Was mit GSM und reinen Sprachdiensten begann, revolutioniert jetzt das Mobile Computing

Mobilfunk ist längst mehr als ein um Datendienste angereicherter Telefonie-Service

26.05.2008 | Autor / Redakteur: Gerhard Kafka / Andreas Donner

Die Service Provider bieten ihre Multimedia-Dienste über PC, Fernseher und Handy mit identischer oder ähnlicher Benutzeroberfläche an. Bild: Vodafone
Die Service Provider bieten ihre Multimedia-Dienste über PC, Fernseher und Handy mit identischer oder ähnlicher Benutzeroberfläche an. Bild: Vodafone

Von UMTS über LTE zu 4G

IMT-2000 (International Mobile Telecommunications) heißt die globale Plattform für die 3G Mobilkommunikation bei ITU-T. Bei ETSI wurde in Zusammenarbeit mit 3GPP (3rd Generation Partnership Project) mit dem in Europa verbreiteten UMTS – technisch als W-CDMA (Wideband Code Division Multiplex Access) bezeichnet – das erste praktisch einsetzbare mobile Universalsystem definiert. Die Luftschnittstelle UTRA (UMTS Terrestrial Radio Access) hat sowohl einen FDD-Modus als auch einen TDD-Modus integriert. In Japan und USA werden die 3G-Systeme auf der Basis von CDMA entwickelt, die dafür verwendeten Standards erarbeitet das Gremium 3GPP2.

UMTS integriert die Leistungsmerkmale der Leitungsvermittlung und der Paketvermittlung und schafft damit die besten Voraussetzungen für einen schnellen Datentransfer. Darüber hinaus enthält UMTS Spezifikationen, die den Transport von Daten auf der Grundlage des IP-Protokolls unterstützen und so die Verwendung von UMTS für einen funkgestützten Internet-Zugang ermöglichen. Mit der Weiterentwicklung HSPA (High Speed Packet Access) – inzwischen als 3,5G bezeichnet - werden heute Datenraten bis zu 7,2 Mbit/s Downlink (HSDPA) realisiert. Als Zielsetzung für die nahe Zukunft werden Datenraten bis zu 14 Mbit/s genannt. Für den Uplink (HSUPA) beträgt die maximale Datenrate 1,45 Mbit/s.

Gesendet wird in den Frequenzbereichen zwischen 1,900 GHz und 2,025 GHz sowie zwischen 2,110 GHz und 2,200 GHz. Der Upstream-Bereich unterteilt sich in einen 20 MHz breiten Frequenzbereich zwischen 1,900 GHz und 1,920 GHz, in dem das TDD-Verfahren eingesetzt wird und einen weiteren Upstream-Bereich zwischen 1,920 GHz und 1,980 GHz, der für FDD reserviert ist. Der Downstream -Bereich liegt für TDD zwischen 2,010 GHz und 2,025 GHz und für FDD zwischen 2,110 GHz und 2,170 GHz.

Die Weiterentwicklung von IMT2000 läuft unter dem Begriff IMT2000 Advanced und hat als Zielsetzung Übertragungsraten für den Downstream von 100 Mbit/s vorgesehen. Die Standardisierungsarbeiten laufen in Europa und Japan unter der Bezeichnung LTE (Long Term Evolution). Die Weiterentwicklung von CDMA2000 wird in den USA unter dem Begriff 1x EV-DO (Evolution Data Optimised) vorangetrieben.

weiter mit: 4G mit neuen Technologien

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