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Bald mehr Umsatz mit mobilem Internet als mit Handygesprächen Mobiles Internet: Der Boom geht weiter

Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Anfang 2013 nutzten fast 34 Mio. Deutsche UMTS und LTE – 17 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Das mobil übertragene Datenvolumen stieg um 40 Prozent auf rund 140 Mio. Gigabyte. Zu diesen Zahlen kommt der Branchenverband Bitkom auf Basis aktueller Daten der Bundesnetzagentur.

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Anfang 2013 nutzten fast 34 Mio. Deutsche die Mobilfunkstandards der dritten und vierten Generation, UMTS und LTE.
Anfang 2013 nutzten fast 34 Mio. Deutsche die Mobilfunkstandards der dritten und vierten Generation, UMTS und LTE.
(Bild: Bitkom)

„Durch die zunehmende Verbreitung von LTE mit seinen schnellen Übertragungsraten wird die mobile Datenkommunikation weiter sehr stark steigen“, kündigt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder an. Ende 2012 waren bei den Netzbetreibern rund 1,1 Mio. LTE-Nutzer gemeldet. Laut Breitbandatlas der Bundesregierung lag die Netzabdeckung von LTE zu diesem Zeitpunkt bei knapp 52 Prozent der Haushalte. Die Zahl der LTE-Basisstationen hatte sich innerhalb des vergangenen Jahres auf 9.600 verdreifacht.

Überblick zum deutschen Mobilfunkmarkt

In Deutschland gibt es rund 113 Mio. Mobilfunkverträge, fast 1,4 pro Einwohner. Laut einer repräsentativen Umfrage im Bitkom-Auftrag haben 87 Prozent aller Deutschen ab 14 Jahren mindestens ein Handy. Dabei geht der Trend klar zu Smartphones, auch ältere Menschen steigen derzeit auf die modernen Geräte um. Aktuell besitzen 40 Prozent aller Bundesbürger ab 14 Jahren ein Smartphone. Vor einem Jahr waren es erst 34 Prozent.

In Deutschland werden 2013 laut European Information Technology Observatory (EITO) rund 28 Mio. Smartphones verkauft, eine Steigerung um 29 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Umsatz legt um ein Viertel auf 8,8 Mrd. Euro zu. Insgesamt werden 34,6 Mio. Handys im Jahr 2013 abgesetzt. Das ist ein Plus von 20 Prozent.

Starkes Wachstum bei mobilen Datendiensten

Der Boom bei Smartphones und Tablets sowie der Trend zu UMTS und LTE treiben das Wachstum bei den mobilen Datendiensten. So wird der Markt für mobiles Internet bald das mobile Telefonieren als wichtigsten Umsatzbringer für deutsche Telekommunikationsanbieter ablösen. Dieses Jahr stehen die mobilen Datendienste für rund 44 Prozent des deutschen Markts für Mobilfunkdienste. Das Geschäft mit mobilen Datendiensten legt seit 2009 zweistellig zu, in diesem Jahr voraussichtlich um zehn Prozent auf 9,4 Mrd. Euro. Hingegen geht seit 2006 der Umsatz mit Handygesprächen zurück, in diesem Jahr um sieben Prozent auf 11,9 Mrd. Euro. Im Jahr 2005 wurde noch für 19,1 Mrd. Euro mobil telefoniert.

Der Bitkom nennt neben dem Wettbewerb auch die Eingriffe der staatlichen Regulierungsbehörden in die Preisbildung der Anbieter als wichtigen Grund für die sinkenden Umsätze. Wie zwei Jahre zuvor wurden auch Ende 2012 die gesetzlich regulierten Gebühren für die Weiterleitung von Handygesprächen halbiert. Der Branchenverband beklagt, dass der Staat den Telekommunikationsanbietern immer wieder kurzfristig Mittel entzieht, die für Investitionen in Netzausbau und -qualität dringend benötigt würden.

Datenquelle und Methodik

Zur Verbreitung von Handys und Smartphones hat das Meinungsforschungsinstitut Aris im Auftrag des Bitkom im Mai 2013 1.004 Personen ab 14 Jahren in Deutschland befragt. Die Daten sind repräsentativ. Basis der Angaben zu den UMTS- und LTE-Nutzern sowie den mobil übertragenen Datenvolumina ist die Bundesnetzagentur. Den Prognosen zum Markt für Handys und mobile Datendienste liegen Untersuchungen des European Information Technology Observatory (EITO) zugrunde. EITO liefert aktuelle Daten zu den weltweiten Märkten der Informationstechnologie, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik. EITO ist ein Projekt der Bitkom Research GmbH in Zusammenarbeit mit den Marktforschungsinstituten IDC und GfK.

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