Erfolgsbeschleuniger Hybrid-Cloud-Lösung

Ohne SDN werden Unter­neh­mens­er­folge schwierig

| Autor / Redakteur: Chris Sharp / Andreas Donner

Im Rechenzentrum von Digital Reality ist noch viel Platz für Kundenprojekte in Sachen Hybrid Cloud.
Im Rechenzentrum von Digital Reality ist noch viel Platz für Kundenprojekte in Sachen Hybrid Cloud. (Bild: Digital Reality)

Chris Sharp, CTO von Digital Realty, wirft einen Blick auf Software-Defined Networking (SDN) und wie dieser Ansatz helfen kann, Netzwerke der nächsten Generation aufzubauen und hybride Cloud-Strategien zu verbessern.

Einer der größten Unterschiede zwischen Branchenführern und deren Verfolgern ist die Geschwindigkeit. Ob Innovationsgeschwindigkeit, Anpassungsgeschwindigkeit an neue Technologien oder Geschäftsfaktoren oder einfach nur das schnellste Produkt – niemand gewinnt, wenn er schlechter abschneidet als der Wettbewerber. Dies gilt in zunehmendem Maße für Unternehmens- und Verbraucherdienstleistungen.

Leistung und Sicherheit eines Netzwerkes zu gewährleisten, werden gleichermaßen wichtig. Eine schwache Leistung von Websites und Applikationen ist also äußert schlecht für das Geschäft. CIOs, CTOs und VPs der IT-Abteilung bemühen sich daher ständig, neue Wege zu finden, um die Leistungsfähigkeit ihrer bestehenden IT-Infrastruktur zu erweitern – ohne große Investitionen tätigen zu müssen.

Aus diesem Grund setzen viele Unternehmen auf hybride Cloud-Lösungen, um Skalierung und Agilität zu erreichen und gleichzeitig Sicherheit und Kontrolle zu gewährleisten. Laut einer Studie von Rightscale verfolgen 85 Prozent der Unternehmen eine hybride Cloud-Strategie, bei der 41 Prozent der Arbeitslast in Public Clouds und 38 Prozent in Private Clouds betrieben wird.

Eine erfolgreiche Hybrid-Cloud-Infrastruktur ermöglicht einen bedarfsgerechten Zugriff auf virtuelle Hardware, Software und eine Vielzahl kritischer IT-Services. Denn das erweitert sofort die digitalen Fähigkeiten und gibt Unternehmen die Möglichkeit, Cloud-Umgebungen zu skalieren, auf die neuesten Technologien und Services je nach Bedarf zuzugreifen und die IT-Ressourcen bedarfsgerecht nach oben oder unten anzupassen. Eine solche hybride Infrastruktur kann auch die Markteinführung von Produkten beschleunigen. Denn damit ist es möglich, schnell und einfach Testumgebungen einzurichten, um Prototypen zu erstellen oder neue Produkte innerhalb von Minuten auf den Markt zu bringen.

Alte Netzwerke als Bottleneck

Hybride Infrastrukturmodelle bieten mehr Sicherheit und Flexibilität, erlauben eine bessere Kontrolle und einen einfacheren Zugriff auf zukünftige Technologien! Das ist die gute Nachricht. Leider haben sich herkömmliche Netzwerke jedoch nicht schnell genug entwickelt, um mit dem Tempo der Cloud-Entwicklung Schritt zu halten. Und die hybride Cloud ist nur so schnell wie das Netzwerk zwischen der gehosteten und der Private-Cloud-Umgebung.

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Aus diesem Grund gehen zukunftsorientierte Unternehmen über den Einsatz einer hybriden Cloud-Infrastruktur hinaus und setzen grundlegende Netzwerk-Virtualisierungstechnologien wie Software-Defined Networking (SDN) ein. Damit werden Netzwerkfähigkeiten der nächsten Generation ermöglicht, die mit den großen Veränderungen in puncto Nachfrage und Latenzzeit sowie bei den Endpunkten der Teilnehmer Schritt halten können und in nahezu Echtzeit konfiguriert werden, um die Cloud-Computing-Architektur noch weiter zu verbessern.

Der Slogan für SDN lautet: „Es tut für die Vernetzung das, was die Virtualisierung für das Computerwesen getan hat.“ SDN bedeutet in der Praxis, dass ein Großteil des anspruchsvollen, manuellen und oft fehleranfälligen Prozesses der Erstellung komplexer Netzwerktopologien unter mehreren Teilnehmern automatisiert, virtualisiert und abgeschottet werden kann. Automatisierung ist bereits das Grundprinzip von großen Cloud-Computing-Umgebungen. Und diese Fähigkeit ist für den Betrieb einer flexiblen IT-Umgebung unerlässlich, um der wachsenden Nachfrage nach Netzwerkgeschwindigkeit, höherer Bandbreite und der Bereitstellung neuer Dienste in Echtzeit gerecht zu werden.

