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Netzvirtualisierung für Paketebene und optische Ebene OpenFlow stellt Wellenlängen bereit

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Gemeinsam mit Forschern der Universität Essex hat ADVA Optical Networking Wellenlängen dynamisch per OpenFlow in einem optischen Netz bereitgestellt.

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Als Basis der OpenFlow-Implementierung dienten FSP-3000-Plattform sowie eine auf SDN aufbauende Testumgebung des OFELIA-Projekts.
Als Basis der OpenFlow-Implementierung dienten FSP-3000-Plattform sowie eine auf SDN aufbauende Testumgebung des OFELIA-Projekts.

Eine gemeinsame OpenFlow-Steuerung für Paketebene und optische Netzebene könnte künftig für effizienter laufende Cloud-Dienste und wirtschaftlicher gekoppelte Rechenzentren sorgen. Forscher haben das Verfahren zur mehrschichtigen Netzvirtualisierung jetzt offenbar erfolgreich ausprobiert. Laut ADVA Optical Networking (ADVA) wurden dabei erstmals Wellenlängen dynamisch in einem optischen Netz bereitgestellt.

An der Demonstration beteiligten sich Forscher der Universität Essex. Basis der Implementierung bildete die FSP-3000-Plattform von ADVA. Zudem wurde auf das OFELIA-Projekt (OpenFlow in Europe – Linking Infrastructure and Applications) aufgebaut, das eine auf Software-Defined Networking (SDN) fußende Testumgebung bereitstellt. Mit dieser lassen sich mittels Webdiensten neue Applikationen versuchsweise implementieren.

Professorin Dimitra Simeonidou, Leiterin der High Performance Networks Group an der University of Essex, erläutert: "Wir haben zusammen eine SDN-Testumgebung mit Paket- und Wellenlängenvermittlungstechnik aufgebaut, welche gemeinsam durch OpenFlow gesteuert wird. [...] Unsere Forscher können nun auf Teile der Netzinfrastruktur zugreifen, um ihre eigenen virtuellen, mehrschichtigen Netze zu programmieren. Sie können neben paketvermittelnden Systemen auch auf optische Systeme zugreifen, um Bandbreite, Latenzzeit und Energieverbrauch auf ihre Applikationen abzustimmen."

Im Detail besteht der SDN-Versuchsaufbau an der Universität Essex aus Paketvermittlungsknoten und Applikationsservern, die dynamisch über optische Verbindungen miteinander verschaltet werden können. Externe Anwender können auf die Anlage direkt über GÉANT zugreifen – ein breitbandiges pan-europäisches Weitverkehrsnetz, welches nationale Forschungs- und Bildungsnetze miteinander verbindet.

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