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Mobile-Enterprise-Strategien in über 50 Prozent der Unternehmen Mobile-Enterprise-Studie: Unternehmen werden mobiler

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Die Studie „Mobile Enterprise Review 2014: Mehr Strategie wagen“, die Lünendonk unter anderem im Auftrag von Steria Mummert Consulting durchgeführt hat, belegt: Fast zwei Drittel aller Befragten erwarten durch Mobile Enterprise mehr Erfolg für das eigene Unternehmen.

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Mobile-Enterprise-Strategien sind einer Studie zufolge bereits in mehr als jedem zweiten Unternehmen verankert.
Mobile-Enterprise-Strategien sind einer Studie zufolge bereits in mehr als jedem zweiten Unternehmen verankert.
(Bild: violetkaipa - Fotolia.com)

Über 50 Prozent der Industrie-Unternehmen und fast 60 Prozent der Unternehmen aus dem Banken-, Dienstleistungs- und B2C-Sektor haben eine in den meisten Fällen als Teil der IT-Strategie definierte Mobile-Enterprise-Strategie im Unternehmen verankert. Dies ist ein Ergebnis der Trendstudie Mobile Enterprise Review 2014: Mehr Strategie wagen, für die das Beratungs- und Marktforschungsunternehmen Lünendonk über 90 Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern befragte. Neben CIOs und IT-Leitern wurde auch eine Gruppe von Non-IT-Managern interviewt.

Mobile Enterprise: Industrie vor Banken

Laut Studie unterscheiden sich die Unternehmen und Branchen derzeit noch stark hinsichtlich der sinnvollen Mobilitätsquote sowie hinsichtlich des mobilen Nutzungsgrads. Die sinnvolle Mobilitätsquote beschreibt den Anteil der Mitarbeiter, für die es sinnvoll ist, mobil auf Daten und Unternehmensprozesse zugreifen zu können. Der mobile Nutzungsgrad ist der tatsächliche Anteil der Mitarbeiter innerhalb der sinnvollen Mobilitätsquote, die schon mobil auf Daten und Unternehmensprozesse zugreifen können. In den befragten Industrieunternehmen sei die sinnvolle Mobilitätsquote aufgrund der vielen Produktionsmitarbeiter erwartungsgemäß geringer als beispielsweise in Banken. Jedoch liege der Nutzungsgrad in der Industrie bei mehr als 50 Prozent, in Banken und Dienstleistungsunternehmen bei 40 Prozent. Demnach wären die Industrieunternehmen im Rahmen ihrer Umsetzung von Mobile Enterprise tendenziell weiter fortgeschritten.

Auch in den einzelnen Unternehmensbereichen gebe es Unterschiede: Während das Management, der Vertrieb sowie Produktion und Leistungserbringung sehr häufig mobile Lösungen nutzten, würden diese in der Entwicklung sowie im Personalmanagement noch sehr wenig eingesetzt.

Informationsaustausch vs. Sicherheit

Die befragten Unternehmen erwarten durch den Einsatz von Mobile Enterprise einen leichteren Informationsaustausch, eine bessere Erreichbarkeit und eine höhere Agilität. Zudem gehen sie davon aus, dass sich die Mitarbeiterzufriedenheit und die Abstimmungsprozesse verbessern. Das wiederum führe zu einer höheren Kundenzufriedenheit.

Die größten Hürden im Zusammenhang mit Mobile Business und Mobile Enterprise seien für die meisten Unternehmen Sicherheit und Datenschutz sowie in diesem Zusammenhang Governance- und Compliance-Anforderungen. Für etwas mehr als ein Drittel der Befragten sei Bring Your Own Device (BYOD) ein sehr großes Hemmnis. Aber auch die hohe Komplexität, Integrierbarkeit und die notwendigen Änderungen von Prozessketten sowie eine unzureichende Trennung von geschäftlichen Apps und Daten von externen Apps würden für Unternehmen Hinderungsgründe darstellen.

„Die Studie belegt eindeutig, dass durch Mobile Enterprise der Informationsaustausch deutlich erleichtert wird. Mitarbeiter sind besser erreichbar, das führt zu einer höheren Kundenzufriedenheit und Agilität“, erläutert Andreas Hutfleß, Senior Executive Manager bei Steria Mummert Consulting. „Dies wiederum verbessert die Abstimmungsprozesse – auch mit den Kunden. Diese gesteigerte Prozess-Effizienz sorgt letzten Endes für ein Wachstum, vor allem im B2C-Segment.“

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