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Nortel-Geschäftsführer te Niet: „Wir machen Software- und Services“

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Cisco kauft derzeit eine Menge Collaboration-Know-how zusammen. Damit macht sich Ihr Konkurrent weitgehend unabhängig von Microsoft und IBM.

te Niet: Collaboration, etwa Präsenzinformationen, von Nortel gibt es schon lange. Zum Beispiel nutzen wir die Tools im hauseigenen Netz.

Aber die Welt ist heterogen. Heute können Unternehmen alles von Nortel haben, inklusive Carrier Softwitch und Application Engine, brauchen aber nicht. Zum Beispiel kann man unsere Produkte wunderbar mit Telepräsenz- und Video-Lösungen von Polycom oder Tandberg kombinieren.

Bisher bestimmte allein die PBX über die Kommunikationsfunktionen und den Anbieter. Doch heute ist eins klar. Die IT-Welt befindet sich bereits im Hause der Anwenderunternehmen. IBM und Microsoft beherrschen den Desktop, ihre Produkte dürften auf mehr als 90 Prozent aller Arbeitsplatzrechner installiert sein. Telekommunikation kommt dazu. Und wir haben über unsere starken Partner bereits einen Fuß in der Tür. Und unser Geschäft wird auf Desktop-Services beziehungsweise -Anwendungen hinauslaufen.

Doch Ihre Umsatzzahlen bestätigen diese Strategie nicht.

te Niet: Tatsächlich haben wir in der vergangenen Woche eine Umsatzwarnung herausgegeben. Das konnte niemanden überraschen, der weiß, wie das geschäftliche Umfeld in den USA aussieht. Denn wir generieren die Hälfte unseres Umsatzes im US-Markt. Zudem arbeitet der Wechselkurs zu unseren Ungunsten.

Sie verkaufen in Dollar oder Euro?

te Niet: Sowohl als auch.

Aber in Europa, im Nahen Osten, Afrika (EMEA) und Asien sieht das Geschäft besser als in den USA aus, wenngleich die Unternehmen auch in diesen Regionen vorsichtiger investieren. Doch im Vergleich zu unseren Wettbewerbern sieht es hier noch ganz gut aus. Auch wenn die Umsätze eingebrochen sind, verzeichnen wir noch Steigerungen in der operativen Marge.

Genauere Zahlen kann ich noch nicht bekannt geben, da wir noch keinen Forecast für das Enterprise-Geschäft abgegeben haben. Im vergangenen Jahr allerdings lag das Wachstum bei 20 Prozent in Europa und bei über 20 Prozent in Deutschland.

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