Suchen

Forschungsprojekt von SpaceNet und Partnern soll Entertainment mobil machen „Multimedialer Inhalt folgt Person“ (MIfoP) – der neue Entertainment-Hype?

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

„Multimedialer Inhalt folgt Person (MIfoP)“ heißt das Forschungsprojekt, in dem der Münchener Fullservice-Internetprovider SpaceNet zusammen mit seinen Projektpartnern die technische Umsetzung einer Vision vorantreibt. Dabei sollen sämtliche multimedialen Entertainment-Inhalte wie Musik, Hörbücher, Filme oder Fernsehsendungen ihren Nutzern überall hin folgen – ungeachtet des sich dabei ändernden Endgeräts.

Firma zum Thema

Die SpaceNet AG ist ein unabhängiger Fullservice-Internetprovider für mittelständische Unternehmen
Die SpaceNet AG ist ein unabhängiger Fullservice-Internetprovider für mittelständische Unternehmen
( Archiv: Vogel Business Media )

Im März dieses Jahres startete das gemeinsame Projekt des Forschungsverbundes, dem das Institut für Rundfunktechnik (IRT GmbH), das Fraunhofer IIS (Institut für Integrierte Schaltungen), Audi, BMW, Loewe, die Fraunhofer ESK (Einrichtung für Systeme der Kommunikationstechnik) und SpaceNet angehören. Bis zum Jahr 2012 sollen im Rahmen des Projekts die technischen Voraussetzungen geschaffen werden, um Audio- und Videoinhalte unabhängig von Zeit, Ort und Endgerät abrufen zu können.

Das Projekt wird vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Technologie, Verkehr und Infrastruktur gefördert und wurde vom Cluster BICC-NET (Bavarian Information and Communication Technology Cluster) und vom Cluster audiovisuelle Medien initiiert.

Fernsehen zum Mitnehmen

Fernsehen im Auto und Film- beziehungsweise Musikgenuss auf dem Handy – das gibt es bereits. Die Ambitionen des Projektverbundes führen jedoch einen großen Schritt weiter: In Zukunft soll zum Beispiel eine Fußball-Live-Übertragung, die bis zu einem bestimmten Zeitpunkt am Fernseher im Wohnzimmer angeschaut wurde, via Handy oder USB-Stick an das eigene Auto geleitet und dort weiter verfolgt werden können, ohne dass der Nutzer eine einzige Spielszene – oder gar ein Tor – verpasst.

Wenn er in sein Auto steigt, werden seine Profildaten und Session-Informationen, sprich: die Stelle, an der die Fußball-Übertragung unterbrochen wurde, über Massenspeicher an das Fahrzeug übertragen. Anschließend kann er im Auto die Sendung genau an der Stelle weiterverfolgen, an der sie zuvor gestoppt wurde.

Home-Entertainment ohne Unterbrechung

Ebenso lückenlos sollen bald Hörbücher, Urlaubsvideos oder HD-Filme ins Auto oder auf das Handy übertragen werden, sodass der Nutzer sie unterwegs weiter ansehen und anhören kann. Dazu werden die Audio- und Videodaten automatisch den Wiedergabeformaten der Endgeräte entsprechend umgewandelt. Ist der Nutzer nur kurz unterwegs, kann er auch umgekehrt die Sessiondaten vom Handy wieder zurück an sein Heim-Entertainment-System übertragen und seinen Film zu Hause zu Ende ansehen.

SpaceNet sorgt für reibungslosen Datenaustausch

Dabei spielt die SpaceNet AG eine wichtige Rolle: Der Provider stellt die Internetplattform zur Verfügung, die zwischen Heimnetzwerk und mobilen Endgeräten steht. Auf dieser Plattform werden die Sessiondaten gespeichert (also die Informationen darüber, an welcher Stelle zum Beispiel eine Fernsehsendung unterbrochen wurde). Sie stellt auch die Profilinformationen bereit (welche Geräte angemeldet sind und aktuell genutzt werden sollen). Die Plattform sorgt damit für einen reibungslosen und unterbrechungsfreien Datenaustausch zwischen den verschiedenen Geräten.

Jugendschutz inklusive

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist auch der Jugendschutz: Über die Benutzeroberfläche der Internet-Plattform werden auch die Userdaten verwaltet. So lässt sich sicherstellen, dass auch Kinder und Jugendliche Filme, Hörbücher und Musik auf mobile Geräte übertragen können, jedoch beschränkt auf „altersgerechte“ Inhalte.

„Für uns ist es sehr spannend, mit so interessanten Partnern aus Wirtschaft und Forschung an einem gemeinsamen Projekt zu arbeiten und Know-how auszutauschen“, erklärt Michael Schmid, Projektmanager bei SpaceNet. „Durch die Beteiligung an dem Forschungsprojekt gewinnen wir an Expertenwissen, das bei der Weiterentwicklung von speziellen Lösungen für Kunden im Multimedia-Bereich überaus nützlich ist. Deshalb profitieren auch unsere Kunden von unserem Wissensvorsprung.“

Artikelfiles und Artikellinks

(ID:2046465)