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Ein Bandbreiten-Management hilft bei parallelem Carrier Ethernet Mobiles Internet – so sollten sich Netzbetreiber präparieren

| Autor / Redakteur: Michael Ritter / Ulrike Ostler

Längst telefonieren Mobilfunkanwender nicht mehr nur. Prinzipiell haben die Betreiber von Mobilfunknetzen und Service-Anbieter allen Grund sich über diesen Trend zu freuen. Schließlich spülen die datenmächtigen Dienste Geld in ihre Kassen. Doch bevor das geschieht, müssen sie ihre Netze für den erhöhten Bedarf fit machen. Sowohl die Radio-Access-Networks (RANs) als auch die Mobile-Backhaul-Infrastruktur, die die Mobilfunkstandorte mit dem Kernnetz verbindet, müssen aufgerüstet werden.

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Das Dilemma von Mobilfunk- und Backhaul-Anbietern ist mit den richtigen Werkzeugen und Komponenten kein unlösbares. Grafik: Adva Optical Networking
Das Dilemma von Mobilfunk- und Backhaul-Anbietern ist mit den richtigen Werkzeugen und Komponenten kein unlösbares. Grafik: Adva Optical Networking
( Archiv: Vogel Business Media )

Derzeit transportieren RANs die Daten mittels High-Speed Packet Access (HSPA) mit Download-Raten von bis zu 28,8 Megabit pro Sekunde. Der UMTS-Nachfolger Long Term Evolution (LTE) wird seit diesem Jahr schrittweise eingeführt. Mit ihm können die Nutzer Daten mit bis zu 172,8 Megabit pro Sekunde herunter- und mit 86,4 Megabit pro Sekunde hochladen – eine echte Konkurrenz für DSL.

Allerdings werden die Netzbetreiber für den Umbau tief in die Taschen greifen müssen, zumal hier mit einer ähnlichen Entwicklung wie bei DSL zu rechnen ist: immer mehr Bandbreite für immer weniger Geld.

Den Netzbetreibern muss es also gelingen, möglichst viele Dienste, möglichst kostengünstig und effizient anzubieten. Glaubt man den Analysten von Morgan Stanley, dann wird die durchschnittliche Kapazität eines Mobile-Backhaul-Netzes von heute 25 Megabit pro Sekunde bis 2012 auf 300 Megabit pro Sekunde ansteigen.

Bandbreiten-Management ermöglicht Mehrwertdienste

Vor allem betrifft das die Mobile-Backhaul-Infrastruktur. Denn, um das zu bewältigen, müssen die Netzbetreiber verstärkt auf paketbasierte Technologien zurückgreifen. Doch zugleich dürfen sie bei Umstellung der Infrastruktur auf das preisgünstigere und flexiblere Carrier-Ethernet die Gesamtlösung nicht aus den Augen verlieren.

Was die Netzbetreiber dazu brauchen, ist ein effizientes Bandbreiten-Management. Eine intelligente Steuerung des Datenverkehrs ermöglicht es, Verbindungen mit unterschiedlicher Dienstgüte anzubieten. Solche Verbindungen unterschiedlicher Dienstgüte können zum Beispiel Echtzeitanwendungen wie Video-Streams oder VoIP im Gegensatz zu „langsameren“ E-Mails oder Downloads sein.

Die Flexibilität bei der Dienstgüte hat den Nebeneffekt, dass sich auch die Bandbreite im Netz effizienter ausnutzen lässt. So müssen die Betreiber zum Beispiel für Echtzeitdienste kostbare Bandbreite nicht mehr im Übermaß (Overprovisioning) zur Verfügung stellen.

weiter mit: Höherwertige Tarife gegen den Preisverfall

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