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Nortel-Geschäftsführer te Niet: „Wir machen Software- und Services“

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US-Medien-Berichten zufolge wollen Sie die Sparte Metro Ethernet Networks (MEN) verkaufen?

te Niet: Das ist kein Gerücht. Das stimmt! Nortel ist der Weltmarktführer im MEN-Bereich. Wir bieten jetzt schon 40 Gigabit-Lösungen und die Technik für 100 Gigabit pro Sekunde funktioniert zumindest im Labor. Der Verkauf ist wohl das, was man das Portfolio-Management, den Verkauf von profitablen Unternehmensbereichen oder „das Versilbern von Assets“ nennt.

Das Geld wird unter anderem benötigt, um das Enterprise-Geschäft auszubauen. Bislang beträgt der Anteil dieses Bereichs am Gesamtumsatz etwa 25 bis 30 Prozent. Dieser Anteil soll sich deutlich erhöhen.

Um das organische oder auch anorganische Unternehmenswachstum voranzutreiben, bedarf es jedoch Investitionen. Für die Finanzierung von Zukäufen, gibt es klassischer Weise zwei Möglichkeiten: Stock oder Cash. Und Cash bekommen wir über den Verkauf von MEN.

Der Zeitpunkt ist trotz der Finanzmarktkrise in den USA genau richtig. Wir erwarten, dass sich der MEN-Markt in nächster Zeit stark konsolidieren wird. Unser aktives Angebot kommt somit zur rechten Zeit und dürfte aufgrund der weit entwickelten Technik für die Richtigen recht interessant sein.

Bisher betiteln die Medien Nortel als „Netzwerkausrüster“. Welche kurze Beschreibung passt in der Zukunft?

te Niet: Software- und Service-Firma Nortel.

Wir haben über 100 Jahre Erfahrung in der Telefonie. Das bleibt und ist nicht weg. Doch früher haben wir zur PBX auch Eisen geliefert. Außerdem war die Welt damals klar aufgeteilt: hier Freund, dort Feind. Heute ist die Welt wechselhafter. Die Anwender können die Technik verschiedener Anbieter kombinieren. Doch das nötige tiefe Verständnis, das es ermöglicht, dass Applikationen das Netz verstehen und umgekehrt, haben nur wenige.

In Service und Anwendungen, und im Übrigen auch in die wichtiger werdende Middleware, werden in den kommenden Jahren Milliarden investiert. Das gilt bereits für die Fixed-Mobile-Konvergenz.

Die Akquisition unseres bisherigen OEM-Partners Pingtel soll das exemplarisch verdeutlichen. Mit dem Zukauf bringen wir eine Lösung auf den Markt, die insbesondere für kleine Unternehmen und Mittelständler interessant ist, denn die UC-Lösungen setzen auf einer Standard-Plattform auf.

weiter mit: Wann ist mit großen Entlassungen zu rechnen?

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