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E-Plus und Nokia Siemens Networks senken CO2-Ausstoß Mobilfunk-Basisstation sendet mit erneuerbaren Energien

Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

E-Plus betreibt im nordrhein-westfälischen Versmold eine Basisstation ohne Anbindung an das Stromnetz. Die Station arbeitet mit einer Kombination aus Photovoltaik und Windkraft, die durch Brennstoffzellen und für Tiefentladung ausgelegte Akkus unterstützt wird. Die Basisstation wurde von dem auf Energielösungen spezialisierten Bereich von Nokia Siemens Networks aufgebaut.

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Einweihung der energieautarken Mobilfunksendestation in Versmold (v.l.n.r): Dr. Gunnar Bender, Axel Meyer, Rafal Markiewicz und Thorsten Klute
Einweihung der energieautarken Mobilfunksendestation in Versmold (v.l.n.r): Dr. Gunnar Bender, Axel Meyer, Rafal Markiewicz und Thorsten Klute
( Archiv: Vogel Business Media )

E-Plus möchte durch den umweltschonenden Betrieb der Station seinen CO2-Ausstoß verringern. Die von Nokia Siemens Networks realisierte Fernüberwachung der Energielieferanten soll jederzeit einen Blick in das Energiemanagement der Station ermöglichen.

Solarenergie und Windkraft

Nokia Siemens Networks hat ein Solar Tracking System bereitgestellt. Es folgt dem Verlauf der Sonne und richtet die größtmögliche Fläche der Solarzellen nach ihr aus, um die Sonnenenergieproduktion für den Betrieb des Standortes zu maximieren. Der Nokia Siemens Networks Green Energy Controller* steuert die Solarenergienutzung, eine Windkraftanlage, ein Brennstoffzellensystem und die für Tiefentladung ausgelegten Akkus, die für eine längere Lebensdauer in SiteStar-Gehäuse** eingebaut werden.

Mit der Erweiterung seiner Netzwerkmanagementplattform NetAct möchte Nokia Siemens Networks für eine optimale Überwachung des Energiemanagements der Station sorgen. Diese Plattform soll dem Mobilfunknetzbetreiber eine Fernwartung und Ferninstallation neuer Software ermöglichen, wodurch die Basisstationen nicht mehr besucht werden müssen und CO2-Emissionen weiter vermieden werden können.

Betrieb ohne CO2-Ausstoß

Dank des umweltfreundlichen Standortbetriebs und der Fernwartung und -verwaltung fallen für den Betrieb keine CO2-Emissionen an. E-Plus sieht sich darin in seinem Ziel unterstützt, bis zum Jahr 2012 die Energieeffizienz um fünf Prozent und bis zum Jahr 2020 um 20 Prozent zu steigern. Basisstationen ohne Anbindung an ein Stromnetz können dort eingesetzt werden, wo die Erschließung und der Betrieb am Stromnetz nicht rentabel sind, um Bereiche ohne Empfang abzudecken oder um die Breitbandversorgung zu verbessern.

„Mit diesem innovativen Energiekonzept zeigen wir, wie Mobilfunknetze klimaneutral arbeiten können“, erklärt Rafal Markiewicz, Chief Technology Officer der E-Plus-Gruppe. „Diese neue Übertragungsstation ist Teil unserer Nachhaltigkeitsstrategie. Für uns ist der Bau der ersten grünen Basisstation dieser Art ein wichtiger Schritt und unterstreicht dadurch unseren Anspruch, das effizienteste Netz in Deutschland zu betreiben.“

„Laut ABI Research entfallen 86 Prozent des Energiebedarfs eines Mobilfunkanbieters auf das Netz. Wir sind daher ständig auf der Suche nach Innovationen, die Energieeinsparungen für Netzbetreiber ermöglichen“, so Rohit Kumar, Leiter von Energy Solutions bei Nokia Siemens Networks. „Das Umweltengagement von E-Plus deckt sich mit unseren Vorstellungen und es ist großartig, dass beim Betrieb dieser energieeffizienten Station keinerlei CO2-Emissionen anfallen“, sagt Stefan Ilchmann, bei Nokia Siemens Networks für das E-Plus-Geschäft verantwortlich.

*Nach Angaben von Nokia Siemens Networks sorgt der Green Energy Controller durch Brennstoffzellen oder, wenn Dieselgeneratoren eingesetzt werden, durch eine Reduzierung der Dieselgeneratorlaufzeiten für eine effiziente und umweltfreundliche Versorgung von Telekommunikationsanlagen. Die Energiesteuerung verringere die Wartungskosten und reduziere den CO2-Ausstoß, der in einigen Fällen sogar ganz vermieden werden könne. Die Lösung nutzt erneuerbare Energiequellen wie Sonnenlicht und Wind. Sie ist Teil von Nokia Siemens Networks Energy Solutions, das der Industrie einen Ansatz zu Energieeffizienz und nachhaltigem End-to-End-Netzausbau sowie Modernisierungs- und Managementlösungen bietet.

**Das SiteStar-Gehäuse reduziert laut Nokia Siemens Networks die Betriebskosten, da es die Lebensdauer der Batterie bei stabilen Temperaturen um das Zwei- bis Dreifache verlängern kann. Der Hersteller nennt einen Stromverbrauch von weniger als 40 W bei 35 °C und im Vergleich zu einer herkömmlichen Kühlung eine Stromersparnis von bis zu 95 Prozent.

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