Switching-Plattform soll Entwicklung offener Netzwerke vorantreiben

Open-Compute-Project-Switch für große Cloud-Anbieter

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Andreas Donner

Juniper Networks OCX1100 soll großen Cloud-Anbietern getestete Software und Open-Source-Netzwerkhardware bieten, die leicht aufzusetzen, zu integrieren und zu warten sei.
Juniper Networks OCX1100 soll großen Cloud-Anbietern getestete Software und Open-Source-Netzwerkhardware bieten, die leicht aufzusetzen, zu integrieren und zu warten sei. (Bild: Juniper Networks)

Die Switching-Plattform OCX1100 kombiniert Hardware, die auf dem Open Compute Project (OCP) basiert, mit dem Netzwerkbetriebssystem Junos OS und ist laut Juniper Networks für große Cloud-Anbieter gedacht, die offene, kosteneffiziente und anpassbare Switches in ihren Rechenzentren benötigen.

Mit der Switching-Plattform OCX1100 wendet sich Juniper Networks an große Cloud-Anbieter, etwa Web-2.0- und Webhosting-Unternehmen, die Rechenzentren mit zehn- bis hunderttausend Servern betreiben. Nach Angaben des Herstellers decken die größten Cloud-Operatoren ihren Bedarf mit internen Lösungen oder White-Box-Switches. Allerdings würden diese Optionen für viele Unternehmen eine Herausforderung darstellen, da ihnen die Ressourcen für die Entwicklung, Installation und Wartung eigener Lösungen fehlten. Mit der Kombination von Junos OS und OCP sollen nun Cloud-Anbieter von den Vorteilen eines offenen Netzwerks profitieren können, ohne zugleich auf Support, Wartung und eine komfortable Installation verzichten zu müssen.

OCX1100 läuft Juniper Networks zufolge auf einer optimierten Version von Junos, das auf Linux basiert und die Voraussetzungen für die Verwendung in L3-Netzwerken erfüllt. Zudem biete der OCX1100-Switch offene Software-Schnittstellen und Automationsmöglichkeiten:

  • Durch offene, standardbasierende programmatische Schnittstellen, darunter Python, könnten eigene Scripts und Applikationen mit Junos interagieren.
  • Die Unterstützung nativer Installationen von Werkzeugen in Junos, darunter Puppet und Chef, ermögliche die automatische Programmierung und Versorgung.
  • Es bestehe die Möglichkeit der ephemerischen Tabellenprogrammierung in Echtzeit bis hin zu Junos Software Development Kits (SDK).
  • Das Open Network Install Environment (ONIE) ermögliche die Aufsplittung und Installation von Netzwerkbetriebssystemen von Drittanbietern, sodass Kunden nicht auf einen einzigen Anbieter festgelegt seien.

Beim Hardware-Design arbeitet Juniper Networks nach eigenen Angaben mit Alpha Networks, einem Hersteller von Originalgeräten (ODM), zusammen. Dieses sei beim OCP zur Begutachtung eingereicht worden. Eine Freigabe des Designs werde erwartet, wenn auch der Switch zum Kauf bereitsteht. Dies kündigt Juniper Networks für das 1. Quartal 2015 an.

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