Slicing, SDN, automatisierte Orchestrierung

Nokia zeigt 5G-Blaupause

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Peter Schmitz

Nokias Ansatz soll bis zu 30 Prozent effizienter als bisherige Techniken arbeiten und damit auch unter hoher Netzwerklast hervorragende Nutzererlebnisse sicherstellen.
Nokias Ansatz soll bis zu 30 Prozent effizienter als bisherige Techniken arbeiten und damit auch unter hoher Netzwerklast hervorragende Nutzererlebnisse sicherstellen. (Bild: Nokia)

Eine jetzt von Nokia Networks präsentierte, programmierbare 5G-Multi-Service-Architektur beschreibt einen Mobilfunkansatz, der deutlich flexibler und effizienter als bisherige Standards arbeiten soll.

Wenngleich der Standardisierungsprozess für 5G noch am Anfang steht, ringen die Netzwerkausrüster bereits jetzt um die besten, technischen Ansätze. In diesen Kanon stimmt nun auch Nokia Networks (Nokia) mit einer programmierbaren 5G-Multi-Service-Architektur ein. Die aktuell laufende Übernahme von Alcatel-Lucent dürfte dem Anbieter derweil noch Zugriff auf ähnliche Entwicklungsarbeiten des bisherigen Wettbewerbers verschaffen.

Wie Alcatel-Lucent auch, will Nokia eine flexible Lösung anbieten, die verschiedenen Einsatzszenarien gerecht wird. Nokia verspricht dabei einen ganzheitliche Ansatz, der sich nicht nur auf die Funkübertragung beschränkt. In der als „system of systems“ beschriebenen „Nokia programmable 5G multi-service architecture“ sollen nahezu alle Netzwerkfunktionen in Software abgebildet und automatisiert orchestriert werden.

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Geteilte Architektur

Mit dem Kernkonzept des „network slicing“ skizziert Nokia ein Software-definiertes Transportnetz, das sich automatisch an wechselnde Serviceanforderungen anpasst. Die als „Slices“ bezeichneten Subnetze könnten beispielsweise Anwendungen für Smart Grids, Connected Cars oder HD-Videoübertragungen zugeteilt werden.

Als Basis sollen dabei selbstorganisierende Transportnetze dienen, die mit einer SDN-Fabric-Control (SDN = Software-Defined Networking) kombiniert würden. Die Netzwerkelemente können über eine einheitliche Rest API miteinander kommunizieren.

Ressourcensparende Funktionen

Über ein „Dynamic Experience Management (DEM)“ passe die Architektur die „Quality of Experience (QoE)“ für jede Session an. Laut Nokia drücke DEM den Ressourcenbedarf um 30 Prozent und garantiere damit auch unter hoher Netzwerklast hervorragende Nutzererlebnisse.

Mit „Service-determined connectivity“ und „Fast traffic forwarding“ beinhalte die Architektur zudem Funktionen für frei wählbare Verbindungspfade sowie eine verteilte Telko-Cloud-Struktur – die mit der Nokia AirFrame Data Center Solution ermöglicht werde. „Mobility on demand“ soll schließlich dazu beitragen, Netzwerkressourcen effizienter zu nutzen, denn laut Nokia seien nur 30 Prozent der Netznutzer tatsächlich mobil und benötigten entsprechende Features.

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