Buglas: Wettbewerb treibt Glasfaserausbau an

Nächste FTTB/H-­Aus­bau­stufe in München

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Andreas Donner

Künftig sollen rund 570.000 Haushalte und mehr als 80.000 Unternehmen in München FTTB/H-Anschlüsse nutzen können.
Künftig sollen rund 570.000 Haushalte und mehr als 80.000 Unternehmen in München FTTB/H-Anschlüsse nutzen können. (Bild: M-net)

Mit den Stadtwerken München und der M-net Telekommunikations GmbH möchten zwei Buglas-Mitgliedsunternehmen in den kommenden fünf Jahren fast eine Viertelmillion weitere Haushalte und über weitere 20.000 Unternehmen direkt mit Glasfaser anschließen.

In München sollen nach der nächsten Stufe des Glasfaserausbaus bis in die Gebäude insgesamt rund 570.000 Haushalte und über 80.000 Unternehmen mit hohen und ausfallsicheren Bandbreiten versorgt sein. Die Stadtwerke München errichten dabei die Netzinfrastruktur, M-net betreibt das Netz und stellt als Telekommunikationsanbieter TV, Internet und Telefonie zur Verfügung. Für den Bundesverband Glasfaseranschluss (Buglas) ist die Beteiligung der beiden Mitgliedsunternehmen ein Beleg dafür, dass ohne Infrastrukturwettbewerb die Versorgung Deutschlands mit superschnellem Internet nicht vorankommen könne.

„Das Beispiel München stellt ebenso wie viele weitere aktuelle Ausbauprojekte im Rheinland und in vielen anderen Regionen Deutschlands eindrucksvoll unter Beweis, dass der Infrastrukturwettbewerb der zentrale Treiber des Breitbandausbaus ist“, wertet Buglas-Geschäftsführer Wolfgang Heer. „Wettbewerb ist ganz klar das beste ordnungspolitische Konzept“, so Heer. „Er bringt nicht nur grundsätzlich ein Höchstmaß an Innovation und Investitionen hervor, sondern sorgt vor allem auch dafür, dass wo immer ökonomisch irgend möglich ein marktgetriebener Netzausbau mit der für die jeweilige Region bestmöglichen Anschlusstechnologie erfolgt.“

Wer glaube, dass ein einzelnes Unternehmen den Breitbandausbau besser erledige, wenn man ihm für seine Investitionen nur ein Exklusivrecht einräume, erweise dem Ziel, Bürger und Unternehmen dieses Landes mit einer nachhaltig zukunftsfähigen Telekommunikationsinfrastruktur zu versorgen, einen Bärendienst. „Es gibt in der Wirtschaftsgeschichte nicht ein Beispiel dafür, dass ein Monopolist ohne Wettbewerbsdruck etwas dafür tut, die Konsumentenrente zu erhöhen. Zumal dies gerade beim Breitbandausbau mit nicht unerheblichen Kosten verbunden ist“, führt der Buglas-Geschäftsführer weiter aus.

Die vom Infrastrukturwettbewerb ausgehenden Impulse zeigten sich gerade auch beim „echten“ Glasfaserausbau bis in die Gebäude bzw. Haushalte (Fiber to the Building/Home, FTTB/H). Hier haben nach Aussage von Heer die im Buglas organisierten Unternehmen bislang den Löwenanteil gestemmt und bereits über 1,6 Mio. Haushalte (von insgesamt in Deutschland angeschlossenen etwa 2,2 Mio. Haushalten) mit FTTB/H angebunden. Für die Versorgung weiterer 850.000 Haushalte im Zeitraum 2016 bis 2018 seien Investitionen im dreistelligen Millionenbereich eingeplant. „Diese Ausbauvorhaben werden nun von unseren Mitgliedsunternehmen in München und auch anderswo in die Praxis umgesetzt“, konstatiert der Verbands-Geschäftsführer abschließend.

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