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Updates, Aktualisierungen und Migrationen automatisieren Mit dem Update-Manager vSphere 6.5 aktuell halten

| Autor / Redakteur: Thomas Joos / Peter Schmitz

Mit dem Update-Manager können Administratoren die ESXi-Hosts in vSphere-Umgebungen aktuell halten, und in den VMs auch die VMware-Tools automatisiert aktualisieren. Mit vSphere 6.5 hält der Update-Manager auch Einzug in die vSphere-Appliance. Bisher war dafür ein Windows-Server notwendig.

Mit dem Update-Manager können vSphere 6.5-Administratoren die einzelnen Bestandteile der VMware-Infrastruktur aktuell halten.
Mit dem Update-Manager können vSphere 6.5-Administratoren die einzelnen Bestandteile der VMware-Infrastruktur aktuell halten.
(© Rawpixel.com - stock.adobe.com)

Der Update-Manager kann die einzelnen Bestandteile der VMware-Infrastruktur aktuell halten. Da in vSphere 6.5 die vSphere-Appliance der empfohlene Weg ist vSphere zu verwalten, hat VMware deren Funktionalität aufgebohrt. Unter anderem ist der Update-Manager jetzt fest in der Appliance integriert zudem besteht jetzt auch die Möglichkeit von Windows-Versionen des vCenters zur Appliance zu migrieren. Der entsprechende Migrations-Assistent steht auch über die Installationsoberfläche der Appliance zur Verfügung. Der Update-Manager ersetzt allerdings keine Windows Server Update Services (WSUS). Denn mit diesem Dienst werden die virtuellen Windows-Betriebssysteme innerhalb der virtuellen Maschinen aktualisiert. Der Update-Manager verwaltet wiederum die Aktualisierungen von VMware.

Damit der Update-Manager im Netzwerk genutzt werden kann, muss zunächst überprüft werden, ob die entsprechenden Systemdienste bereits gestartet sind. Dazu wird im Home-Bereich des Web-Clients auf „Systemkonfiguration“ und dann bei „Dienste“ auf „VMware vSphere Update Manager“ geklickt. Im Web-Client findet sich die Konfiguration des Update-Manager im Bereich „Home“ unter „Vorgänge und Richtlinien“. Mit einem Klick auf „Update Manager“ startet die Grundeinrichtung des Dienstes.

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ESXi 6.5 über Update-Manager installieren

Im Download-Konto bei VMware finden Administratoren neben den ISO-Dateien zur Installation auch ein ESXI Offline Bundle auf Basis einer ZIP-Datei. Mit der ISO-Datei wird normalerweise ein Bootmedium erstellt, mit dem ESXi 6.5 auf einem Host installiert werden kann. Administratoren können die ISO-Datei auch zur Bereitstellung mit dem Update-Manager verwenden.

Haben Unternehmen mehrere Hosts im Einsatz, macht es natürlich selten Sinn, wenn direkt an den einzelnen Hosts die Aktualisierung über eine CD gestartet wird. In größeren Umgebungen, oder wenn mehrere Hosts im Einsatz sind, wird am besten der Update-Manager zur Aktualisierung der Hosts verwendet.

Aktualisierung mit dem Update-Manager vorbereiten

Wenn der Update-Manager eingerichtet ist, wird in den Update-Manager eine ISO-Datei mit der neuen vSphere-Version importiert. Dazu wird die Administratoransicht aufgerufen und zu Verwalten\ESXi-Images gewechselt.

Danach wird im Web-Client eine neue Baseline erstellt sowie eine neue Gruppe, mit der die Verteilung der neuen Version gesteuert wird. Die Einstellungen dazu wird über die Registerkarte „Update Manager“ vorgenommen. Danach wird auf „Administratoransicht“ und dann auf „Verwalten“ geklickt. Die notwendigen Einstellungen befinden sich auf der Registerkarte „Host-Baselines“. Mit dem Link „Neue Baseline“ wird eine neue Host-Baseline erstellt. Im Fenster wird ausgewählt, ob es sich um die Installation eines Patches handelt (Host-Patch), oder ob eine neue Version von vSphere installiert werden soll.

Auf den weiteren Seiten des Assistenten wird zum Beispiel noch die automatisierte Installation von Erweiterungen gesteuert und weitere Einstellungen vorgenommen. Da der Update-Manager mit dem Distributed Ressource Scheduler zusammenarbeitet, werden die VMs automatisch auf freie Hosts verschoben, bevor der Host zu ESXi 6.5 aktualisiert wird.

Administratoransicht und Übereinstimmungsansicht nutzen

Sobald die Verwaltung des Update-Managers im Web-Client über die Home-Ansicht und der Auswahl von „Update-Manager“ bei „Vorgänge und Richtlinien“ gestartet ist, können Administratoren mit der Verwaltung von Updates beginnen.

Um von der Administrator-Ansicht des Dienstes in die Ansicht zur Anbindung der Hosts zu wechseln, wird oben rechts auf die Schaltfläche „Zur Übereinstimmungsansicht wechseln“ geklickt, In der Übereinstimmungsansicht kann mit „Zur Administratoransicht wechseln“ zurück zur Administration des Dienstes gewechselt werden.

In der Übereinstimmungsansicht können die erstellten Baselines, also die Richtlinien zur Installation von Patches an die Hosts im Netzwerk angehängt werden. Dazu wird die Schaltfläche „Baseline anhängen“ gewendet.

Mit der Schaltfläche „Auf Updates prüfen“ beginnt der Update-Manager damit zu überprüfen, ob Updates auf den Hosts installiert werden sollen. Der aktuelle Vorgang wird im Feld „Kürzlich bearbeitete Aufgaben“ angezeigt. Sobald der Assistent abgeschlossen ist, ist in der Spalte „Übereinstimmungsstatus“ zu sehen, ob auf den verschiedenen Hosts die aktuellen Patches installiert sind, die in der Baseline konfiguriert wurden. Über die Schaltfläche „Standardisieren“ können mit einem Assistenten Baselines direkt auf einzelne Hosts angewendet werden, um diese zu aktualisieren.

Mit der Schaltfläche „Patches bereitstellen“ installieren Administratoren die Patches nicht, sondern kopieren diese zunächst auf die Hosts. Das beschleunigt anschließend die Installation, die über „Standardisieren“ gestartet wird. Es muss aber darauf geachtet werden, dass durch die Aktualisierung die Hosts in den meisten Fällen neu gestartet werden. Daher müssen die VMs über vMotion verschoben und der Wartungsmodus aktiviert werden.

Administratoren können einzelnen Hosts aktualisieren, oder den ganzen Cluster. Bei der Auswahl eines Clusters kann noch die Reihenfolge definiert werden, in welcher die Aktualisierung durchgeführt wird. Bei der Installation von Patches wird der entsprechende Host in den Wartungsmodus versetzt.

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Virtuelle Server zur neuen Hardwareversion 13 aktualisieren

Wenn Hosts zu vSphere 6.5 aktualisiert wurden, kann es sinnvoll sein die Hardwareversion der virtuellen Server auf die neue Version 13 setzen. Die Aktualisierung kann manuell erfolgen, oder über den Update-Manager. In größeren Umgebungen sollte der VMware Update Manager für die Aktualisierung von Hosts eingesetzt werden.

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Über den Autor

 Thomas Joos

Thomas Joos

Freiberuflicher Autor und Journalist