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Konvergente Systeme mit hohem I/O für Big Data Netapp und Cisco fügen der Flexpod-Familie ein weiteres Mitglied hinzu

Redakteur: Ulrike Ostler

Aus „Flexpod“ wird „Flexpod Datacenter“, aus „Expresspod“ wird „Flexpod Express“ und das ist gut so; denn zu den beiden Kobisystemen aus Cisco-Etherthet-Switches und Netapp-Storage kommt ein weiteres „Flexpod“-System, mit dem Beinamen „Select“. Dieses bietet „E-Series“ Storage speziell für Big Data und ermöglicht den Einbau von „Nexus 7000“ Switches.

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Die Flexpod-Produkt-Familie von Cisco und Netapp in der Übersicht.
Die Flexpod-Produkt-Familie von Cisco und Netapp in der Übersicht.
(Bild: Netapp)

Im Main 2011 haben Cisco und Netapp das erste Flexpod-System für Enterprise Datacenter und Service Provider auf den Markt gebracht. Es bündelt Storage, Netzwerk, Server, Virtualisierung und bietet ein zentrales Managment. Im ersten Jahr wurden nach Angaben von Netapp-Manager Wüst davon 850 Systeme verkauft.

Peter Wüst ist Director Strategic Pathways bei Netapp und verantwortet strategische Allianzen mit Herstellern sowie die Betreuung der Global System Integrators und der Service Provider in Deutschland sowie das Thema „Big Data“.

Im zweiten Jahr folgte im Herbst Expresspod, nunmehr Flexpod Express und die Anbieter konnten bereits 2.400 der integrierten Systeme veräußern. Flexpod Express, bezeichnet Wüst als „den kleinen Bruder“ – mit kleineren Switch- und Storage-Komponenten, genutzt als Einstiegsmodell, für mittelgroße Unternehmen oder für Außenstellen. Unterstützt wird hier etwa Microsoft Windows Server 2012 Hyper-V.

Neues unter der Haube

Auch dieses System ist von beiden Firmen validiert und umfasst eine aufeinander abgestimmte Infrastruktur. Ein solches Angebot soll den Aufbau leistungsfähiger Rechenzentren vereinfachen und der Wechsel von fragmentierten Applikationssilos hin zu gemeinsam genutzten, virtualisierten Cloud-Umgebungen beschleunigen. Darüber hinaus bieten beide Firmen Support für alle Flexpod-Komponenten.

Unter der Haube bringen die an Flexpod beteiligten Firmen jeweils die jüngste Technik unter. So steckt in beiden Systemen etwa das Storage-Betriebssystem „Clusterd Ontap“ von Netapp. Trotzdem, so Wüst, seien die Referenzarchitektur wie die Appliaction Programming Interfaces (APIs) gleich geblieben. „Die Anwender merken den Refresh der Systeme höchsten an der gestiegenen Leistung.“

Neu im Portfolio ist jetzt „Snap Protect“für Flexpod Datacenter. Die Software bietet Disk-to-Disk-to-Tape (D2D2T) Backup und Recovery mit spezifizierten Implementierungsleitfäden für VMware, NAS Shares und Microsoft Exchange.

Select - Wahlmöglichkeiten inklusive

Flash Cache
Flash Cache
(Bild: Netapp)
Das komplett neue System „Select“, das in den kommenden Wochen lieferbar sein wird, zielt insbesondere auf Big-Data- und HPC-Anwendungen. Laut Wüst bilden sich für beide Applikationsarten Inseln heraus, getrennt von der sonstigen Enterprise IT.

„Zum Teil kann ich den Einsatz separater Systeme verstehen“, räumt Wüst ein. „Denn anders als in klassischen Unternehmensanwendungen werden hier extrem hohe Schreib- und Leseraten gebraucht. Deren Verwaltung findet etwa wie in Hadoop-Clustern auf der Applikationsschicht statt.“

Mit Select wollen Netapp größere Wahlmöglichkeiten anbieten. Bisher unterstützen die für Flexpod vorgesehenen Switches bis zu 10 Gigabit Ethernet. Nun können die Kunden auch SAN- beziehungsweise Fibre-Channel-Switches wählen wie „Catalyst“ und „MDS“ von Cisco. Diese lassen sich ausschließlich oder parallel einbauen.

Die Auswahl

Neu ist auch die Verwendung von „Nexus 7000“. Die Switches bieten quasi Nonstop-Netzwerkverfügbarkeit und Skalierbarkeit mit bis zu 768 10-Gigabit-Ethernet-Ports. Im Verbund mit Flexpod entstehen damit durchgängige Fibre Channel over Ethernet (FCoE)-Verbindungen in einer Unified Ethernet Fabric. Für DCI-Fähigkeiten bei Datacenter-übergreifenden Implementierungen ist ebenfalls gesorgt.

Die Storage-Grundlage sind die E-Series- und FAS Storage-Systeme von Netapp. Für besonders hohen Durchsatz lassen sich aber auch die All-Flash-Arrays „ef540“ verwenden. Diese erlauben auf zwei Höheneinheiten 300.000 I/Os unter einer Millisekunde Antwortzeit. Um mit den schnellsten Platten eine solche Performance zu erzielen, bräuchte es 1000 SAS-Platten, erläutert Wüst.

Trotz der größeren Wahlmöglichkeit, die sich den Kunden bietet, wollen die Hersteller an der Validierung der Systeme und dem gemeinsamen Support und Management festhalten. Die Ausrichtung auf spezielle Workloads, die Flexpod bisher schon bietet, etwa auf dem Micrsoft-Stack mit „System Center“ und SAP-Anwendungen, wollen sie auch auf Select übertragen.

Die Hadoop-Validierungen

So haben die Anbieter bereits die Hadoop-Distribution von Claudera validiert: „Ein solches Cluster ist in drei Schritten, inklusiver aller Optimierungen, in drei Schritten installiert“, schwärmt Wüst. Auch die Data Platform von Hortonworks mitsamt den Tools, der Library und Hadoop sei bereits abgenommen.

„Es werden noch weitere für spezielle Workloads abgestimmte Systeme kommen“, versichert der Netapp-Manager. „Mir fallen schon zwei, drei konkrete Projekte für All-Flash-Installationen ein.“

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