Virtuelle Meetings: Technologie mit Potenzial Mit Videokonferenzen in die Zukunft

Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Während der Coronapandemie haben Videokonferenzen eine wichtige Rolle eingenommen. Dabei haben viele Unternehmen das Potenzial, das in der Technologie steckt, offenbar noch gar nicht erkannt, sagt LogMeIn. Der Anbieter beruft sich dabei auf ein von ihm gesponsertes IDC-Whitepaper.

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Mit dem Trend zum Homeoffice haben Videokonferenzen stark an Bedeutung gewonnen.
Mit dem Trend zum Homeoffice haben Videokonferenzen stark an Bedeutung gewonnen.
(Bild: © – Andrey Popov – stock.adobe.com)

Für das IDC-Whitepaper „Mit Videokonferenzen in die Zukunft“ seien Führungskräfte von Unternehmen mit zwei bis 1.000 Mitarbeitern in Westeuropa befragt worden (Finanzdienstleister, Fertigungs- und Versorgungsunternehmen, Groß- und Einzelhandel, Logistik-, Öl- und Gas-, Telekommunikations-und Medienbranche sowie Einrichtungen des öffentlichen Diensts). Die Auswertung der Antworten habe zu den folgenden Schlussfolgerungen geführt:

Work from Home (WFH) etabliert sich

Der Anteil der Mitarbeiter, die von zu Hause aus gearbeitet haben, ist in der Coronapandemie von 16 Prozent auf 40 Prozent angestiegen. Es sei abzusehen, dass viele Mitarbeiter auch weiterhin remote arbeiten werden (27 %). Dagegen werde die Zahl der Mitarbeiter, die vorwiegend im Büro arbeiten, künftig von 61 Prozent auf 52 Prozent zurückgehen.

Höhere Investitionen in Remote-IT-Infrastrukturen

38 Prozent der befragten Unternehmen fördern Remote Work mit der dafür benötigten IT-Infrastruktur. Die meisten Unternehmen investieren in Videokonferenzlösungen (29 %), Sicherheitsfeatures für PCs, Laptops und Mobilgeräte (26 %), deren Upgrades (25 %) sowie in Mobilgeräteverbindungen (24 %) und Collaboration-Tools (24 %).

HR-Konzepte müssen sich an WFH anpassen

59 Prozent der befragten Führungskräfte glauben, dass es künftig neuer HR-Konzepte bedarf, um die neue Remote-Work-Kultur stärker zu berücksichtigen. Dies spreche zudem die Digital Natives stärker an und biete einen zusätzlichen Anreiz, denn die Millennials seien die digitale Kommunikation über virtuelle Kanäle und soziale Netzwerke gewohnt.

Videokonferenzen können Kosten senken

Büromieten sind ein gewaltiger Kostenfaktor für Unternehmen. Um Betriebskosten einzusparen, müssten Unternehmen aber dank Videokonferenzen nicht mehr nur auf die Anzahl ihrer Mitarbeiter achten. Remote Work biete ihnen die Möglichkeit, die Bürofläche zu verkleinern (30 %), ohne dabei Arbeitskraft und Fachwissen einzubüßen.

Teamarbeit im Mittelpunkt

Künftig werden Videokonferenzlösungen stärker im Fokus der Zusammenarbeit stehen, die Workflows der Teamarbeit optimieren und so für mehr Agilität und Rentabilität im Unternehmen sorgen. Den größten Wettbewerbsvorteil sehen die befragten Führungskräfte in diesem Jahr im Einsatz von Videocalls in Kundenservice und Support (73 %), bei Ferndiagnosen und der Remote-Fehlerbehebung (76 %) sowie in Online-Collaboration-Tools für das Projektmanagement (77 %).

Zukunftspotenzial von Videokonferenzen

Die Nutzung von Videokonferenzen habe im letzten Jahr stark zugenommen und virtuelle Meetings seien heute nahezu unverzichtbar für die Unternehmenskommunikation. Allerdings würden Unternehmen die Vorteile von virtuellen Meetings noch nicht voll ausschöpfen. Die Pandemie habe sie gezwungen, die Technologie schnell einzuführen, doch die entsprechenden Arbeitsweisen würden sich nur langsam als neuer Standard durchsetzen. So würden Videokonferenzen bislang vorwiegend zur Kommunikation mit Kollegen genutzt, die im Homeoffice arbeiten.

Als Collaboration-Lösung zur Zusammenarbeit an gemeinsamen Ideen und Projekten komme die Technik dagegen selten zum Einsatz. Dabei gebe es hier viele Möglichkeiten. So könnten Freigaben von Texten oder grafischen Materialien direkt über den geteilten Screen erfolgen. Auch als digitales Whiteboard seien Videokonferenzen bei der Zusammenarbeit verteilter Teams perfekt geeignet, um Brainstormings oder kreative Konzepte gemeinsam auszuarbeiten und die Produktivität zu fördern. Durch den verstärkten Einsatz in der Covid-19-Pandemie würden immer mehr Führungskräfte die Vorteile von Videokonferenzen für die Zusammenarbeit verteilter Teams und das Erreichen langfristiger Geschäftsziele erkennen. Vor allem erweiterte Funktionen wie Zusatzinformationen zu Meeting-Teilnehmern, Aufzeichnungsfunktionen und Meeting-Transkriptionen sowie automatisierte Verwaltungsaufgaben könnten die Kollaboration stark vereinfachen.

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