Suchen

iPhone-Apps sollen auch im Hintergrund laufen – die Netzlast steigt NSN-Labore nehmen das Mutitasking im iOS 4 unter die Lupe

| Redakteur: Ulrike Ostler

Rund 325,6 Millionen Handsets und smarte Handys sind alleine im 2. Quartal dieses Jahres verkauft worden. Das hat Auswirkungen auf die Bandbereite und auf die Signalisierungslast. Das iPhone-Betriebssystem „iOS 4“ wurde von Apple als Mulitasking-fähig angekündigt, was einigen Mobilfunk-Operatoren bereits das Fürchten lehrte. Doch die Smart Labs von NSN geben Entwarnung – vorläufig.

Firmen zum Thema

Das iPhone-Betriebssystem „iOS4“ kann vieles, Multitasking jedoch nicht.
Das iPhone-Betriebssystem „iOS4“ kann vieles, Multitasking jedoch nicht.
( Archiv: Vogel Business Media )

Diese Labore von Nokia Siemens Networks (NSN) arbeiten an zwei Standorten, zum einen in Espoo, Finnland, zum anderen in Dallas, Texas. Sie sind proaktiv tätig, damit alle Teilhaber im Internet-Ökosystem – Anwendungs-Entwickler, Netzwerk-Anbieter und Gerätehersteller – kooperieren und Lösungen entwickeln können, die Ende-zu-Ende funktionieren. Unter anderem sollen sie dazu beitragen, dass sich das Benutzererlebnisses bei smart Devices verbessert.

So gingen auch Untersuchungsergebnisse des iOS 4 an die NSN-Kunden. Nun können auch die IP-Insider-Leser davon profitieren.

Seit dem 21. Juni dieses Jahres ist iOS 4 für iPhones und iPods auf dem Markt. Die iPad-Version soll nun verspätet, statt im September im November, herauskommen.

Welches Apple-Device ist mit iOS 4 kompatibel?

Genauer gesagt, läuft das jüngste Apple-Betriebssystem auf dem iPhone 4, iPhone 3GS und iPhone 3. Allerdings sind nicht alle Features mit jedem Device kompatibel.

  • Das iPhone 4 unterstützt ohne Einschränkung alle iOS-4-Features
  • Auf dem iPhone 3GS und iPod touch G3 aus dem Jahr 2009 läuft iOS 4 fast ebensogut, die Ausnahme bildet die Anwendung „FaceTime“
  • Das iPhone 3G und das iPod touch G2 aus dem Jahr 2008 erlauben kein Multitasking, keine Kundendefinierte Wallpaper und kein Bluetooth-Keyboard
  • Das iPhone 2 G und iPod touch G1 aus dem Jahr 2007 sind nicht kompatibel zu dem iOS 4, das heißt: Ein Update mit diesem Betriebssystem ist unmöglich.

Generell verspricht ein Update auf das iOS 4, dass Third-Party-Apps, also Anwendungen von Seiten Dritter, auf den Smartphones laufen können ohne die Performance der Vordergrund-Anwendung zu verringern und ohne die Battery zusätzlich zu belasten. Dabei sollen die Anwender ebenso problemlos im Parallelbetrieb zwischen den Apps wechseln können.

Sieben Multitasking-Services lassen sich unterscheiden:

  • Background-Audio; der Anwender kann weiterhin die Standard-Pop-over-Controls, die aktivierbaren Icons, nutzen.
  • Voice over IP, ankommende Telefonate können angenommen werden
  • Lokalisierungsdienset mit Hilfe von GPS
  • bei der Nutzung von sozialen Netzen, bekommt der Anwender Hinweise auf die zugelassenen Aktivitäten in dem persönlichen Umfeld
  • Aktualisierung eines Dienste durch Push-Nachrichten
  • etwa bei ortsabhängigen Diensten, oder wenn ein Prozessfortschritt angezeigt werden soll, zum Beispiel beim Download
  • dann gibt es noch das so genannte „Fast App Switching“. Das schickt Anwendungen sofort schlafen, wenn sie beendet wird.

weiter mit: Multitasking - ein Grund zum Fürchten?

(ID:2046361)