Warum die Automatisierung von Rechenzentren der Schlüssel zum Ausbau eines Netzwerkes ist

Die Unternehmensproduktivität, die sich aus der Verwendung von SDN-Technologien ergibt, bricht die bisherigen Netzwerkmodelle auf, die sich auf die „Aushandlung eines Vertrags, den Kauf einer festen Menge an Bandbreite zu einem festen Zielort für mehrere Jahre und das Warten auf deren Installation“ beziehen. Sie hilft dabei, schneller und einfacher ein „Interconnection-Modell“ zu etablieren, das High-Performance Computing unterstützen kann. Wenn traditionelle Rechenzentrumsfunktionen wie Netzwerk, Rechenleistung, Speicherung, die Bereitstellung von Inhalten, Notfallwiederherstellung und mehr auf einen Klick verfügbar sind, ist das Rechenzentrum selbst zum Lösungszentrum geworden.

Mithilfe von SDN können Rechenzentren ihren Kunden und Partnern sofort eine Vielzahl von Dienstleistungen und Vorteilen bieten, einschließlich:

  • Erhöhte Agilität, Flexibilität und Kosteneinsparungen: Durch die Nutzung von SDN können automatisierte Rechenzentren Unternehmen eine breitgefächerte Mischung an Service Providern zur Auswahl anbieten. Wenn sich die Bedürfnisse eines Kunden ändern oder eine Kontrolle zeigt, dass die Leistung beeinträchtigt wurde, wählt der Kunde einfach einen neuen Service innerhalb der SLA-Parameter aus und wechselt zu diesem. Mit diesem dynamischen virtuellen Datacenter-Netzwerk können IT-Teams Serviceunterbrechungen vermeiden, die sich auf das Geschäft auswirken, und regional getrennte Backup- oder Notfalllösungen von ihrem Webbrowser aus einrichten.
  • Die Fähigkeit, automatisch zu skalieren und Anbietersperren auszuschließen: „Cloud Bursting“ ist nützlich für Unternehmen mit großen saisonalen, Batch- oder ereignisgesteuerten Schwankungen in Bezug auf Rechen-, Speicher- und Netzwerkanforderungen. SDN ermöglicht eine Schnittstelle, über die Kunden mit schwankendem Ressourcenbedarf auf einen Marktplatz mit Diensten zugreifen können, die Echtzeit-Leistungsdaten zu diesen Diensten bieten. Mit Hilfe der automatisierten Schnittstelle wählen Kunden einen neuen Service, der ihren spezifischen Leistungs- und Kapazitätsanforderungen entspricht, lassen die Schnittstelle aufbauen, initiieren den Service und richten die Abrechnung innerhalb von Minuten ein. Sie schalten diese Services dann ab, wenn sie sie nicht mehr benötigen, ohne weitere laufende Kosten.
  • Platz- und Stromersparnis: Ein geringerer Bedarf an dedizierter Netzwerkhardware schafft Platz im Rechenzentrum und reduziert die Kosten für spezielle Schulungen, Wartungsverträge und Beratung. Diese Änderung ist ein Segen für jedes Unternehmen, das Funktionalität hinzufügen möchte, ohne spezielle Geräte bereitstellen und dafür spezielle technische Unterstützung suchen und beauftragen zu müssen.

SDN-basierter Service Exchange bietet leistungsstarke Vorteile

Digital Realty Service Exchange, powered by Megaport, setzt auf die Leistung von SDN und erweitert die Leistung jeder hybriden Cloud-Architektur um:

  • Verbesserung des Zugriffs zwischen privaten und öffentlichen Clouds und eine einer hybriden Bereitstellung, wodurch es einfacher wird, Arbeitslasten nach Bedarf zu verschieben.
  • Senkung der Latenzzeit zwischen beiden Umgebungen um bis zu 35 Prozent und Erhöhung des Durchsatzes um das Doppelte der File-Write-Geschwindigkeiten.
  • Verbesserung der Anwendungsleistung um bis zu 55 Prozent.
  • Privater Zugang zu den Top-3-Clouds in acht Märkten und Zugang zu allen Verfügbarkeitszonen auf der ganzen Welt.

Chris Sharp.
Chris Sharp. (Bild: Digital Reality)

Über den Autor

Chris Sharp ist CTO von Digital Realty und verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Technologiebranche, mit einem umfassenden Hintergrund in der Entwicklung von Technologiestrategien in globalen Märkten. Dank seiner fundierten Kenntnisse über Rechenzentren ist er bestens geeignet, um die technischen Innovationen bei Digital Realty auszubauen.

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