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Testumgebung für die Bereitstellung von Containern OpenShift – Einstieg in die Kubernetes-Sandbox

Autor / Redakteur: Thomas Joos / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Mit Red Hat OpenShift lassen sich Container im Netzwerk und in der Cloud betreiben. Wer sich für die Kubernetes-Distribution von Red Hat interessiert, kann mit der Entwickler-Sandbox einen schnellen Überblick erhalten.

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Mit der OpenShift-Sandbox von Red Hat lassen sich Deployment und Betrieb von Containern spielend einfach ausprobieren.
Mit der OpenShift-Sandbox von Red Hat lassen sich Deployment und Betrieb von Containern spielend einfach ausprobieren.
(Bild: © SQS / tatyanadjemileva - stock.adobe.com)

Red Hat OpenShift ist eine Kubernetes-Distribution für die Bereitstellung von Containern. Um einen Einblick in die Umgebung zu erhalten, ist es nicht notwendig ein komplexes Cluster aufzubauen. Der Quellcode vom OpenShift steht auf GitHub zur Verfügung. Mit der Entwickler-Sandbox über die Red-Hat-Cloud lässt sich ein Überblick zu den Möglichkeiten von OpenShift gewinnen.

Bei der Entwickler-Sandbox handelt es sich um eine Minimal-Umgebung mit OpenShift. Für das Aktivieren der Sandbox reicht es aus, ein kostenloses Konto bei Red Hat anzulegen. Danach steht die Sandbox über die Developers-Seite von Red Hat zur Verfügung.

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Erste Schritte mit OpenShift und der Entwickler-Sandbox

Nach dem Anmelden an der Entwickler-Sandbox mit dem Red-Hat-Benutzerkonto steht das Dashboard zur Verfügung. Im oberen Bereich erfolgt die Umstellung zwischen der Entwickler- und der Administrator-Ansicht.

Bei „Pods“ sind die vorhandenen Pods zu sehen. Hier lassen sich auch sehr leicht eigene Pods über die Schaltfläche „Create Pod“ erstellen. Durch das Anklicken eines Pods lassen sich dessen Einstellungen anzeigen. Auch das Terminal zum Pod ist über die Weboberfläche verfügbar. Unterhalb der Pods befinden sich die Deployments. Auch hier lassen sich mit wenigen Klicks eigene Deployments bereitstellen.

In einer lokal installierten Version von OpenShift sind unter der Administrator-Ansicht bei Home\Overview ausführlichere Informationen zum Cluster zu erkennen. Hier ist es auch möglich eine Aktualisierung einzelner Knoten durchzuführen. Zu den angezeigten Informationen gehört auch die Anzeige der Clusterknoten und der eingesetzten Version.

Über den Menüpunkt „Projects“ sind die angelegten Projekte und Ressourcen zu sehen. Diese lassen sich in der Administrator-Ansicht auch bearbeiten. Interessant sind auch die Menüpunkte „Network“ und „Storage“. Hier können gezielt Einstellungen für die Netzwerkanbindung und das Storage der einzelnen Pods und Container vorgenommen werden. Dazu kommt der Menüpunkt „Monitoring“. Hier lassen sich die Informationen zur Überwachung der Umgebung anzeigen.

OpenShift wird standardmäßig mit Prometheus ausgeliefert. Die Metriken der Umgebung können zur Überwachung daher sehr effektiv mit dieser Zeitreihen-Lösung angezeigt werden. Auch ein Dashboard für die grafische Anzeige der Prometheus-Überwachungsdaten ist verfügbar. Grafana als Dashboard für Prometheus ist ebenfalls Bestandteil von Openshift. Die Funktionen stehen automatisch zur Verfügung, sobald OpenShift installiert ist.

Anwender können leichter Container erstellen

Ein großer Vorteil gegenüber Kubernetes ist, dass in OpenShift auch direkt Container auf Basis eines Dockerfiles, von Git oder aus anderen Quellen gestartet werden können. Dazu steht in der Developer-Ansicht der Menüpunkt „Add“ zur Verfügung. Danach zeigt die OpenShift-Oberfläche die Umgebungen an, auf deren Basis sich neue Container erstellen lassen. Die Anbindung an ein öffentliches oder privates Git erfolgt durch Eingabe der URL. Danach startet OpenShift einen neuen Container auf Basis der Informationen an der Quelle. Für Entwickler und Administratoren ist es in der Weboberfläche von OpenShift daher sehr leicht möglich, neue Container in Sekundenschnelle bereitzustellen, ohne sich tiefgehend mit Kubernetes auseinandersetzen zu müssen.

Beim Erstellen einer neuen Ressource kann über die Weboberfläche auch gleich das dazu passende Deployment erstellt und konfiguriert werden. Die angezeigten Programmiersprachen für die Erstellung von neuen Containern sind bereits automatisch in OpenShift enthalten. Es ist nicht notwendig vorher die jeweiligen Ressourcen einzubinden und zu konfigurieren. Red Hat kümmert sich auch um die Aktualisierung der Ressourcen.

Container auf Basis von Images des Developer Catalogs erstellen

Über den Developer Catalog stehen ebenfalls Ressourcen zur Verfügung, auf deren Basis sich Container erstellen lassen. Die meisten Einstellungen sind bereits vorgegeben, sodass sich Entwickler keine Gedanken darum machen müssen, wie OpenShift den Container in die eigene Umgebung integriert. Mit wenigen Mausklicks können Entwickler dadurch sehr schnell neue Container auf verschiedenen Grundlagen erstellen und in der Infrastruktur nutzen.

Im Administrator-Modus ist es möglich, Einstellungen für die erstellten Ressourcen tiefgehend anzupassen. Erstellt ein Entwickler neue Container, baut OpenShift auch die dazu passenden Pods, die durch Administratoren wiederum leicht zu verwalten sind, in dem sie die Umgebung mit der Administrator-Ansicht öffnen. In der Entwickler-Ansicht sind über „Topology“ die einzelnen Ressourcen zu sehen. Mit einem Klick auf eine Ressource zeigt OpenShift eine Übersicht an und ermöglicht auch die Anpassung der Umgebung.

Nach dem Anklicken einer Ressource steht über den Menüpunkt „Ressources“ mit „View Log“ die Protokolldatei für den Container zur Verfügung, auch in der Entwickler-Ansicht. Sobald ein Container oder eine Anwendung, die Container nutzt, über den Developer Catalog oder auf Basis einer anderen Quelle im Dashboard hinzugefügt wurde, erstellt Openshift die einzelnen Ressourcen. Wenn der Vorgang abgeschlossen ist, kennzeichnet die Umgebung die Container mit einer dunkelblauen Farbe und dem Status „Pending“. Durch einen Klick auf die Ressource ist in den Details der aktuelle Vorgang zu sehen und auch wann dieser abgeschlossen sein wird.

Nach dem Abschluss einer Bereitstellung kann in der Weboberfläche von OpenShift die Anwendung aufgerufen werden. Handelt es sich dabei um eine Webanwendung, ist es im Browser auch möglich diese zu öffnen, um zu überprüfen, ob die Anwendung fehlerfrei funktioniert. Über das Kontextmenü lassen sich die Anwendungen und Ressourcen ebenfalls verwalten und erweitern.

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Über den Autor

 Thomas Joos

Thomas Joos

Freiberuflicher Autor und Journalist