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Aktienkurs mau, Stimmung gut, Restrukturierung geplant

Nortel-Geschäftsführer te Niet: „Wir machen Software- und Services“

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Die Transformation von Nortel erfordert eine neue Mitarbeiter-Struktur. Wann ist mit großen Entlassungen zu rechnen?

te Niet: Der Umbau vollzieht sich zwar schon seit zwei Jahren, doch tatsächlich müssen wir noch Restrukturierungen vornehmen. Zum Beispiel konsolidieren wir die Rechenzentren – von elf auf zwei – und verkaufen das MAN-Segment. Ob allerdings Entlassungen notwendig sind, ist noch unklar. Derzeit setzen wir auf die natürliche Fluktuation.

Wie viele Mitarbeiter wollen sie am Ende der Metamophose haben? (Anm. d. Red.: Derzeit beschäftigt das Unternehmen 32.550 Personen.)

te Niet: So konkret ist das noch nicht. Die Zahlen werden erst im Verlauf des nächsten Jahres kommuniziert werden.

Als Hersteller hat Nortel tiefe Einblicke in Netzwerk- und Telefonietechnik und damit will das Unternehmen Geld verdienen. Wie kann eine Software- und Service-Company diesen Wissensvorsprung halten?

te Niet: Auf keinen Fall wird die Forschung und Entwicklung zurückgefahren. Der MEN-Verkauf soll Bargeld in die Kassen spülen, um neue Akquisitionen tätigen zu können und um den R&D-Bereich zur stärken.

Wie weit wir vorne liegen, zeigt auch der weltweit erste LTE-Feldversuch. Hierbei handelt es sich nicht um einen Labortest, sondern um eine T-Mobile-Installation in Deutschland, in Bonn, unter realen Bedingungen. Dabei wurden Daten in und aus einem Fahrzeug heraus übertragen, welches sich zwischen der linksrheinischen Zentrale der Deutschen Telekom AG und der rechtsrheinischen Zentrale von T-Mobile in Bonn bewegte.

Außerdem benötigen UC-Anwendungen UC-ready-Netze. Wir kümmern uns darum, etwa mit Netzwerkanalysen und um die Technik, die Hardware-Integration wahr werden lässt.

Noch einmal: Wir konzentrieren uns auf die Geschäftsfelder, die ein großes Wachstum versprechen: 1. UC-Software und Services, 2. Der Breitband Access-Markt. Dazu gehören LTE und Fibre to the Home (FTTH). Wissen Sie, dass heute weniger als 1 Prozent aller Anschlüsse auf Glasfaser basieren?

Im August hat LG-Nortel, das Joint Venture von LG Electronics und Nortel, Novera Optics gekauft. Das Unternehmen entwickelt Glasfaser-Zugangslösungen die Carrier-Ethernet-Services vom optischen Backbone ins Haus liefern können. Die Patente gestatten es uns, Chipsätze zu bauen, die es über Farben ermöglichen, aus shared Leitungen dedizierte Kanäle zu machen. Diese Chipsätze werden wir auch anderen Herstellern anbieten.

weiter mit: LTE und FTTH sind vielversprechende, aber auch riskante Märkte.

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