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Schnelles Netz für Videoübertragungen und Clouddienste NL-ix bietet 100GE-Ports an

Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Der Neutral Internet Exchange (NL-ix) bietet 100GE-Ports für europäische Wide Area Networks an. Der Anbieter wirbt mit vereinfachtem Management und geringeren Kosten pro Mbit/s.

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Mit den Ports könne das Peering eine kostengünstigere Alternative zum Transit darstellen, meint der NL-ix.
Mit den Ports könne das Peering eine kostengünstigere Alternative zum Transit darstellen, meint der NL-ix.
(Bild: NL-ix)

Kürzlich meldete das KIT, mit Hilfe des DFN-Vereins eine 100G-Verbindung zwischen Karlsruhe und Amsterdam hergestellt zu haben. Nun sind derlei Datenraten offenbar auch für Verbindungen außerhalb des Forschungsbetriebs verfügbar: Der NL-ix bietet ab sofort Ports mit einer Bandbreite von 100 Gbit/s an.

Das "Wide Area Network Setting" deckt die Standorte Amsterdam, Rotterdam, Frankfurt, Düsseldorf, London, Paris, Brüssel, Antwerpen und Luxemburg ab. Die ersten zwei 100GE-Ports sind bereits in Betrieb, weitere werden folgen – glaubt NL-ix-CEO Jan Hoogenboom und verweist auf vereinfachtes Management sowie vergleichsweise geringe Kosten pro gebuchter Bandbreite. Mit den Ports könne das Peering eine kostengünstigere Alternative zum Transit darstellten, heißt es. Zudem sei der Markt wegen wachsender Anforderungen durch Datenverkehr, Videoübertragungen und Clouddienste jetzt bereit für die Technik.

Pro Peering Port mit 100 Gbit/s verlangt der NL-ix 5.000 Euro Einrichtungskosten sowie einen monatlichen Obolus in gleicher Höhe. Dabei setzt der Anbieter eine Laufzeit von einem Jahr an.

Laut eigener Darstellung betreibt der NL-ix mit über 380 Mitgliedern den größten Wide Area Distributed Internet Exchange. Das IPv4 und IPv6-taugliche Netzwerk verbindet über 60 Rechenzentren. Zielgruppe sind unter anderem Access Provider, Content Delivery Networks, Streaming Media Provider, IP-Carrier und große Internetfirmen.

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