Die Transformation zum Service-Provider führt über all-IP-Netze

Nokia Siemens Networks stellt ein Benchmarking-Tool für Provider vor

23.11.2010 | Redakteur: Ulrike Ostler

Die Transformation zu einem Service-Provider und die Migration zu All-IP-Netzen hat viele Aspekte. Bild: NSN
Die Transformation zu einem Service-Provider und die Migration zu All-IP-Netzen hat viele Aspekte. Bild: NSN

Warum wechseln Kunden den Anbieter?

Die steigenden Erwartungen an die Netze spiegeln sich auch in den Gründen wider, die die Anwender den Provider wechseln lassen. In Deutschland kündigen 44 Prozent der Anwender ihrem Anbieter, weil sie mit der Qualität der Services oder der Netze unzufrieden sind und nicht, weil sie weniger ausgeben wollen. So zeigt eine NSN-Studie, dass der durchschnittliche Erlös pro Kunde (ARPU) in diesem Jahr im Vergleich zum Vorjahr gestiegen ist.

Zahlen des Branchenverbands Bitkom belegen, dass 2010 in Deutschland rund 755 Millionen Apps auf Handys beziehungsweise Smartphones geladen wurden. Der Umsatz stieg im Vergleich zu 2009 um 81 Prozent auf 343 Millionen Euro. Weltweit beläuft sich der Absatz auf rund 1,7 Milliarden Euro.

Laut Juniper Research nutzen rund 150 Millionen Smartphone-Anwender Facebook auf diesem Device. Insgesamt habe sich der Wert der Handset-Downloads im Jahr 2009 auf 2,6 Milliarden Dollar belaufen; im Jahr 2015 soll dieser auf 25 Milliarden ansteigen.

Unglaublich? Der Ansturm trifft Provider unvorbereitet

Zugleich steigt der Bedarf an Netzkapazität. Wenn ein Haushalt mit einer 2-Megabit-Leitung jetzt noch um die 20 Megabyte pro Monat beansprucht, sind es bald 20 Megabit pro Sekunde und 500 Gigabyte pro Monat. Das schaffen die bisherigen Infrastrukturen nicht.

„Es gibt da eine generell gültige Beobachtung“, führt Henricsson aus. „Insbesondere gilt das auch für mobiles Breitband, wie die UMTS-Gewinner erfahren durften. Um eine Marktdurchdringung von 20 Prozent zu erreichen, sind ernorme Anstrengungen notwendig. Doch danach geht alles ganz schnell. Und jetzt sind die Provider und ihre Infrastrukturen nicht darauf vorbereitet, obwohl Datenkommunikation schon so lange diskutiert wird.“

Ein Effekt sind neue Wettbewerber für die traditionellen Kommunikations-Provider. Beispielsweise hat Google am 1 Oktober 2010 bereits die 24ste Firmenübernahme für das laufende Jahr bekannt gegeben. Damit überstieg die Zahl der Firmenakquisitionen bereits zu diesem Zeitpunkt die des gesamten Vorjahrs um das Vierfache.

weiter mit: Google macht alle platt?

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