Veraltete Infrastrukturen hemmen Cloud- und Digitalstrategien

Next-Generation-Netzwerke lösen Legacy-Netzwerke ab

| Autor / Redakteur: Michael Rudrich / Andreas Donner

Legacy-Netzwerken haben ausgedient. SD-WAN-Technologie ist entscheidend für erfolgreiche Cloud-Initiativen und die Digitale Transformation von Unternehmen.
Legacy-Netzwerken haben ausgedient. SD-WAN-Technologie ist entscheidend für erfolgreiche Cloud-Initiativen und die Digitale Transformation von Unternehmen. (Bild: © momius - stock.adobe.com)

Legacy-Netzwerke funktionieren in keinem Unternehmen mehr. Erst moderne SD-WAN-Technologie kann Anwendungen, Daten und Services aus jeder öffentlichen, privaten oder hybriden Cloud über alle Netzwerke an alle Endpunkte bereitstellen.

Laut der Riverbed Future of Networking Global Survey 2017 bremsen die in den meisten Unternehmen noch vorhandenen, veralteten Infrastrukturen die Cloud- und Digitalstrategien aus. Fast alle Befragten (97 Prozent) sind der Meinung, dass Legacy-Netzwerke mit den sich ändernden Anforderungen der Cloud und der Hybridnetze nur schwer Schritt halten können. Darüber hinaus gaben 91 Prozent der Befragten an, dass die Cloud-Strategie ihres Unternehmens erst nach der Implementierung eines Next-Generation-Netzwerks ihr volles Potenzial entfalten wird und erst dann den Bedürfnissen ihres Unternehmens sowie der Anwender entspricht.

Es herrscht allgemeiner Konsens darüber, wie wichtig der Wechsel hin zu einem Netzwerk der nächsten Generation ist. Deshalb überrascht es umso mehr, dass die Riverbed-Umfrage zugleich eine Lücke bei der Umstellung auf zukunftssicheren Technologien wie SD-WAN (Software-Defined Wide Area Networking) zeigt, die diesen Migrationsprozess beschleunigen könnte. Doch es ist ein Wendepunkt in Sicht. Denn von den befragten IT-Entscheidern planen 93 Prozent innerhalb der nächsten vier Jahre auf SD-WAN umzusteigen. Aktuell sind es nur 4 Prozent.

Umgang mit Performance Schwächen

Die Umfrage und ihre Ergebnisse zeigen unter welchem Druck IT-Entscheider stehen. Sie müssen Cloud-Strategien umsetzen, digitale Transformation vorantreiben und mit der rasanten Entwicklung Schritt halten, die die wettbewerbsintensiven Märkte von heute prägt. Derzeit erleben Unternehmen eklatante Performance-Lücken: 58 Prozent der Befragten berichten, dass ihre Legacy-Infrastruktur Probleme mit Cloud-basierten Netzwerken verursachen und 93 Prozent sagen, dass sich dies mindestens einmal im Monat negativ auf ihren Geschäftsbetrieb auswirkt.

Deutlich wird eine Lücke zwischen dem Verständnis für die Probleme von Legacy-Netzwerken und dem tatsächlichen Einsatz von Lösungen, die Abhilfe schaffen können. Dieses Muster zeigt sich in Branchen wie der Finanzindustrie, der Fertigung, dem Einzelhandel, bei Energie- und Versorgungsunternehmen, Kommunikation und Medien sowie bei IT-Dienstleistern. Bleiben die Unternehmen untätig, können die Folgen gravierend sein. Im schlimmsten Fall gefährden sie mit veralteten Netzwerken ihre Wettbewerbsposition im Markt.

Was würden Verantwortliche für ein zuverlässiges Netzwerk geben?

Legacy-Netzwerke unterstützen Anwendungen und Workloads in der Cloud nur unzureichend oder bieten keine durchgängige Transparenz deren Performance. Diese Situation bedroht den Erfolg von Cloud-Projekte und frustriert die Mitarbeiter der IT-Abteilung, da sie fast täglich Zeit verschwenden, damit das Netzwerk die für den Geschäftsbetrieb nötige Performance bietet.

Entscheidungsträger wären bereit, erhebliche Opfer zu bringen, damit ihre Teams die Netzwerk-Performance schneller auf das nötige Niveau bringen könnten. Ergebnis der Riverbed-Umfrage: 54 Prozent würden einen längeren Weg zur Arbeit in Kauf nehmen, 53 Prozent kürzere Mittagspausen akzeptieren, 51 Prozent ihre gesamte E-Mail-Korrespondenz handschriftlich verfassen und 42 Prozent tatsächlich aufhören, Kaffee zu trinken.

Ein zunehmend wichtiges Thema

Vereinfacht ausgedrückt: Legacy-Netzwerke funktionieren in keinem Unternehmen mehr. Erst moderne SD-WAN-Technologie kann Anwendungen, Daten und Services aus jeder öffentlichen, privaten oder hybriden Cloud über alle Netzwerke an alle Endpunkte bereitstellen. Dabei sollten Unternehmen darauf achten, dass die gewählte Lösung es erlaubt, Deployments zu planen, zu ändern und gleichzeitig Services schnell und einfach zu orchestrieren.

Zentralisiertes Management mit einfach zu bedienenden, menügesteuerten Workflows macht langwierige, fehleranfällige CLI-Konfigurationen unnötig. Zugleich können Unternehmen mit Hilfe intuitiver, Cloud-basierter SD-WAN-Workflows die Netzwerk-Endpoints unmittelbar und ohne zusätzlichen Aufwand erweitern. SD-WAN beseitigt aber noch weitere Netzwerkprobleme: Systeme in entfernten Geschäftsniederlassungen können automatisiert eingerichtet und mit nur wenigen Clicks erweitert werden. Zudem erlaubt dies auch die Orchestrierung bis in Cloud-Umgebungen hinein. Mit derartigen Möglichkeiten sind die bei geschäftlicher Expansion bisher typischen Probleme kein Thema mehr.

Darüber hinaus sollte eine SD-WAN-Managementkonsole einen vollständigen Überblick über das Netzwerk bieten. Das gilt vom hybriden WAN in Zweigstellen, über Cloud-Infrastrukturen bis hin zum Endanwender mit mobilen und drahtgebundenen LAN-Netzwerken in den Niederlassungen. So können Unternehmen besonders belastete Punkte identifizieren und den Netzwerkverkehr konstant halten.

Michael Rudrich.
Michael Rudrich. (Bild: Riverbed)

Fazit

Den Abschied von Legacy-Netzwerken haben Unternehmen schon länger geplant. Aber das Feedback von IT Entscheidungsträgern weltweit zeigt, dass das Thema erst zur Unternehmensspitze durchdringen muss. Schließlich ist SD-WAN-Technologie entscheidend, wenn moderne Unternehmen ihre Cloud-Initiativen und die Digitale Transformation erfolgreich gestalten möchten.

Über den Autor

Michael Rudrich ist Vice President Sales DACH bei Riverbed Technology.

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