3G/4G-LTE-Module arbeiten mit Chipsätzen von Qualcomm

Module für integrierte drahtlose M2M-Kommunikation

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Andreas Donner

Die nächste AirPrime-Generation bietet laut Hersteller Sierra Wireless ein vollständiges M2M-Ökosystem auf einem Modul.
Die nächste AirPrime-Generation bietet laut Hersteller Sierra Wireless ein vollständiges M2M-Ökosystem auf einem Modul. (Bild: Sierra Wireless)

Die AirPrime-Module der nächsten Generation kombinieren laut Hersteller Sierra Wireless einen leistungsfähigen Multicore-Prozessor mit sicheren Cloud-Services und einem Open Application Framework für ein komplettes M2M-Ökosystem.

Die neuen integrierten drahtlosen AirPrime-Module für 2G- bis 4G-Technologien arbeiten Sierra Wireless zufolge mit einem Multicore-Prozessor mit dediziertem Anwendungskern und integrierter M2M-Funktionalität. Er soll das Systemdesign vereinfachen, die Gesamtsystemkosten senken und den Energieverbrauch reduzieren.

Die eingebaute Konnektivität zu sicheren Cloud-Services würde die einfache Integration von Maschinendaten mit Enterprise-Anwendungen sowie eine komfortable Fernverwaltung erlauben und sich auf Millionen von Geräten skalieren lassen. Ein Open Application Framework mit betriebsfertigen Bausteinen, darunter ein Satz von M2M-Bibliotheken und Entwicklungstools, soll Embedded-Software-Entwicklern Zeit sparen und ihnen bei der schnelleren Markteinführung ihrer Produkte helfen.

Dieses M2M-Ökosystem auf einem Modul ist laut Hersteller ein großer Schritt hin zur vereinfachten Integration von Embedded Wireless Communications. Entwickler könnten ihr Hauptaugenmerk wieder auf ihre Kernanwendungen und ihr Geschäftsmodell richten und brauchten der Herausforderung, Wireless-Kommunikationstechnologien zu integrieren, weniger Zeit zu widmen.

Leistungsfähiger Multicore-Prozessor

Herzstück der 2G-Versionen der Next-Generation-AirPrime-Module ist das laut Sierra Wireless weltweit erste dedizierte M2M-System-on-a-Chip. In Zusammenarbeit mit ARM produziert, integriert dieses einen Satz von M2M-spezifischen Schnittstellen mit einer Tri-Core-Architektur, die 2G-EDGE-Modems, einen dedizierten Hochgeschwindigkeits-Application-Prozessor von ARM sowie eine Implementierung des ARM-Cortex-M0-Prozessors enthält und den Betrieb bei niedrigem Energieverbrauch ermöglichen soll.

Die 3G/4G-LTE-Versionen werden den Gobi-9x15-Chipsatz von Qualcomm nutzen, eine Multi-Mode-Modem-Lösung, die alle Modi von 3G und 4G/LTE integriert. Mit einem dedizierten ARM-Cortex-A5-Prozessor mit Linux-Unterstützung sollen diese integrierten Chipsätze von Qualcomm auch robuste M2M-Kundenanwendungen hosten können.

Sichere Cloud-Services

Die nahtlose Integration mit der AirVantage M2M Cloud könne darüber hinaus den Aufwand und die Kosten bei Entwicklung, Einführung und Betrieb neuer M2M-Lösungen reduzieren. Sierra Wireless zufolge bietet AirVantage eine sichere und skalierbare Infrastruktur für die Verbindung vom Gerät zur Cloud sowie moderne, weltweit verteilte Rechenzentren.

Mit der AirVantage-Enterprise-Plattform lassen sich Daten sammeln, übermitteln und speichern sowie Events verarbeiten und terminlich planen – laut Hersteller für eine beliebige Zahl von Geräten und mit Netzwerkbetreibern weltweit. Entwickler könnten die AirVantage-Enterprise-Plattform-APIs auf Basis neuer Cloud-API-Standards nutzen, um die Maschinendaten in kurzer Zeit in ihre eigenen Unternehmensanwendungen und Backendsysteme zu integrieren.

Mit AirVantage Management Service können AirPrime-Embedded-Module zentral eingeführt und überwacht sowie ihre Einstellungen konfiguriert werden. Dadurch lassen sich Updates für Firmware und integrierte Anwendungen durchführen und die Zugangszeiten über weltweite Netzwerke verwalten.

Open Application Framework

Das Open Application Framework von Sierra Wireless enthält Betriebssysteme speziell für M2M-Anwendungen, Softwarebibliotheken und eine integrierte Entwicklungsumgebung, um die Entwicklung von Embedded-Software für M2M-Lösungen zu beschleunigen. Die AirPrime-Module der nächsten Generation werden sowohl das Open AT Application Framework als auch Linux-Support anbieten. Damit soll die Leistungsfähigkeit der Multicore-Prozessor-Architektur voll ausgenutzt und die eingebaute Konnektivität zur AirVantage-M2M-Cloud bereitgestellt werden.

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