Landesk-Umfrage: BYOD beliebter als CYOD

Mit BYOD können Unternehmen Tausende Euro sparen

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Andreas Donner

Mehr als jeder dritte Mitarbeiter hat im Rahmen von BYOD innerhalb von fünf Jahren mehr als 600 Euro ausgegeben und so seinen Arbeitgeber finanziell entlastet.
Mehr als jeder dritte Mitarbeiter hat im Rahmen von BYOD innerhalb von fünf Jahren mehr als 600 Euro ausgegeben und so seinen Arbeitgeber finanziell entlastet. (Bild: Landesk)

Laut einer Umfrage von Landesk können angesichts der Tatsache, dass 81 Prozent der Unternehmen BYOD erlauben und 39 Prozent der Mitarbeiter sich ihr eigenes Gerät für Arbeitszwecke kaufen, in einem durchschnittlichen Unternehmen etwa 183.000 Euro in fünf Jahren eingespart werden.

„BYOD ist heute sehr ausgreift“, sagt Nigel Seddon, Area Director bei Landesk. „Über ein Drittel der Mitarbeiter haben ein Gerät für ihre Arbeit gekauft und fast ein Drittel davon hat wiederum mehr als 600 Euro in einem Zeitraum von fünf Jahren ausgegeben. Ohne Frage müssen Unternehmen sicherstellen, dass diese Geräte für sie sichtbar sind und eine kosteneffiziente Unterstützung ohne Beeinträchtigung der Sicherheit möglich ist. Doch dies bringt auch offensichtliche finanzielle Vorteile.“

CYOD-Quote bei 15 Prozent

An der Umfrage haben 3000 Büroleiter in Großbritannien, Frankreich und Deutschland teilgenommen. Ziel war es, herauszufinden, inwieweit die rasant wachsende Zahl von Geräten das Privat- und Arbeitsleben der Mitarbeiter verändert. 39 Prozent der Belegschaft haben ein persönliches IT-Gerät für die Arbeit erworben, wobei Notebooks und Smartphones (jeweils mit 33 bzw. 30 Prozent) auf der Beliebtheitsskala ganz oben stehen. 15 Prozent der Mitarbeiter können an einem Choose-Your-Own-Device-Konzept (CYOD) teilnehmen, bei dem ein Mitarbeiter zwar das Gerät auswählen darf, es aber im Eigentum des Unternehmens verbleibt. Überraschenderweise nutzen nur acht Prozent der Teilnehmer unternehmenseigene Geräte für persönliche Zwecke.

„Smartphones und Tablets erweisen sich als unerlässlich, will man Mitarbeitern die Möglichkeit geben, außerhalb des Büros zu arbeiten“, fährt Nigel Seddon fort „Mitarbeiter greifen dafür auch in die eigene Tasche – dadurch sparen IT-Abteilungen einen erheblichen Anteil ihrer Mittel ein. Ebenso erfreulich ist es, dass eine Verbesserung bei den Sicherheitsvorkehrungen zu verzeichnen ist und weniger als zehn Prozent dieser Geräte ungeschützt sind.“

BYOD fördert die Arbeitsleistung

Die britische Psychologin Donna Dawson kommentiert diesen Trend: „Das eigene Smartphone oder Tablet zur Arbeit mitzubringen, bedeutet mehr Kontrolle am Arbeitsplatz zu haben: Wenn Mitarbeiter ihr Gerät mit der entsprechenden Ausstattung selbst aussuchen, dann können sie ihre Aufgaben souverän und selbstbewusst erledigen. Dabei geht es auch um den fließenden Übergang zwischen Arbeit und Vergnügen: Verwendet ein Mitarbeiter dasselbe Gerät für beide Lebensbereiche, kann er seine Aufgaben schneller erledigen und sein Wissen ausbauen – zwei Vorteile, die sich positiv auf die Arbeitsleistung auswirken.“

Verantwortung bleibt bei den Unternehmen

Ferner zeigt die Umfrage, dass die Verantwortung für die Lizenzierung und Compliance dieser Geräte nach wie vor bei den Unternehmen liegt. Nur 29 Prozent der Arbeitnehmer sehen dies als ihre persönliche Verantwortung an, wohingegen 59 Prozent das Unternehmen als dafür verantwortlich nannten. Diese Zahlen variieren in ganz Europa. Während 36 Prozent der Arbeitnehmer in Frankreich persönliche Verantwortung für die Lizenzierung und Compliance übernehmen, sind es in Großbritannien gerade 27 Prozent der Arbeitnehmer.

„Man meint, dass Smartphones und Tablets die Geräte seien, die am häufigsten von daheim mitgebracht werden. Daher ist es interessant, dass sich in dieser Liste auch Notebooks und Desktops finden“, meint Seddon. „In der heutigen Zeit sollten Unternehmen durch Technologien unterstützt und nicht behindert werden – und BYOD ist ein Trend, der anhalten wird. Wird es aber versäumt, ins Unternehmen mitgebrachte Geräte durch entsprechende Maßnahmen zu unterstützen, verwandeln sich die Vorteile sehr schnell in Nachteile, die dann sowohl dem Unternehmen als auch den Mitarbeitern das Leben schwer machen.“

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