Konsolidierung im Netzwerk-Markt

Mitel fusioniert mit Aastra

| Redakteur: Dr. Stefan Riedl

Trotz Fusion bleibt unter dem Dach der Mitel der Aastra-Brand erhalten.
Trotz Fusion bleibt unter dem Dach der Mitel der Aastra-Brand erhalten. (Bernd Lammel)

Aastra ist nun „ein Unternehmen der Mitel Networks Corporation“, bleibt aber mit eigenem Namen auf dem Markt präsent. Durch den Kauf von Aastra ist ein neues Schwergewicht in der Netzwerkbranche entstanden, welches sich nun verstärkt cloudbasierten Services widmen will, um weiter zu wachsen.

Die börsennotierte Mitel Networks Corporation hat die Fusion mit Aastra abgeschlossen. Die neue Mitel Networks kommt auf rund 1,1 Milliarden US-Dollar Umsatz im Jahr und etwa 60 Millionen weltweite Kunden.

Optimistischer Chef

Richard McBee, President and Chief Executive Officer (CEO) von Mitel, kommentiert den Zusammenschluss: „Mit der Fusion überschreitet der kombinierte jährliche Umsatz die Eine-Milliarden-Dollar-Grenze. Wir haben nun das doppelte Know-how, das Handwerkszeug und die Lösungen, um den Wettbewerb offensiv zu gestalten und Marktanteile zu gewinnen.“

Das Portfolio von Mitel Networks beschreibt das Unternehmen selbst wie folgt: „Von Digital über IP bis hin zur Cloud, von Kommunikationsservern über Applikationen bis hin zu Endgeräten, von Lösungen für sehr kleine Unternehmen bis hin zu denen sehr großer Unternehmen.“

Synergieeffekte

Mitel rechnet in den kommenden zweieinhalb Jahren mit Synergieeffekte von rund 50 Millionen US-Dollar. So sollen die Angebotskette optimiert und bessere Einkaufsbedingungen geschaffen werden. Auch die „Konsolidierung der Betriebsstätten“ soll zu positiven finanziellen Effekten führen. Welche Mitarbeiter und Standorte betroffen sein werden, gab das Unternehmen bislang nicht an.

Die Übernahme

Mitel erwarb alle ausgegebenen Stammaktien von Aastra. Gemäß den Bedingungen der Vereinbarung, erhielten die Aktionäre von Aastra 6.52 US-Dollar in bar plus 3,6 Stammaktien von Mitel für jede Aastra-Stammaktie. Der Gesamtbetrag von Mitel beläuft sich so auf etwa 80 Millionen US-Dollar. Zudem wurden rund 44 Millionen Mitel-Aktien ausgegeben. Finanziert wurde der Kaufpreis aus Barmitteln sowie aus einem Teil des Erlöses aus der oben genannten Kreditfazilität.

Ergänzendes zum Thema
 
Finanzierung

Telepo-Übernahme

Im Zusammenhang mit der Ausrichtung hin zu Cloud-Technologien steht eine weitere Übernahme. Künftig soll der Kunde die Wahl haben zwischen On-Premise- und Cloud-Lösungen. Deshalb hat sich Aastra mit einem Zukauf für das Geschäft mit der Wolke gestärkt. Aastra übernahm im Januar dieses Jahres den schwedischen Anbieter Telepo. Das 2004 gegründete Unternehmen Telepo hat 90.000 aktive Nutzer und bietet seine UC-Lösung über 16 Service-Provider an. Auf dem deutschen Markt war das Unternehmen bis dahin nicht vertreten. Telepo, mit Hauptsitz in Stockholm, bietet cloudbasierte, Carrier-Grade-Lösungen auf Basis von Unified Communications an.

Flexibilität

Die Telepo-Lösung hat eine webbasierte Architektur, ist skalierbar, flexibel und bietet mobile Integration. Sie verfügt über die komplette Bandbreite an Standard-Voice-, PBX- und Call-Center-Funktionen sowie Sicherheitsfunktionen und ein vorgefertigtes, webbasiertes Portal für die unterschiedlichen Anforderungen von Administratoren. Je nach Lage können die Kunden von Aastra nun entscheiden, ob sie eine Lösung auf Basis eines eigenen Kommunikationsservers (on-premise) oder eine mandantenfähige Lösung aus der Cloud haben möchten. Mitel hatte der Akquisition zugestimmt. Die Cloud-Lösung wird nach Abschluss der Fusion zwischen Aastra und Mitel auch deren Lösungen ergänzen.

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