Verdoppelung der Mobilfunkanschlüsse bis 2020

Mehr Mobilitätslösungen in Fertigungsunternehmen

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Andreas Donner

Wie eine Soti-Studie ergab, setzen Fertigungsunternehmen zunehmend auf intelligente Mobilitätslösungen.
Wie eine Soti-Studie ergab, setzen Fertigungsunternehmen zunehmend auf intelligente Mobilitätslösungen. (Bild: © – Gorodenkoff – stock.adobe.com)

Lange Zeit waren mobile Technologien im Manufacturing-Bereich weniger verbreitet als in anderen Branchen. Einer Studie von Soti zufolge wird sich dies sehr bald ändern: Bis 2020 soll sich die Anzahl von Mobilfunkanschlüssen innerhalb globaler Unternehmen nahezu verdoppeln.

„Kleine und mittelständische Hersteller aus dem Manufacturing-Bereich nutzen zunehmend mobile Lösungen, um Arbeitsabläufe zu optimieren, Produktivität und Qualität zu steigern und insbesondere Kosten zu senken. Darüber hinaus liegt der Fokus häufig darauf, kritischen Regulierungs- und Konformitätsanforderungen technologisch abzudecken“, erklärt Stefan Mennecke, Regional Director Central und Southern Europe bei Soti.

Eine weitere Herausforderung stelle für Fertigungsunternehmen die Verwaltung ihrer Anlagen und Produktionsmittel dar. Während die meisten neuen Produktionsanlagen unabhängig voneinander betrieben werden könnten, würden ältere Fertigungsstätten oftmals einen stärkeren Support vor Ort benötigen. Durch den Einsatz mobiler Lösungen könnten ortsunabhängig Geräte kalibriert, Prüf- und Messanwendungen gesteuert, Programme hochgeladen und viele andere Asset-Management-Funktionen genutzt werden. Dies biete neben einer höheren Betriebszeit eine gesteigerte Produktivität der Mitarbeiter.

Die Studie „Implementing Business Critical Mobility Solutions“ nennt für Investitionen in Mobilitätslösungen im Manufacturing-Bereich folgende Hauptgründe:

  • Mitarbeiterproduktivität: 46,5 Prozent,
  • Verbesserung der Entscheidungsfindung in Echtzeit: 38,0 Prozent,
  • Reduzierung des Papieraufwands: 32,4 Prozent,
  • Verbesserung von Wettbewerbsvorteilen: 26,8 Prozent,
  • Steigerung von Umsatz/Ertrag: 26,8 Prozent,
  • Besserung der Zusammenarbeit unter den Angestellten: 25,4 Prozent,
  • Steigerung der Angestelltenzufriedenheit: 21,1 Prozent,
  • Gewährleistung von Compliance-Vorgaben/Reduzierung des Rechtsstreitrisikos: 18,3 Prozent,
  • Verbesserung der Mitarbeitersicherheit: 16,9 Prozent,
  • Verbesserung der Kundenbindung und Wiederholungsgeschäfte: 16,9 Prozent,
  • Reduktion von Anlagenausfällen: 12,7 Prozent.

„Nach Jahren reiner Fokussierung auf das Senken von Kosten suchen Fertigungsunternehmen heute nach neuen Wegen, sich auf dem Markt zu differenzieren. Die Fähigkeit, wichtige Daten zu sammeln und für seine Belange konstruktiv zu nutzen, stellt einen wichtiger Faktor bei der Entwicklung neuer und Festigung bestehender Wettbewerbsvorteile dar“, weiß Stefan Mennecke. „Mit einer leistungsstarken Enterprise-Mobility-Management-Lösung wie der Soti-One-Plattform kontrollieren und verwalten Unternehmen ihre mobilen Geräte und IoT-Endpoints; zudem wappnen sie sich für die Zukunft, indem sie ihre unternehmerischen Strategien optimiert und auf Basis valider Zahlen auszurichten.“

Soti zufolge sprechen vier Argumente für Enterprise-Mobility-Technologie im Manufacturing-Bereich:

  • Gesteigerter Umsatz: Unternehmen nutzten mobile und vernetzte Lösungen zur Identifizierung neuer Wege der Umsatz- und Gewinnsteigerung. So würden z.B. Hersteller von Industrieanlagen nicht primär Produkte, sondern vielmehr Serviceresultate wie Maschinenstunden verkaufen. Dabei würden mobile, eingebettete und vernetzte Sensortechnologien eingesetzt, um die Nutzung zu messen und eine vorausschauende Wartung zu ermöglichen.
  • Betriebliche Effizienzsteigerung: Das Tracking und die Wartung von Anlagen in einer Produktionsstätte kann zeitaufwendig und kostspielig sein. Vor allem in großen und vielleicht mehrere Kilometer langen Fertigungsanlagen sei die Fähigkeit, wartungsbedürftige Anlagenbereiche schnell und unkompliziert zu identifizieren, besonders wichtig. Durch den Einsatz einer mobilen Businesslösung und einem Indoor-Ortungsdienst, unterstützt durch Geo-Tagging und Imaging, könne die Effizienz der Werksmitarbeiter und Inspektoren erheblich gesteigert werden.
  • Verbesserte Qualitätskontrolle: Gemäß der Soti-Umfrage werden bei der Qualitätskontrolle die höchsten Investitionen in mobile Anwendungen getätigt, denn die Fähigkeit, Qualitätsprobleme frühzeitig zu erkennen, helfe dabei, Arbeitsaufwände zu minimieren und die Kosten für Materialien und Ausrüstungszeit zu senken.
  • Erhöhte Arbeitssicherheit: Mobile Lösungen könnten dazu beitragen, die Sicherheit von Mitarbeiter nachhaltig zu gewährleisten, insbesondere derjenigen, die allein in gefährlichen Bereichen tätig seien. Durch den Einsatz tragbarer Endgeräte sei es möglich, Umweltfaktoren wie Temperatur, Gehalt an toxischen Gasen oder längere Inaktivitätszeiten zu ermitteln. Zudem könne identifiziert werden, ob ein Arbeiter einen Unfall hatte oder sich in Gefahr befindet.

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