Suchen

„Glasfasernetze sind die Autobahnen des 21. Jahrhunderts“ Netzausbau in Deutschland kommt laut Buglas voran

Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Stephan Augsten

Nach Angaben des Bundesverbands Glasfaseranschluss e.V. (Buglas) setzen immer mehr kommunale Unternehmen auf den Ausbau der Glasfasernetze. Zudem gebe es erste marktverhandelte Open-Access-Modelle für Next Generation Networks.

Buglas-Präsident Dr. Hans Konle begrüßte die Gäste des Buglas-Sommerfestes in Köln mit den Worten: „Der Glasfaserausbau in Deutschland kommt weiter voran.“
Buglas-Präsident Dr. Hans Konle begrüßte die Gäste des Buglas-Sommerfestes in Köln mit den Worten: „Der Glasfaserausbau in Deutschland kommt weiter voran.“

Die unlängst in Kraft getretene Novelle des Telekommunikationsgesetzes habe, so Buglas-Präsident Dr. Hans Konle, Rechtssicherheit für infrastrukturausbauende Unternehmen geschaffen. Beispielhaft nennt er hierfür den erleichterten Hauszugang oder die Möglichkeit der Mitnutzung vorhandener In-House-Verkabelungen.

Der Glasfaserverband hatte sich im Gesetzgebungsverfahren für diese wichtigen Verbesserungen eingesetzt. Beleg für die erfolgreiche Arbeit des Buglas sei nach Ansicht von Konle auch die Zahl der Mitgliedsunternehmen des Verbandes, die seit Jahresbeginn um sieben auf 45 angewachsen ist.

Das Buglas-Sommerfest 2012 in Köln stand unter dem Motto „Fiber 2020“. Exklusivsponsor der Veranstaltung war die Adtran GmbH, die im Mai 2012 das Festnetz-Zugangsgeschäft von Nokia Siemens Networks in Deutschland übernommen hatte. Im Vortrags- und Diskussionsprogramm des Sommerfestes wurden die Perspektiven des Breitbandausbaus in Deutschland aus ökonomischer, politisch-regulatorischer und technologischer Sicht beleuchtet.

Was die Netzwerk-Spezialisten bewegt

Verena Weber, OECD Paris, lieferte einen Überblick über die internationale Entwicklung der Breitbandversorgung. Im Anschluss erläuterte Professor Dr. Jörn Kruse, Institut für Wirtschaftspolitik an der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg, die negativen Konsequenzen einer Breitband-Universaldienstverpflichtung und einer Gratismentalität bei der Internetnutzung.

Dr. Martin Geppert, Juconomy Rechtsanwälte, untersuchte das neue Telekommunikationsgesetz auf seine Tauglichkeit als „Next Generation Law“, Jörg Dannehl, Leiter System Engineering Adtran GmbH, stellte Trends und Technologien im Festnetzzugangsbereich vor. Warum Energiewende und Breitbandausbau nur zusammen gelingen können und welche Potenziale dabei gerade für kommunale Unternehmen bestehen, zeigte im Anschluss Nils Sadowski, Produktmanager Wilhelm.tel GmbH, auf.

Die abschließenden Experten-Statements zur Frage „Wie viel Breitbandausbau kann Deutschland sich leisten?“ wurden von Dr. Karl-Heinz Neumann, Wissenschaftliches Institut für Infrastruktur und Kommunikationsdienste, und Frank Rothauge, Berenberg Bank, gehalten. „Wir müssen uns Glasfasernetze leisten“, sagte Neumann, „denn sie sind die Autobahnen des 21. Jahrhunderts.“

(ID:34513160)