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Cisco Connected World Report – Studie zur Nutzung sozialer Plattformen während der Arbeitszeit Mitarbeiter ignorieren Unternehmens-Richtlinien für mobile Geräte und Web 2.0

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

43 Prozent der deutschen Arbeitnehmer halten sich weder bei mobilen Endgeräten noch bei Twitter, YouTube & Co. an die geltenden Richtlinien ihrer Firma. Dies zeigen neue Ergebnisse des Cisco Connected World Report. Doch auch die Unternehmen müssen sich fragen, ob sie angesichts der häufig untersagten Nutzung sozialer Plattformen während der Arbeitszeit nicht erhebliche Wettbewerbschancen verschenken.

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Viele Arbeitnehmer halten sich in Sachen Twitter, YouTube & Co. nicht an die geltenden Richtlinien ihrer Firma.
Viele Arbeitnehmer halten sich in Sachen Twitter, YouTube & Co. nicht an die geltenden Richtlinien ihrer Firma.
( Archiv: Vogel Business Media )

Für den Cisco Connected World Report wurden mehr als 2.600 Anwender und IT-Entscheider in 13 Ländern befragt. Auf die Frage, warum sich Mitarbeiter massiv über Unternehmens-Richtlinien zum Social Networking und zur Nutzung mobiler Geräte hinwegsetzen, sagen hierzulande 29 Prozent der User: Um im täglichen Job produktiv arbeiten zu können. Auf der anderen Seite wissen aber beispielsweise mehr als ein Fünftel der Anwender gar nicht, dass solche Regeln überhaupt existieren.

„Pauschale Verbote sind der falsche Weg“, kommentiert Axel Föry, Architekturverantwortlicher für Borderless Network bei Cisco DACH. „Der digitale Lebensstil lässt sich auf Dauer nicht in ein Regel-Korsett zwängen. Unternehmen sollten stattdessen über ein flexibleres Policy-Enforcement nachdenken, um ungehinderte Kommunikation über Standort-, Geräte- und Unternehmensgrenzen hinweg zu ermöglichen und gleichzeitig den wachsenden Sicherheitsanforderungen umfassend Rechnung zu tragen“, so Axel Föry.

Die wichtigsten Erkenntnisse im Überblick

80 Prozent der deutschen Firmen haben dedizierte Nutzungsrichtlinien für Video- und Web-2.0-Portale sowie mobile Geräte unterschiedlicher Art. Weltweit sind es 82 Prozent. Allerdings hält hierzulande fast die Hälfte aller Anwender das bestehende Regelwerk für verbesserungsbedürftig. Und nur in fünf Prozent der deutschen Firmen werden Richtlinien einmal im Monat an Anwender kommuniziert. Quartalsweise informieren 12 Prozent, einmal im Jahr immerhin 54 Prozent der deutschen Unternehmen. Zum Vergleich: Weltweit liegen die Zahlen für monatliche, quartalsweise und jährliche Information bei 16, 35 beziehungsweise 32 Prozent.

61 Prozent der deutschen IT-Entscheider erwarten, dass Videokommunikation in ihrem Unternehmen künftig an Bedeutung zunehmen wird. Allerdings erfüllen nur 45 Prozent der hiesigen Firmen die technischen Voraussetzungen dafür. In Indien sind es fast doppelt so viel, nämlich 87 Prozent; der globale Durchschnitt liegt bei 59 Prozent. Deutschland hat in dieser Hinsicht also eindeutig Nachholbedarf.

Über den Cisco Connected World Report

Die Studie basiert auf einer internationalen Online-Umfrage von rund 2.600 Nutzern und IT-Entscheidern, die von Mitte August bis Ende September in 13 Ländern stattfand. Pro Land wurden etwa 200 Teilnehmer interviewt, rund 100 aus jeder der beiden Gruppen. Bei den untersuchten Ländern handelt es sich um die Vereinigten Staaten, Mexiko, Brasilien, Großbritannien, Frankreich, Spanien, Deutschland, Italien, Russland, Indien, China, Japan und Australien.

Wichtigstes Ziel der Studie ist ein besseres Verständnis der aktuellen Herausforderungen, die sich aus dem Wandel der Arbeitswelt in Richtung Flexibilität und Mobilität ergeben.

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