OpenFlow-Netz soll wissenschaftliche Zusammenarbeit verbessern

Netzwerk für die Zukunft des Big-Data-Transports

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Andreas Donner

Auf der Messe Supercomputing beschäftigen sich Wissenschaftler, Anwender und Entscheidungsträger mit aktuellen Entwicklungen zum Thema Hochleistungsrechnen.
Auf der Messe Supercomputing beschäftigen sich Wissenschaftler, Anwender und Entscheidungsträger mit aktuellen Entwicklungen zum Thema Hochleistungsrechnen. (Bild: SC Conference Series)

ADVA Optical Networking, Juniper Networks und die University of Michigan haben auf der Messe Supercomputing 2013 (SC 13) ein auf einem OpenFlow-Netz basierendes Netzwerk für den künftigen Transport von großen Datenmengen vorgeführt.

Auf der SC13, die vom 17. bis zum 22. November 2013 in Denver, Colorado (USA) stattfand, haben die Hersteller ADVA Optical Networking und Juniper Networks gemeinsam mit der University of Michigan ein Netz vorgeführt, das für den künftigen Big-Data-Transport richtungsweisend sein soll.

Basierend auf einem OpenFlow-Netz hätte die Präsentation gezeigt, wie globale Organisationen aus Wissenschaft und Forschung ihre Netze effizient skalieren und mehrere Petabyte an Daten in kürzester Zeit übertragen können, was für die wissenschaftliche Zusammenarbeit von unschätzbarer Bedeutung sei. Das Netz bestand aus Packet-Transport-Routern der PTX-Serie von Juniper Networks mit integrierter kohärenter 100G-Sende- und Empfangstechnik und 100G-Core-Übertragungstechnik von ADVA Optical Networking.

„Wir leben in einem Zeitalter der globalen Kollaboration, das durch gemeinsame Nutzung von Daten, Ressourcen und Wissen geprägt ist und durch gegenseitige Abhängigkeiten definiert wird,“ sagte Niall Robinson, Vice President, PLM, Packet Optical Solutions bei ADVA Optical Networking. „Dieser Trend wird sich weiter verstärken und eine Netztechnik erfordern, die enorme Datenmengen übertragen kann.

Organisationen aus Wissenschaft und Forschung sind sich dessen bewusst. Globale Forschungsnetze müssen skalierbar sein, um auch den künftigen Kommunikationsbedarf einer Petabyte-Ära bedienen zu können. Genau darum geht es bei diesem Netz, das wir hier zeigen. Es handelt sich um keine isolierte Technologievorführung. Wir präsentieren ein vollständig integriertes, global einsetzbares Netz, auf Grundlage einer nahtlosen Zusammenarbeit von optischer Übertragungstechnik und Supercore Routing-Technologie. Dies ist nicht mehr nur eine Vision, dies ist Realität.“

Die gemeinsame SC13-Vorführung ist nach Angaben der Hersteller eine der ersten global einsatzfähigen Lösungen für Big-Data-Transport. Die ADVA FSP 3000 und ihr 100G-Core-Transponder arbeiten direkt mit der kohärenten 100G-Sende- und Empfangstechnik der PTX-Router von Juniper Networks zusammen. Diese integrierte Gesamtlösung könne Daten fehlerfrei über ein Weitverkehrsnetz transportieren. Die Beseitigung unnötiger Client-Schnittstellen hätte einen bedeutenden Einfluss auf die Investitions- und Betriebskosten des Netzes und sei bezeichnend für ein integriertes Netz, das mehrere Netzschichten abdeckt und für wachsende Datenmengen optimiert sei. Dieser Ansatz schaffe eine solide Grundlage für Software-Defined Networking und Netzvirtualisierung.

„Durch unsere Partnerschaft mit ADVA Optical Networking und der University of Michigan leisten wir einen Beitrag zu Forschung und Lehre. Wir versetzen die Wissenschaftler in die Lage, das enorme Tempo technischer Innovation und bahnbrechender Erkenntnisse beibehalten zu können. Ohne die starke Unterstützung durch Netzinfrastruktur, die riesige Mengen an wissenschaftlichen Informationen übertragen kann, wären viele Neuerungen kaum möglich,“ kommentierte Paul Obsitnik, Vice President, Service Provider Marketing bei Juniper Networks.

„Gemeinsam haben wir ein Netz aufgebaut, das erfolgreich die fehlerfreie Übertragung von riesigen Datenmengen nachweist und für einen globalen Einsatz geeignet ist. Diese Vorführung unterstreicht unser Bekenntnis zu einem offenen Ökosystem, in dem wissenschaftliche Organisationen von ihren bestehenden Netzen zu einer offenen Infrastruktur migrieren können, die den Anforderungen von Big Data und wissenschaftlicher Zusammenarbeit auch in Zukunft gerecht wird.“

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