Zwanzigfache Performance der Standard-Open-vSwitch-Software

NFV-optimierter Accelerated vSwitch mit hohen Performance-Werten

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Andreas Donner

Der Accelerated vSwitch ist eine Komponente im Wind River Carrier Grade Communications Server.
Der Accelerated vSwitch ist eine Komponente im Wind River Carrier Grade Communications Server. (Bild: Wind River)

Laut Anbieter Wind River kann der Accelerated vSwitch in einer praktischen Anwendung mit bidirektionalem Datenverkehr mit nur zwei Prozessor-Cores auf einer Industriestandard-Server-Plattform zwölf Mio. Datenpakete pro Sekunde an Gast-VMs (Virtual Machines) liefern.

Wind River zufolge kann der Accelerated Virtual Switch (vSwitch), integriert in dem für NFV (Network Functions Virtualization) entwickelten Wind River Carrier Grade Communications Server, mit nur zwei Prozessor-Cores auf einer Dual-Socket-Intel-Xeon-Prozessor-Plattform mit 2,9 GHz zwölf Mio. Datenpakete (64-Byte-Pakete) pro Sekunde „schalten“. Diese zwanzigfache Performance der Standard-Open-vSwitch-Software (OVS) typischer Enterprise-Rechenzentren sei mit bis zu 33 Prozent weniger CPU-Ressourcen als bei anderen kommerziellen Lösungen und ohne spezielle Hardware-Beschleunigung erreichbar.

Die Messung basiert auf bidirektionalem Netzwerkdatenverkehr, der von der Network Interface Card (NIC) zum vSwitch und durch eine VM zurück durch den vSwitch zur NIC läuft. Dies repräsentiere eine Real-World-NFV-Konfiguration statt einer vereinfachten Konfiguration, bei der Datenverkehr lediglich von der NIC zum vSwitch und zurück zur NIC läuft (die VM wird dabei umgangen und somit keine nützliche Arbeit verrichtet). Die Performance des vSwitch sei deterministisch und entsprechend der Zahl der erforderlichen Prozessoren skalierbar. Die Skalierbarkeit für NFV-Implementierungen mit laufend sich ändernden Bandbreitenanforderungen sei somit gewährleistet.

Der Wind River Accelerated vSwitch ermögliche die schnelle Implementierung virtualisierter Applikationen, indem er eine Reihe von Gast-Betriebssystemen unterstütze, die in den VMs laufen. Bei diesen Gast-Betriebssystemen könne es sich um Enterprise-Class-Linux-Distributionen, kundenspezifische „Roll-your-Own“-Linux-Implementierungen, Windows und Wind River Linux handeln. Der Accelerated vSwitch unterstützt Wind River zufolge Standard- und unmodifizierte Gast-Applikationen sowie den kernelbasierenden Virtual-Machine-Hypervisor (KVM) nach Industriestandard. Virtuelle Applikationen auf der Basis des Intel Data Plane Development Kits (Intel DPDK) könnten dank des Wind-River-Advanced-Virtual-Port-Poll-Mode-Virtual-NIC-Treibers unmodifiziert laufen.

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 42686761 / Virtualisierung)