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Active-Directory-Integration und flüssigere Grafik Neues Release der Linux-Distribution Ubuntu

Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Canonical hat Ubuntu 21.04 veröffentlicht. Highlights seien die native Microsoft-Active-Directory-Integration, voreingestellte Wayland Graphics und eine Entwicklungsumgebung (SDK) für Flutter-Anwendungen. Außerdem kündigten Canonical und Microsoft Support für SQL-Server unter Ubuntu an.

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Ubuntu 21.04 trägt den Codenamen „Hirsute Hippo“ („bosrstiges Nilpferd“).
Ubuntu 21.04 trägt den Codenamen „Hirsute Hippo“ („bosrstiges Nilpferd“).
(Bild: Canonical)

Mit Ubuntu 21.04 sei es nun möglich, Systemeinstellungen von einem Active-Directory-Domänencontroller aus zu konfigurieren. Per Gruppenrichtlinien-Client könnten Systemadministratoren Sicherheitsrichtlinien für alle angeschlossenen Clients festlegen, z.B. Passwortrichtlinien und Zugriffskontrollen auf Nutzerebene sowie Einstellungen für die Desktop-Umgebung, etwa Anmeldebildschirm, Hintergrund und bevorzugte Apps.

Wayland und Flutter

Laut Canonical verwendet Ubuntu 21.04 standardmäßig das Display-Server-Protokoll Wayland. Firefox, OBS Studio und viele Anwendungen, die mit Electron und Flutter erstellt wurden, nutzten Wayland automatisch für eine flüssigere Grafik und eine bessere fraktionale Skalierung. Die Flutter-SDK-Snap-Build-Integration mache es einfach, eine Multiplattform-Flutter-App für die Installation mit einem Klick durch Millionen von Linux-Desktop-Nutzern zu veröffentlichen.

„Canonical hat einen großen Beitrag zu Flutter geleistet, indem es die Linux-Desktop-Unterstützung in Flutter ermöglicht hat. Dadurch sind qualitativ hochwertige Flutter-Apps auf Linux möglich. Im Rahmen der Partnerschaft wollen wir Flutter zur besten Wahl für App-Entwickler machen, egal auf welche Plattform sie abzielen“, sagt Chris Sells, Produktmanager bei Flutter.

Microsoft SQL Server auf Ubuntu

Verbesserungen an der Leistung und Skalierbarkeit aus dieser Version seien auf Ubuntu 20.4.2 LTS für die Unterstützung von Microsoft SQL Server zurückportiert worden. Das Datenbankmanagementsystem (DBMS) und seine Befehlszeilenschnittstelle (CLI) seien jetzt auf optimierten Ubuntu-Images auf Azure verfügbar und würden eine produktionsreife, hochverfügbare Datenbankplattform mit zehn Jahren Sicherheitswartung bieten.

Canonical und Microsoft bieten gemeinsamen Support für Ubuntu mit Microsoft SQL Server für unternehmenskritische Workloads. Dieser werde lokal (on-premises) oder über den Azure Marketplace bereitgestellt.

Die gemeinsame Lösung biete Leistungsverbesserungen wie Force Unit Access (FUA) auf XFS-Dateisystemen für eine hohe Datenbeständigkeit. Der persistente Speicher (PMEM) mache eine hochleistungsfähige Datenspeicherung ohne zusätzliche Konfiguration möglich. Schließlich sei die gesamte Plattform hochverfügbar und werde durch Corosync und Pacemaker unterstützt, um Ausfallsicherheit zu gewährleisten.

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