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Gemeinsam genutzte Glasfasern für Breitband-Synergien Netzkooperation von Telefónica und Telekom

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Telefónica Germany und Deutsche Telekom kooperieren, um Synergien beim Breitbandausbau zu nutzen. Wir haben nachgefragt, wie weit die Partnerschaft geht.

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Kooperierende Konkurrenten: Die DTAG soll Telefónica zu höheren Übertragungsraten verhelfen. (© O2)
Kooperierende Konkurrenten: Die DTAG soll Telefónica zu höheren Übertragungsraten verhelfen. (© O2)

Der Titel einer von der Deutschen Telekom (DTAG) verschickten Meldung lässt aufhorchen: "Telefónica Germany und Telekom vereinbaren Netzkooperation". Bei näherer Betrachtung stellt sich der vermeintliche Paukenschlag aber lediglich als Vermietung beschalteter Glasfaserleitungen heraus.

Mit der von der DTAG bereitgestellten Infrastruktur sollen in den kommenden Jahren bis zu 2.000 Mobilfunk-Aggregationspunkte von Telefónica über Glasfaser angebunden werden. Die DTAG hofft dabei auf Synergieeffekte: Eigene Installationen könnten über die gleichen Kabel versorgt werden. Bandbreitenengpässe seien dabei nicht zu befürchten, da die Lichtwellenleiter eine praktisch unbegrenzte Kapazität böten.

Bereits im zweiten Quartal des Jahres sollen erste Mobilfunkstandorte von Telefónica Germany über schnelle Datenübertragungswege im Kernnetz angebunden werden, prognostiziert die DTAG. Damit ließen sich die Transferraten an UMTS- und LTE-Standorten signifikant erhöhen.

An Roaming oder eine engere Verschmelzung der Infrastrukturen von DTAG und Telefónica ist nicht gedacht. Ein DTAG-Pressesprecher begründet das mit dem Anspruch, sich durch eine besonders gute Netzqualität vom Wettbewerb abzuheben. Praktisch identische Netzstrukturen führten dieses Ziel ad absurdum.

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