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Service-Broker bekommt Kapital für IP-Netz-Dienste und konvergente Abrechnung Nokia Siemens Networks investiert 4,86 Millionen Euro in Opencloud

| Redakteur: Ulrike Ostler

Der britische Telekommunikations-Service-Broker Opencloud bekommt insgesamt 6 Millionen Euro Kapital, um seine Software für Next Generation Intelligent Networks, beziehungsweise die Umstellung auf paketvermittelnde IP-Netze, und konvergenten Abrechnung ausbauen zu können. Rund 4,8 Millionen Euro kommen von Nokia Siemens Networks und der Rest von den bisherigen Investoren Advent Venture Partners and No 8 Ventures.

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Nokia Siemens Networks (NSN) kauft sich für rund 4,6 Milionen Euro in Opencloud ein.
Nokia Siemens Networks (NSN) kauft sich für rund 4,6 Milionen Euro in Opencloud ein.
( Archiv: Vogel Business Media )

Opencloud bietet mit „Rhino“ einen Echtzeit-Applikations-Server. Dieser bietet eine Plattform für die agile Entwicklung und Verteilung von Services für die persönliche Kommunikation sowie ein passendes Management. Dabei lassen sich marktübliche Software und Hardware verwenden.

Außerdem können Dienste über unterschiedliche Netze hinweg schnell eingeführt werden. Somit unterstützet Opencloud die Konvergenz in TDM- und IP-basierten Provider-Netzen.

Nokia Siemens Networks (NSN) und Opencloud arbeiten seit zwei Jahren zusammen. Die Partner können auf 13 gemeinsame Kunden verweisen. Der jüngste davon ist Vodafone in Portugal. Opencloud kann insgesamt 30 Kunden benennen, darunter BT und T-Mobile.

OEM-Abkommen

Die Investition soll die Verbindung zwischen den beiden Unternehmen stärken, heißt es vom Investor NSN. „So können wir das Marktpotential besser adressieren, das im Service-Layer, den Next Generation Intelligent Networks, der Umstellung auf paketvermittelnde IP-Netze und der Lösungen zur konvergenten Abrechnung (Converged Charging) liegt.

Außerdem haben die Unternehmen eine OEM-Vertrag abgeschlossen (OEM = Original Equipment Manufacturer). Die Opencloud-Software, eine konvergente Bezahl- und Abrechnungssoftware für Pre- und Postpaid-Kunden, soll in die NSN-Abrechnung „charge@once“ integriert werden.

Die Partner sehen folgende Vorteile im gemeinsamen Angebot:

  • Die Einführung neuer Dienste im Netz geht schneller, ist kostengünstiger und schlägt die Brücke zwischen traditionellen und IP-Netzen.
  • Telekommunikationsanbieter können ihre Angebote an die gesamte Kundenbasis ausweiten, egal ob an Post-paid oder Pre-paid-Kunden oder ob der Dienst auf einem bestimmten Applikations Server liegt; so lassen sich zum Beispiel virtuelle Netze (VPNs) für Pre-paid Kunden einführen und das Umsatzpotential der Anbieter kann steigen.
  • Die Umstellung auf IP-Netze wird beschleunigt.

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