Allied Telesis sucht sich mit Extricom einen WLAN-Partner

Mit Linux als Basis ermöglicht Allied Telesis „network in a box“

13.05.2009 | Redakteur: Ulrike Ostler

Die „AT-X600“-Produktfamilie von Allied Telesis, Bild: AT
Die „AT-X600“-Produktfamilie von Allied Telesis, Bild: AT

Die neue Lösung

Virtual Chassis Stacking erlaubt eine einfachere Fehlersuche als bei Anwendung der Spanning-Tree-Technik. Denn die zusammengefassten Verbindungen von einem Verteiler-Switch zum Core arbeiten unabhängig von den Links anderer Verteiler-Switches. Fällt einer aus, arbeiten die anderen ohne Beeinträchtigung weiter. Somit ist eine Lokalisierung der Unterbrechung unmittelbar möglich. Quelle: Allied Telesis
Virtual Chassis Stacking erlaubt eine einfachere Fehlersuche als bei Anwendung der Spanning-Tree-Technik. Denn die zusammengefassten Verbindungen von einem Verteiler-Switch zum Core arbeiten unabhängig von den Links anderer Verteiler-Switches. Fällt einer aus, arbeiten die anderen ohne Beeinträchtigung weiter. Somit ist eine Lokalisierung der Unterbrechung unmittelbar möglich. Quelle: Allied Telesis

Nach Darstellung von Allied Telesis bietet das Virtual Chassis Stacking (VCS) und Link Aggregation (LG) eine überlegenere Lösung. Dabei besteht der Netzwerkkern aus Switches, die miteinander verbunden werden.

Sie bilden auf dieses Weise ein einzelnes virtuelles Chassis und lassen sich auch so verwalten. Die Verteiler-Switches besitzen eine doppelte Verbindung zu diesem virtuellen Chassis, für die Port Aggregation genutzt wird.

Ein Ring für schnelles Reparieren

Eine weitere Option in 10 Gigabit-Glasfasernetzen ist die Funktion “Ethernet Protected Switched Rings“ (EPSR). Die zu einem Ring zusammengeschlossenen x600er Switches, die durch Layer 2-Verbindungsschliefen gesichert werden, können in weniger als 50 Millisekunden den Verkehr umleiten.

Außer einem leichten „Zittern“ in der Übertragung bemerken die Anwender keine Veränderung. In demselben Tempo funktioniert auch die Wiederherstellung der ursprünglichen Datenleitung.

Traditionell wurden hierfür Spanning-Tree-Techniken verwendet. Doch diese sind im Vergleich langsam beim Rekonfigurieren, wenn ein Link ausgefallen ist. Die Zeitspanne von 50 Millisekunden gilt als kritisch für Echtzeitanwendungen wie Voice over IP und Video-Applikationen. Außerdem ist sie um Größenordnungen schneller als STP mit bis zu 30 Sekunden und RSTP mit 1 bis 3 Sekunden.

Der Master-Switch kontrolliert fortlaufend den Betriebszustand des Rings mit Kontroll-Mitteilungen und Warnmeldungen. Der Ring „heilt“ sich bei Unterbrechungen selbst, indem die Daten über einen gesicherten Ausweichpfad geschickt werden. Quelle: Allied Telesis
Der Master-Switch kontrolliert fortlaufend den Betriebszustand des Rings mit Kontroll-Mitteilungen und Warnmeldungen. Der Ring „heilt“ sich bei Unterbrechungen selbst, indem die Daten über einen gesicherten Ausweichpfad geschickt werden. Quelle: Allied Telesis

ESPR basiert, ähnlich wie STP, auf einem Polling-Mechanismus, um Fehler innerhalb des Rings zu erkennen und das Umschalten einzuleiten. Doch anders als bei STP nutzt EPSR ein Fehlereknennungsschema. Das erübrigt Neuberechnungen. Es gibt keine großen Änderungen an der Netztopologie.

Eine nahezu verzögerungsfreie Signalisierung zwischen den Switches im Ring erlaubt die ebenso schnelle Erkennung von unterbrochenen Verbindungen. Ein Master-Switch ergreift im Fehlerfall die Maßnahmen.

Diese nahezu sofortige Entscheidungsfähigkeit, macht EPSR zu einer Lösung der Premium-Klasse, heißt es bei Allied Telesis. Doch das gilt nicht nur für Produkte dieses Herstellers. Das neue Betriebssystem des „Omni Switch“ von Alacatel-Lucent beispielsweise bietet ebenfalls EPSR als Möglichkeit.

weiter mit: IPv6 nativ

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