Ein Bandbreiten-Management hilft bei parallelem Carrier Ethernet

Mobiles Internet – so sollten sich Netzbetreiber präparieren

18.11.2010 | Autor / Redakteur: Michael Ritter / Ulrike Ostler

Das Dilemma von Mobilfunk- und Backhaul-Anbietern ist mit den richtigen Werkzeugen und Komponenten kein unlösbares. Grafik: Adva Optical Networking
Das Dilemma von Mobilfunk- und Backhaul-Anbietern ist mit den richtigen Werkzeugen und Komponenten kein unlösbares. Grafik: Adva Optical Networking

Längst telefonieren Mobilfunkanwender nicht mehr nur. Prinzipiell haben die Betreiber von Mobilfunknetzen und Service-Anbieter allen Grund sich über diesen Trend zu freuen. Schließlich spülen die datenmächtigen Dienste Geld in ihre Kassen. Doch bevor das geschieht, müssen sie ihre Netze für den erhöhten Bedarf fit machen. Sowohl die Radio-Access-Networks (RANs) als auch die Mobile-Backhaul-Infrastruktur, die die Mobilfunkstandorte mit dem Kernnetz verbindet, müssen aufgerüstet werden.

Derzeit transportieren RANs die Daten mittels High-Speed Packet Access (HSPA) mit Download-Raten von bis zu 28,8 Megabit pro Sekunde. Der UMTS-Nachfolger Long Term Evolution (LTE) wird seit diesem Jahr schrittweise eingeführt. Mit ihm können die Nutzer Daten mit bis zu 172,8 Megabit pro Sekunde herunter- und mit 86,4 Megabit pro Sekunde hochladen – eine echte Konkurrenz für DSL.

Allerdings werden die Netzbetreiber für den Umbau tief in die Taschen greifen müssen, zumal hier mit einer ähnlichen Entwicklung wie bei DSL zu rechnen ist: immer mehr Bandbreite für immer weniger Geld.

Den Netzbetreibern muss es also gelingen, möglichst viele Dienste, möglichst kostengünstig und effizient anzubieten. Glaubt man den Analysten von Morgan Stanley, dann wird die durchschnittliche Kapazität eines Mobile-Backhaul-Netzes von heute 25 Megabit pro Sekunde bis 2012 auf 300 Megabit pro Sekunde ansteigen.

Bandbreiten-Management ermöglicht Mehrwertdienste

Vor allem betrifft das die Mobile-Backhaul-Infrastruktur. Denn, um das zu bewältigen, müssen die Netzbetreiber verstärkt auf paketbasierte Technologien zurückgreifen. Doch zugleich dürfen sie bei Umstellung der Infrastruktur auf das preisgünstigere und flexiblere Carrier-Ethernet die Gesamtlösung nicht aus den Augen verlieren.

Was die Netzbetreiber dazu brauchen, ist ein effizientes Bandbreiten-Management. Eine intelligente Steuerung des Datenverkehrs ermöglicht es, Verbindungen mit unterschiedlicher Dienstgüte anzubieten. Solche Verbindungen unterschiedlicher Dienstgüte können zum Beispiel Echtzeitanwendungen wie Video-Streams oder VoIP im Gegensatz zu „langsameren“ E-Mails oder Downloads sein.

Die Flexibilität bei der Dienstgüte hat den Nebeneffekt, dass sich auch die Bandbreite im Netz effizienter ausnutzen lässt. So müssen die Betreiber zum Beispiel für Echtzeitdienste kostbare Bandbreite nicht mehr im Übermaß (Overprovisioning) zur Verfügung stellen.

weiter mit: Höherwertige Tarife gegen den Preisverfall

Inhalt des Artikels:

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de/ (ID: 2048372 / Management & Security)