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IEC 60870-5-104 und erweiterte Streckenmessung Neue Module für Allegro Network Multimeter

Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Mit der Firmware-Version 3.3 erweitert Allegro Packets den Funktionsumfang seiner Messgeräte, u.a. sollen die Unterstützung des Protokolls IEC 60870-5-104 und die Streckenmessung innerhalb eines Gerätes die Analyse und das Troubleshooting von Netzwerkverkehr erleichtern und beschleunigen.

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Streckenmessungen sind nun mit einem einzelnen Allegro Network Multimeter möglich, z.B. lässt sich ermitteln, welche Verzögerung eine WLAN-Brücke erzeugt.
Streckenmessungen sind nun mit einem einzelnen Allegro Network Multimeter möglich, z.B. lässt sich ermitteln, welche Verzögerung eine WLAN-Brücke erzeugt.
(Bild: Allegro Packets)

Das Update erweitert die Analyse- und Monitoring-Software des Allegro Network Multimeter um neue Module und optimiert bestehende Analyse-Features, sagt Hersteller Allegro Packets. Zu den Highlights gehöre etwa die erweiterte Streckenmessung. Um die Menge des für die Analyse verwendeten Datenverkehrs zu reduzieren, stünden dem Nutzer nun Filterfunktionen über die virtuelle Link-Gruppe zur Verfügung. Die Streckenmessung könne zudem jetzt auf einem einzelnen Gerät verwendet werden. Des Weiteren lasse sich mit dem Allegro Network Multimeter das Protokoll IEC 60870-5-104 (IEC 104) messen, welches im Industriebereich als Standardprotokoll für automatisierte Maschinenkommunikation eingesetzt werde.

Allegro Packets zufolge stattet die Version 3.3 das Allegro Network Multimeter u.a. mit folgenden neuen Funktionen aus:

Auflösung von DNS-Namen: DNS-Namen einer beliebigen IP-Adresse können aktiv über den konfigurierten DNS-Server der Management-Schnittstelle aufgelöst werden. Die Namensauflösung kann auch periodisch für IPs von definierten Subnetzen durchgeführt werden.

IEC 60870-5-104: Es wurde ein IEC-60870-5-104-Modul mit globalen und verbindungsspezifischen Statistiken über Pakete, Bytes, Korrektheit der Sequenznummer, Paketverlust, ASDU-Adressen, Telegrammtypen und Übertragungsursache im zeitlichen Verlauf hinzugefügt.

Streckenmessung-Erweiterungen: Die Streckenmessung ermöglicht die Definition eines lokalen und entfernten Filters auf Basis der virtuellen Link-Gruppe. Dies kann verwendet werden, um die Menge des für die Analyse verwendeten Datenverkehrs zu reduzieren. Die Streckenmessung ist auf einem einzelnen Gerät möglich, indem zwei verschiedene virtuelle Link-Gruppen (VLG) verglichen werden. Die Latenzgraphen werden nun auch pro IP-Paar und pro IP-Verbindung angezeigt.

Virtuelle Link-Gruppen (VLG): VLG sind jetzt so konfigurierbar, dass sie nur Verkehr bis zu einer bestimmten Netzwerkschicht analysieren. So kann ein Teil des Netzwerks lediglich in den Paketringpuffer geschrieben werden, während anderer Verkehr analysiert werden soll. Mit der neuen Option der VLG wird Speicher gespart und die Leistung verbessert, da die Messdaten nicht in vollem Umfang gespeichert werden müssen.

Capture-Profile: Auf der Seite des Aufzeichnungsmoduls können Capture-Profile konfiguriert werden, um benutzerdefinierte Regeln für die Länge von Paket-Snapshots zu definieren.

Datenbankerweiterung auf SSD (Beta): Eine neue Betafunktion ermöglicht es, einige alte Statistikdaten aus dem Hauptspeicher auf dem angeschlossenen Speichermedium zu speichern. Dadurch lässt sich die Zeitspanne für historische Daten bei Onlinemessungen verlängern.

Puffer-Mechanismus: Der Mechanismus, wie empfangene Pakete vor der Analyse gepuffert werden, wurde verbessert, um dynamischer zu sein und eine größere Menge an Speicher zu unterstützen.

Syslog: Die Konfiguration der Benachrichtigungskanäle für Syslog-Kanäle unterstützt nun auch die Auswahl von TCP oder UDP und des zu verwendenden Ports. Die Syslog-Konfiguration ermöglicht die Auswahl der „Facility“ für die Syslog-Nachrichten.

Paketringspeicher-Längenfilter: Die Paketringspeicher-Längenfilter, die sich auf SIP-Telefonnummern beziehen, wurden verbessert, um auch RTCP-Pakete für den jeweiligen SIP-Anruf zu erfassen. RTP-Pakete werden nun früher erkannt.

Webshark-Vorschau: Die Webshark-Vorschau-Buttons wurden für Pcap-Dateien auf dem Datenträger hinzugefügt. Eine Pcap-Datei wird mit Webshark bis zur konfigurierten maximalen Aufzeichnungsgröße analysiert, die restlichen Daten werden nicht weiter analysiert.

Aufzeichnungs-Automatisierung: Aufzeichnungen können jetzt geplant werden. Es ist auch möglich, die Aufzeichnung stündlich, täglich oder wöchentlich wiederholen zu lassen. Diese Captures werden auf dem Datenträger gespeichert.

Eine Auflistung aller mit Version 3.3 einhergehenden Features erhalten Kunden von Allegro Packets per E-Mail, so der Hersteller. Die wichtigsten Neuerungen und Verbesserungen erläutert Klaus Degner, Geschäftsführer und Leiter Produktentwicklung bei Allegro Packets, im Video:

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