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Europäische Airline setzt beim Online-Ticketing auf F5 Neue Server-Struktur beschleunigt online Transaktionen

Autor / Redakteur: Ralf Sydekum / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Die meisten Fluglinien bieten auf Ihren Internetauftritten die Möglichkeit zum Online-Ticketing. Bei der niederländischen Airline transavia.com stammen bereits mehr als 70 Prozent der Einnahmen aus Online-Transaktionen. Die Schnelligkeit und Zuverlässigkeit der Website ist hier daher ein entscheidendes Erfolgskriterium.

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Gerade im hartumkämpften Markt für Flugreisen ist eine hochverfügbare Buchungs-Website Pflicht!
Gerade im hartumkämpften Markt für Flugreisen ist eine hochverfügbare Buchungs-Website Pflicht!
(Bild: VIT)

Das niederländische Unternehmen transavia.com befindet sich mitten im hart umkämpften Airline-Wettbewerb. Auf der Website werden preiswerte Charter- und Linienflüge in Sommer- und Winterurlaubsziele von niederländischen Abflughäfen angeboten. Der Großteil der Einnahmen von transavia.com stammt aus den online Transaktionen. Rund 80.000 Besucher verzeichnet die Seite im Schnitt pro Stunde. Die Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit der Online-Buchungsformulare ist daher von größter Bedeutung für das Unternehmen.

„Wenn unsere Website nicht erreichbar ist, führt dies zwangsläufig zu einem Umsatzverlust“, erklärt Leon Faazen, Teamleiter IT bei transavia.com.

Bis vor kurzem wurden die online Buchungsanträge noch von einem Drittanbieter gehostet. Das lieferte ein akzeptables Niveau der Website-Leistung, aber es war nicht immer leicht, Software-Updates oder Änderungen vorzunehmen. Das Unternehmen hat sich deshalb entschlossen, die Buchungsanwendungen zu einem Teil wieder In-House zu verwalten, um mehr Kontrolle über die Entwicklung des Online-Systems zu haben und gleichzeitig die Kosten zu senken.

Zwei Standorte, verbesserte Websiteauslastung

Für die beiden in zehn Kilometern stehenden Rechenzentren von transavia.com sollte eine Load Balancing-Lösung implementiert werden, um die Websiteauslastung aufzuteilen. Die Transaktionen werden dabei über eine Server-Bus-Lösung (ESB) an beide Standorte übermittelt.

Auf Empfehlung seines langjährigen IT-Lieferanten Pinewood entschied sich transavia.com das Projekt mit F5-Produkten umzusetzen und schaffte zwei BIG-IP 3900 Geräte inklusive BIG-IP Local Traffic Manager (LTM) Modul an.

Der Zeitplan für die Umsetzung des Projekts war sehr eng gesteckt: Die Arbeiten begannen zum Jahresanfang und sollte in nur einem Monat realisiert werden, da Frühling und Sommer die Hauptgeschäftszeiten für transavia.com sind. Dieses Ziel konnte nicht zuletzt aufgrund der guten Zusammenarbeit mit F5 erreicht werden.

Schlüsselkriterium Geschwindigkeit

Vor allem im Online-Buchungssystem konnte mit dem neuen Konzept eine wesentliche Verbesserung der Geschwindigkeit von Transaktionen erreicht werden. Dies schreibt das Unternehmen dem Einsatz der F5-Lösungen zu: "Die Website ist 25 Prozent schneller als zuvor", sagt Faazen. "Wir können mehr Transaktionen in einer Minute bewältigen als bisher und die Ladezeit der Seite konnte um gut ein Drittel reduziert werden."

Der BIG-IP Local Traffic Manager sorgt dafür, dass das Online-Transaktionssystem hochverfügbar ist. Die BIG-IP LTM-Geräte sind 24 Stunden, 7 Tage die Woche aktiv und müssen einen nahtlosen Webdatenverkehr über alle verfügbaren Webserver an jedem Ort ermöglichen. Sollte im Datenzentrum etwas Unvorhergesehenes passieren, würde der BIG-IP LTM automatisch den gesamten Datenverkehr an das verbleibende Rechenzentrum leiten, um so die Verfügbarkeit der Seite und die Möglichkeit von online Transaktionen weiterhin zu gewährleisten und einen Ausfall zu vermeiden.

Die hohe Verfügbarkeit und Skalierbarkeit des BIG-IP LTM ermöglicht es darüber hinaus aber auch, unerwartete Steigerung des Datenverkehrs mühelos zu bewältigen. Das Risiko einer Überlastung des Buchungssystems wurde damit stark minimiert. So können auf der Website auch während der Hochsaison Werbung und Kampagnen laufen.

Ralf Sydekum, Manager Field Systems Engineering
Ralf Sydekum, Manager Field Systems Engineering
(Bild: F5 Networks)

Zusatznutzen inklusive

Die Flexibilität der F5-Produkte ermöglicht sogar einen ungeplanten Zusatznutzen für transavia.com. Da die BIG-IP-Geräte jetzt auch den E-Mail-Verkehr steuern, wird auch die Effizienz, Zuverlässigkeit und Geschwindigkeit des Mailsystems durch die Aufteilung der Last auf verschiedene Microsoft Exchange Server an zwei Standorten verbessert.

Über den Autor

Ralf Sydekum ist Manager Field Systems Engineering bei F5

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