität. Anwendungen und Daten seien heute an verschiedenen Orten gespeichert und Nutzer würden von überall darauf zugreifen – die Optimierung und Bereitstellung von Anwendungen werde dadurch für IT-Teams immer schwieriger. Umfassende Transparenz für gezielte Anwendungskontrolle sei daher für Unternehmen inzwischen ein absolutes Muss.

Vorteile und Komplexitäten der Cloud

Fast alle Befragten (98 Prozent) benutzen in ihrer Arbeit cloudbasierte Geschäftsanwendungen. 72 Prozent gehen davon aus, dass ihre Anzahl in den nächsten zwei Jahren sogar noch zunehmen werde und 65 Prozent meinen, dass die Verlagerung von wichtigen Anwendungen in die Cloud zu einer höheren Produktivität geführt hätte. Weitere Vorteile von cloudbasierten Geschäftsanwendungen seien gesteigerte Flexibilität (48 Prozent), mehr Zusammenarbeit (37 Prozent), Kostenersparnis (36 Prozent) und mehr Agilität (36 Prozent).

Gleichzeitig stünden IT-Teams vor der Herausforderung, die komplexen hybriden IT-Architekturen zu kontrollieren und zu verwalten. 79 Prozent der Befragten glauben, dass das Lösen von Anwendungsproblemen in hybriden IT-Umgebungen schwieriger sei.

Über die Studie

Die Ergebnisse der Studie Riverbed Global Application Performance Survey 2015 basieren auf einer Online-Umfrage durch Wakefield Research unter 900 Geschäftsführern auf Manager-Level und höher in Unternehmen mit mindestens 500 Mio. US-Dollar Umsatz. Hierfür wurden im Oktober 2015 200 Teilnehmer aus den USA und jeweils 100 Teilnehmer aus Brasilien, Großbritannien, Frankreich, Deutschland, China, Australien und Indien befragt.

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