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Lizenzfreie Spektren und private 4G-Netze für Unternehmen Nokias Funk für digitale Transformation

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Mit einem erweiterten Portfolio für Zugangsnetze und Netz-Core will Nokia die digitale Transformation von Branchen und Unternehmen voranbringen. Dabei setzt der Anbieter auf lizenzfreie Spektren, virtualisiertes Multi-Access Edge Computing (MEC) sowie private LTE-Netze.

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Per WLAN addressiert Nokia weniger kritische Büroanwendungen, will aber dennoch höchsten Anforderungen genügen („carrier-grade“).
Per WLAN addressiert Nokia weniger kritische Büroanwendungen, will aber dennoch höchsten Anforderungen genügen („carrier-grade“).
(Bild: Nokia)

Breitbandtechnologien, hohe Zuverlässigkeit und umfassende Abdeckung will Nokia mit verschiedenen, jetzt präsentierten Lösungen sicherstellen. Als Kunden hat der Netzwerkausrüster dabei Fabriken, Häfen und Bergbaubetriebe im Auge, die tausende von Geräten vernetzen – für Anwendungsszenarien von Asset Tracking über automatisierte Workflows bis hin zu komplexen Analysen. Konkret sollen hierbei folgende Angebote helfen:

CBRS, 256-QAM und Carrier Aggregation

Mit neuen Funktionen für die Flexi Zone Small Cells unterstützt Nokia künftig neben 3G-Frequenzen auch das – für die Vereinigten Staaten interessante und von der US Federal Communications Commission (FCC) regulierte – Band des „Citizen Band Radio Service“ (CBRS) um 3,5 GHz. Eine Uplink Carrier Aggregation soll überdies Uploadraten auf 102 Mbit/s verdoppeln, 256 Quadrature Amplitude Modulation (256-QAM) die Downloadspitzen um über 30 Prozent steigern. Im unlizenzierten Spektrum (LTE-U) verdoppelt Nokia schließlich die mögliche Bandbreite auf 40 MHz.

Virtualisiertes MEC auf Standardhardware

Nokia kündigt zudem eine virtualisierte Multi-Access Edge Computing-Lösung (MEC) an. Mit der sollen Unternehmen MEC über handelsübliche (COTS; Commercial Off-The-Shelf) IT-Server bereitstellen, was die Integration in die vorhandene IT-Infrastruktur erheblich vereinfache. MEC verarbeitet Daten näher an dem Ort, an dem sie erzeugt werden. Das garantiere geringe Latenzen und senke die Kosten für den Datentransport.

Über eine lokale Breakout-Funktion im virtualisierten MEC sollen Netzbetreiber über ihr 4G-Netz private LTE-Netze für Unternehmenskunden zur Verfügung stellen. Alternativ könnten Unternehmen dank einer Reihe virtualisierter Core-Lösungen von Nokia flexibel entscheiden, wie sie ihre eigenen Netze verwalten.

Kompakter AirScale Access Point

Per Wi-Fi will Nokia derweil nicht-kritische Büroanwendungen unterstützen. Ein neuer, kompakter und kostengünstiger AirScale Wi-Fi Access Point für den Außeneinsatz (AirScale Wi-Fi AC220) biete dabei mehr Flexibilität bei der WLAN-Leistung und Abdeckung.

Hybrid Access-Gateway

Den Multi-Access Cloud Packet Core ergänzt Nokia um die Funktion eines Hybrid Access-Gateways und denkt dabei insbesondere an Unternehmen mit weiter entfernten Standorten. Industriebetriebe, die private Funknetze betreiben, könnten so mehrere Zugangstechnologien nahtlos implementieren – beispielsweise Funknetze im lizenzierten und unlizenzierten Frequenzspektrum, Kabel und Satellit. Das steigere Kapazität und Stabilität der Verbindungen.

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