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Mittelstandsoffensive von Telefónica O2 bietet Geschäftskunden Kontingente statt Tarife

Redakteur: Sarah Gandorfer

Telefónica startet eine neue Mittelstandsoffensive. Das Ganze läuft nach einem Drei-Jahresplan ab. Im ersten Schritt werden dabei die Geschäftskunden-Tarife abgeschafft und durch eine Kontingent-Lösung ersetzt.

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Telefónica gibt den Händlern ein Beratungs-Tool an die Hand, dass sie direkt vor Ort beim Kunden einsetzen können.
Telefónica gibt den Händlern ein Beratungs-Tool an die Hand, dass sie direkt vor Ort beim Kunden einsetzen können.
(Bild: Telefónica)

O2 Unite nennt sich das jüngste Angebot für B2B-Mobilfunkkunden von Telefónica. Es löst bisherige Tarife durch eine Kontingentlösung ab. Unternehmen zahlen damit nicht mehr bezogen auf den einzelnen Handy-Vertrag, den sie für einen Mitarbeiter abgeschlossen haben, sondern buchen ein Gesamtkontingent für alle Angestellten. Das soll Kosten sparen.

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Dieses Kontingent wird über ein Beratungs-Tool (siehe Screenshots in der Bildergalerie) individuell errechnet. Abgefragt werden die Anzahl der Mitarbeiter, die ein Mobilfunkgerät haben sowie das geschätzte Nutzungsverhalten. Die Summe der dabei gewonnen Gesprächsminuten, SMS und Datenvolumen werden als Pool allen Mitarbeitern zur Verfügung gestellt. Der Unternehmer zahlt hierfür einen mit O2 vereinbarten Gesamtpreis. Das gilt auch für das Roaming bei der Nutzung im Ausland. Wird in einem Monat das Kontingent nicht aufgebraucht, fließt das Plus in den Folgemonat mit ein.

Unter Kontrolle

Das Unternehmen behält dabei die Kontrolle via einem Monitoring-Tool. Hier kann die Firma für einzelne Mitarbeiter spezielle Nutzerprofile einrichten, beispielsweise um deren Datenkontingent zu begrenzen. Außerdem können SIM-Karten je nach Bedarf an- oder abgeschaltet werden, falls beispielsweise ein Mitarbeiter nur temporär im Unternehmen ist. Früher brauchte es hierfür Prepaid-Karten, die nach zwölf Monaten abgelaufen sind. Die SIM-Karten haben weder eine Laufzeit noch eine Grundgebühr.

Das Monitoring-Tool zeigt zugleich den Verbrauchsstand an. Bedarf es mehr Minuten oder Dateneinheiten, können diese mit wenigen Klicks hinzugebucht werden.

Für die Buchung von O2 Unite gilt eine Mindestvertragslaufzeit von zwei Jahren. Nach Vertragsende bleibt Zeit, die Restkontingente noch zwölf Monate lang aufzubrauchen. Um die Größe der monatlichen Kontingente möglichst optimal einzustellen, bietet Telefónica eine dreimonatige Testphase. Falls die erste Einschätzung nicht stimmt, können die Firmen ihre Pools während dieser Zeit anpassen. Die neue Mobilfunkoption O2 Unite gibt es ab Anfang April.

Drei-Jahresplan

Das Kontingentmodell ist Teil eines Drei-Jahresplan mit dem Telefónica Marktanteile beim deutschen Mittelstand gewinnen will.

„Im ersten Schritt launchen wir O2 Unite mit einer auffälligen Kampagne“, erläutert Peter Wienand, Vice President WPM Operations bei Telefónica O2 Germany, die Strategie. „In einem zweiten Schritt wollen wir das Portfolio erweitern beispielsweise um Cloud-Produkte, einem digitalen Arbeitsplatz sowie Hard- und Software-Paketen.“ Als Software-Paket fasst der Provider unter anderem Officer 365 ins Auge. Dieser zweite Akt ist bis zur Jahresmitte geplant. „Wir haben noch weitaus mehr Ideen, doch dazu kann ich noch nichts sagen“, fährt Wienand fort.

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Vertrieben wird das B2B-Produkt sowohl direkt wie auch über Händler. Es findet sich zudem eine abgespeckte Version des Beratungs-Tools online. „Im Internet kann allerdings kein Vertrag abgeschlossen werden. Der Online-Kanal dient nur zur Information des Kunden“, betont Wienand.

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