Baustein für Multi-RAT-Ökosystem

mmMAGIC forscht ab 6 GHz für 5G

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Andreas Donner

Am 7. und 8. Juli diskutierten bereits 60 Abgesandte am Samsung R&D Institute UK über erste Ergebnisse des Projekts mmMAGIC.
Am 7. und 8. Juli diskutierten bereits 60 Abgesandte am Samsung R&D Institute UK über erste Ergebnisse des Projekts mmMAGIC. (Bild: Samsung)

Das Konsortium mmMAGIC erforscht, wie der kommende Mobilfunkstandard 5G auch Frequenzbereiche zwischen sechs und 100 GHz nutzen kann. Ziel: Datenraten bis zu zehn Gbit/s und Latenzen unter fünf Millisekunden.

Während das kürzlich an dieser Stelle vorgestellte Projekt FANTASTIC-5G den Frequenzbereich bis sechs Gigahertz untersucht, forscht das von Samsung geführte Konsortium mmMAGIC an Funktechnologien für darüber liegende Bänder. Im Spektrum zwischen sechs und 100 GHz erzielen Übertragungen zwar eine vergleichsweise geringe Reichweite, können aber höhere Datenraten und niedrige Latenzen erreichen.

Das Projekt läuft zwei Jahre und hat seine Arbeit schon drei Monate vor dem offiziellen Startschuss am 1. Juli 2015 aufgenommen. Mitgetragen wird das Vorhaben vom "5G PPP"-Programm (5G Infrastructure Public Private Partnership) der Europäischen Kommission. Zu den mmMAGIC-Beteiligen zählen die Infrastrukturanbieter, Telkos und Forschungseinrichtungen. Im Detail listet die Webseite des Projekts: Samsung Electronics Ltd., Ericsson AB, Aalto-Korkeakoulusaatio, Alcatel-Lucent Deutschland AG, Commissariat à l'énergie atomique et aux énergies alternatives, Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung (HHI), Huawei Technologies Düsseldorf GmbH, Intel Mobile Communications GmbH, Fundacion IMDEA Networks, Nokia Solutions and Networks Sp. z.o.o., Nokia Solutions and Networks Oy, Orange S.A., Telefónica Investigación y Desarrollo SA, University of Bristol, Qamcom Research & Technology AB, Chalmers tekniska högskola AB, Keysight Technologies Denmark Aps, ROHDE & SCHWARZ GmbH & Co. KG sowie die TU Dresden.

EU fördert Projekt FANTASTIC-5G

Millionen sollen Rolle europäischer Mobilfunkfirmen stärken

EU fördert Projekt FANTASTIC-5G

20.07.15 - Mit knapp acht Millionen Euro finanziert die Europäische Union ein Projekt zur Entwicklung einer Luftschnittstelle für 5G-Mobilfunknetze. Anders als die ITU macht die Europäische Kommission dabei schon sehr konkrete Zielvorgaben. lesen

Das mmMAGIC-Projekt will eine Schlüsselkomponente für ein 5G-Ökosystem mit mehreren möglichen Zugangstechnologien (Radio Access Technologies, RAT) liefern. Zu dieser sollen unter anderen gehören: Neue Wellenformen, Frame-Strukturen sowie Beam-Forming- und Trackingtechnologien. Die Partner planen Funkmessungen an verschiedenen europäischen Standorten und wollen neue Kanalmodelle entwickeln.

Branchenkenner erwarten dennoch, dass 5G zunächst ausschließlich mit Frequenzen unter sechs GHz startet. Grund: Bei den von mmMAGIC untersuchten Millimeterwellen können sehr große Signalbandbreiten auftreten. Um den Energiebedarf beim Empfänger im Zaum zu halten, brauche es hierfür effiziente A/D-Wandler, die das analoge Basisbandsignal abzutasten – und die Weiterentwicklung dieser Umsetzer hinke Moore's law hinterher.

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 43538901 / Forschung und Entwicklung)